<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929</id><updated>2012-02-16T14:18:57.453+01:00</updated><category term='newsweek'/><category term='Unendliches und Winziges'/><category term='black and white'/><category term='intra et extra ius'/><category term='existenz oder essenz?'/><category term='morphium ante portas'/><category term='wie wir wurden was wir sind'/><category term='Griechen'/><category term='Gen'/><category term='Deutschland'/><category term='Staunen'/><category term='hard stuff'/><category term='das Ich und die Welt'/><category term='Balances'/><category term='crisis? what crisis?'/><category term='Interiors'/><category term='Digital'/><category term='silences and sadnesses'/><category term='living together'/><category term='Colours'/><category term='living together; silences and sadnesses'/><category term='semiotics'/><category term='smilings'/><category term='bye-byeing'/><category term='menschliches - Allzumenschliches'/><category term='Blumenberg'/><category term='basics'/><title type='text'>Carlos Aguilar</title><subtitle type='html'>unsortiertes ....
das sortierte ist das abgestorbene...</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>87</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3972121076623675906</id><published>2010-09-02T12:17:00.011+02:00</published><updated>2010-09-04T01:41:57.138+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>Die Häuptlinge und ein glückseliges Lächeln auf traurigen Lippen</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-size:small;"&gt;Die Häuptlinge standen untereinander sowohl mit friedlichen Mitteln als auch durch Krieg in ständiger Konkurrenz. Im friedlichen Wettbewerb waren sie bestrebt, einander mit Geschenken und großen Festen zu übertreffen, mit denen sie sich Ansehen verschafften, ihre Gefolgsleute belohnten und Verbündete anlockten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Jared Diamod: Kollaps (Warum Gesellschaften überleben und untergehen)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;"Alle die hier hineinkommen, tragen ein Lächeln auf den Lippen", sagt eine Dame als ich den Chemotherapie-Raum betrete.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Ich kenne den Grund und nenne ihn auch: "jetzt erst recht!". Nicht zu leben ist ein Verbrechen, dies gilt vor allem dann, wenn deine letzten Tage bereits von Dritten angeläutet werden. Daher tragen Todgeweihte dies sanfte Lächeln auf ihren traurigen Lippen, daher auch trennen sie schnell Weizen vom Spreu, pflegen keine trostlosen Bekanntschaften mehr, ziehen sich auf die wenigen übriggebliebenen (es bleiben wenig übrig, wenn man wenig Zeit hat) Freunden zurück, lesen keine dummen Bücher und interessieren sich nicht für kurzlebige Nachrichten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Wer kurz vor der Ewigkeit steht, schert sich einen Dreck um die Ephemeren des Lebens. Anders ausgedrückt: es kommt nicht auf das "wie lange" sondern lediglich auf das "Wie". Sagte doch Borges, man brauche nicht hunderte von Büchern zu lesen, eins tue es auch, oder mit Proust, das Entscheidende ist nicht die Landschaft, sondern ihre Wahrnehmung, nicht auf die vorbeiziehende Schönheit kommt es an, sondern darauf, wie ich ihr erlaube auf mich einzuwirken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3972121076623675906?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3972121076623675906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3972121076623675906' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3972121076623675906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3972121076623675906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/09/die-hauptlinge-und-ein-gluckseliges.html' title='Die Häuptlinge und ein glückseliges Lächeln auf traurigen Lippen'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7708328817395579522</id><published>2010-08-30T16:24:00.009+02:00</published><updated>2010-08-31T01:26:03.256+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>ars morendi, ars vivendi</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;es ist vage, das Leben und der Tod&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;i&gt;Samuel Becket&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;eine Freundin, eigentlich müsste ich sagen: meine frühere Lebensgefährtin schenkt mir ein Buch über den Tod (in der Literatur), mein allerbester Freund (den Titel müsste er sich richtigerweise mit einem zweiten ebenfalls allerbesten Freund teilen) verabschiedete sich vom Leben, weil er als Stegreifreferat beim Goethe-Institut als ein von zwei Themata den Tod in der westlichen Kultur erhielt (dieses "weil" ist als notwendig, wenn auch nicht hinreichend zu verstehen).&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Denke ich an die Kunst des Sterbens, dann drängen sich unweigerlich drei Gestalten vor meinen Augen: Foucault, Nietzsche, Heidegger (Nazi-Heidegger). Ich finde es müsste richtigerweise heissen: Leben am Limit. Es gibt keine Kunst des Sterbens, weil das Sterben meistens keine Zeit für Kunst lässt. Das Leben angesichts des Todes (mit dem Tod vor Augen) ist das entscheidende Moment. Wenn du weisst, dass deine Tage gezählt sind, dann musst du dein Restleben kunstvoll gestalten. Menschen mit einem verkürzten Lebenserwartung haben es leichter: sie müssen erst recht ihr Restleben mit Würde schmücken, sie dürfen keine Zeit mehr verlieren, mit für sie unwesentlichen Dingen, mit schmuddeligen Freundschaften, mit nutzlosen Hinweisen, wie gut gemeint sie auch sein mögen. Es lebt sich intensiver, wenn das Todesurteil feststeht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Von Tod, Todesvorstellungen, dem Umgang mit Sterbenden und neuen Formen der Sepulkralkultur war in den letzten Jahren viel die Rede, meist aber und immer noch verbunden mit der sogenannten Verdrängungsthese.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;(...) Literatur steht hier für narratives Material ganz allgemein, das seinen Beitrag leistet nicht nur zur mehr oder weniger realistischen Wiedergabe gesellschaftlicher Einstellungen zum Tode, sondern seinerseits prägend wirkt bei der Formierung von Todesbildern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;(...)Literatur ist nicht nur ein ästhetisch gebrochener Spiegel der Realität, sondern auch Produzentin symbolischer Ordnungen und Vorstellungen, die auf die Wahrnehmung von Realität Einfluss nehmen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="  ;font-family:'courier new';font-size:small;"&gt;&lt;i&gt;Karin Priester: Mythos Tod &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="  ;font-family:'courier new';font-size:small;"&gt;&lt;i&gt;Tod und Todeserleben in der modernen Literatur)&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7708328817395579522?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7708328817395579522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7708328817395579522' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7708328817395579522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7708328817395579522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/ars-morendi.html' title='ars morendi, ars vivendi'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2267510975740180904</id><published>2010-08-27T09:39:00.020+02:00</published><updated>2010-08-27T22:43:00.511+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>mein Leben mit Ratiopharm</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THeAYUcmm_I/AAAAAAAABq0/3A8wGlqzfJU/s1600/AntoineSalgado+01.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 395px; height: 335px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THeAYUcmm_I/AAAAAAAABq0/3A8wGlqzfJU/s400/AntoineSalgado+01.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510013824404986866" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;Einser-Abiturient (gone)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-small;"&gt;Antonio Salgado&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-small;"&gt;in memoriam&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;wir entscheiden uns für ein bestimmtes Betriebssystem &lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;und bestehen drauf ohne letztendlich zu wissen warum (als ob es möglich wäre letztendlich etwas zu wissen).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'courier new';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:Georgia, serif;"&gt;&lt;div style="text-align: justify; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Für digital Unbewanderte sei erklärt: ein Betriebssystem ist eine Art zu funktionieren, auch ein Mensch ist ein System und hat als solches seine eigene Art, multiple müsste man sagen, betrieben zu werden (meine aktuelle Art heisst Google, weil ich Google derzeit für die bessere Welt halte).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Bezüglich digitaler Betriebssysteme schwöre ich auf Windows (halt weil es kein Google-Betriebssystem für Computer gibt). Früher habe ich proudly (stolz) auf TOS gesetzt, Tramiel Operating System, oder so ähnlich, das Atari-Betriebsystem, das erste, meine ich, mit einer graphischen Benutzeroberfläche, wo man Sachen die nicht da sind, mit einer Hand-(Maus-)Bewegung auf dem Bildschirm hin und her verschieben konnte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Da es Atari nicht mehr gibt, setze ich auf Windows, das beruhigt meine stets aufgewühlte Antipathie für Apple und seine Anhänger (Sannyasins) ungeheuer.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Mein bester Freund setzte auf Apple und war ganz stolz auf seinen dämlichen Macintosch. Ich halte Apple-Nutzer immer noch für sehr dumm. Da mein Freund einen Einser-Abintur hinlegte, hege ich Zweifel an der Richtigkeit meiner Theorie, sie kann genausogut Einbildung sein, Arroganz, oder auch nur Neid gegenüber Mehr-als-ich-erfolgreiche-Abiturienten (wow!). Allerdings hat sich mein Freund mit knapp 30 Jahren aufgehängt, also zweifle ich wiederum an meinen Zweifel, vielleicht sind Einser-Abiturienten grundsätzlich dümmer als Zweier-Abiturienten (und diese dümmer als Dreier, und so fort). Und, vielleicht, sind wirklich die Dummen die wahren Klugen. Wie sagte doch Nietzche in "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben"? Fragt der Mensch das Schaf, warum es so glücklich sei. Daraufhin will das Schaf erwidern: "weil ich alles so sofort vergesse". Aber auch dies hat das Schaf sofort wieder vergessen, so dass der Mensch bis heute nicht weiss, warum die Tiere oft so glücklich und ausgeruht uns anblicken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Neuerdings stehe ich auf Ratiopharm (befriedigt meine Aversionen gegen BASF). Warum? Weil sie neu hinzugekommen sind, sie sind noch nicht so institutionalisiert wie die Etablierten. Ausserdem wissen wir dass BASF (IG Farben) schon im Dritten Reich reichlich mitverdient haben und am Nazitum auf jeder erdenklichen Weise profitiert hat, soweit ich mich erinnern kann sogar in der Produktion von Zyklon B, jenes Gas welches in den Vernichtungslagern verwendet wurde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Auch Google ist mir sympatischer als Microsoft, und beide mir sympathischer als Fidel Castro, Ahmadineschad und die chinesische Führung.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Ich lese immer Ratiofarm (zwei Hektar Vernunft), aber gut, auch gescheite Menschen haben oft einen dummen Namen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;P.S.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'courier new';"&gt;Ich beschließe heute nur noch im Blocksatz zu schreiben. Sozusagen eine kleine Homage an meine befreundeten Einser-Abiturienten, vor allem an meinen kleinen dummen besten Freund, der mich mit knapp dreissig Jahren hier alleine gelassen hat, und mir heute erneut feuchte Augen gekostet hat (ich verweichliche offensichtlich, liegt wohl an Ratiofarm oder an Windows).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2267510975740180904?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2267510975740180904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2267510975740180904' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2267510975740180904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2267510975740180904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/mein-leben-mit-ratiopharm.html' title='mein Leben mit Ratiopharm'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THeAYUcmm_I/AAAAAAAABq0/3A8wGlqzfJU/s72-c/AntoineSalgado+01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8978238163090243689</id><published>2010-08-25T08:06:00.003+02:00</published><updated>2010-08-26T20:44:44.468+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>es ist soweit...</title><content type='html'>Mein kleiner Kater Surrogato hat sich in die Aquariumfische verliebt. Man spürt es ihm richtig an, dass er sämtliche Fische dort einzeln in die Arme aufnehmen möchte, und an sich drücken noch dazu.&lt;div&gt;Manchmal springt er hoch und klopft an das Aquariumglas mit seinen rosenen kleinen Pfötzchen. Es ist wirklich wahre Liebe was da vor sich geht, leider wird sie von den Fischen nicht erwidert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8978238163090243689?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8978238163090243689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8978238163090243689' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8978238163090243689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8978238163090243689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/es-ist-soweit.html' title='es ist soweit...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-1010504241023172343</id><published>2010-08-21T23:31:00.011+02:00</published><updated>2010-08-26T20:53:37.183+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>El El Oh! (Letzter Leitz Ordner)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBOgCQZlPI/AAAAAAAABqU/D-ON1IUmKTA/s1600/IMAG0010+Letzter+Leitz+Ordner.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 241px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBOgCQZlPI/AAAAAAAABqU/D-ON1IUmKTA/s320/IMAG0010+Letzter+Leitz+Ordner.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507988656542553330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Paar Gedanken an Schlingensiefs trauriger (und trostloser) Abgang mit 49&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;In einer modernen Fassung&lt;div&gt;ultra ultra modern&lt;/div&gt;&lt;div&gt;ich sollte Gedichte schreiben&lt;/div&gt;&lt;div&gt;sagte sie&lt;/div&gt;&lt;div&gt;weil meine Prosa beschiessen ist&lt;/div&gt;&lt;div&gt;das sagte sie nicht&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was gehört in so einen letzten Leitz-Ordner hinnein?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;ich habe keinen Bock auf Himmel&lt;/div&gt;&lt;div&gt;sagte Schlingensief&lt;/div&gt;&lt;div&gt;und doch ist er heute von dannen gegangen&lt;/div&gt;&lt;div&gt;nicht in den Himmel&lt;/div&gt;&lt;div&gt;in den ewigen Kreislauf des Lebens&lt;/div&gt;&lt;div&gt;solange es Leben geben wird&lt;/div&gt;&lt;div&gt;schön für ihn (schön???)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;beschiessen für uns&lt;/div&gt;&lt;div&gt;verdammt, man stirbt so alleine&lt;/div&gt;&lt;div&gt;und doch stirbt mit Schlingensief&lt;/div&gt;&lt;div&gt;ein bisschen von uns allen&lt;/div&gt;&lt;div&gt;einer der traurigsten Tage meines Lebens dieser heutige&lt;/div&gt;&lt;div&gt;shit, bullshit, scheisse, &lt;/div&gt;&lt;div&gt;dieses Hinscheiden hat mir eine verlorene Träne gekostet&lt;/div&gt;&lt;div&gt;todkranke haben keinen Sinn für den Anstand der Wörter mehr&lt;/div&gt;&lt;div&gt;dass diese welchen hatten, ist meine allerneueste Entdeckung&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Eine todernste Angelegenheit&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-1010504241023172343?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/1010504241023172343/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=1010504241023172343' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1010504241023172343'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1010504241023172343'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/el-el-oh-letzter-leitz-ordner.html' title='El El Oh! (Letzter Leitz Ordner)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBOgCQZlPI/AAAAAAAABqU/D-ON1IUmKTA/s72-c/IMAG0010+Letzter+Leitz+Ordner.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-531467760773173965</id><published>2010-08-21T14:30:00.008+02:00</published><updated>2010-08-21T23:30:32.356+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>die letzten Haare (noch nicht!)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TG_PJ7x3-aI/AAAAAAAABqE/GlWd8_J6Cio/s1600/die+letzten+Haare+(noch+nicht).jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 155px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TG_PJ7x3-aI/AAAAAAAABqE/GlWd8_J6Cio/s320/die+letzten+Haare+(noch+nicht).jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507848638870059426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;El El Oh!&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Letzter Leitz-Ordner&lt;div&gt;um mein Leben aufzusammeln&lt;/div&gt;&lt;div&gt;in welcher Farbe sein Umschlag?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der letzte Satz&lt;/div&gt;&lt;div&gt;das letze Wort&lt;/div&gt;&lt;div&gt;birgt in sich alle Wörter eines Tages&lt;/div&gt;&lt;div&gt;alle Wörter eines Wesens&lt;/div&gt;&lt;div&gt;alle Wörter&lt;/div&gt;&lt;div&gt;überhaupt das All&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;The Last Tape&lt;/div&gt;&lt;div&gt;sagt Becket&lt;/div&gt;&lt;div&gt;und dannach wird geschwiegen&lt;/div&gt;&lt;div&gt;what for?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;seltsam&lt;/div&gt;&lt;div&gt;die bekennenden Pessimisten sind die wahrhaftigsten Tagträumen&lt;/div&gt;&lt;div&gt;sie brauchen einen Sinn, denn sie leugnen müssen&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die letzten Gedanken?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Universum, das Aleph&lt;/div&gt;&lt;div&gt;sagt Borges&lt;/div&gt;&lt;div&gt;ein Punkt schliesst alle Punkte ein&lt;/div&gt;&lt;div&gt;alle Flächen, alle dreidimensionale Körper&lt;/div&gt;&lt;div&gt;ob es gelogen ist?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;doch, im Sinne dass jeder Punkt das Universum einschliesst&lt;/div&gt;&lt;div&gt;dass ohne diesen jenen Punkt das Universum zusammenfällt&lt;/div&gt;&lt;div&gt;wie ein durchstochener Luftballon&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Tod macht das Leben erst sinnvoll&lt;/div&gt;&lt;div&gt;das Ende beim Fussballspiel gibt dem Ganzen seinen Sinn&lt;/div&gt;&lt;div&gt;und zum Ende hin wird es spannender und spannender&lt;/div&gt;&lt;div&gt;und spannender, sagt Heidegger&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die letzten Haare?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nein, danke!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Noch nicht!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-531467760773173965?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/531467760773173965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=531467760773173965' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/531467760773173965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/531467760773173965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/nicht-die-letzten-haare.html' title='die letzten Haare (noch nicht!)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TG_PJ7x3-aI/AAAAAAAABqE/GlWd8_J6Cio/s72-c/die+letzten+Haare+(noch+nicht).jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8978244518270244593</id><published>2010-08-17T08:21:00.004+02:00</published><updated>2010-08-18T01:41:22.570+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>De Madrid al Cielo</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TGosFfYalTI/AAAAAAAABp8/N3g7cMkTZv4/s1600/Madrid+-+Juanjo+-+El+Guia4.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 256px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TGosFfYalTI/AAAAAAAABp8/N3g7cMkTZv4/s320/Madrid+-+Juanjo+-+El+Guia4.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506261967248725298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"De Madrid solo el cielo", so wird es wohl ursprünglich gewesen sein, erklärt mir, unser Mann in Madrid, Juanjo: Wenn Madrid der Rede wert sein sollte, dann höchstens in seinem Himmel. Irgendein Kluger beim Ayuntamiento wird anschließend wohl auf die Mutation verfallen sein "de Madrid al cielo", was soviel bedeutet wie: Vom Madrid in den Himmel (nach Madrid kommt nur noch der Himmel). Und dies wiederum besagt, dass die Steigerung vom Madrid Himmel zu sein hat, oder dass man vom Madrid direkt in den Himmel gelangen kann (Hemingways Kurzgeschichten unter dem Titel "Männer ohne Frauen").&lt;div&gt;Dies das Ergebnis einer gemeinsam verbrachten Nacht zwischen Juanjo (Unser Mann in Madrid), Rolf Timpert (Graphik und Abendessen) und mir (der für die Arbeit und die schlechte Laune zuständig war), sowie zwei sehr hübsche Französinnen und einige eigenen Kinder.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8978244518270244593?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8978244518270244593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8978244518270244593' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8978244518270244593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8978244518270244593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/de-madrid-al-cielo.html' title='De Madrid al Cielo'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/TGosFfYalTI/AAAAAAAABp8/N3g7cMkTZv4/s72-c/Madrid+-+Juanjo+-+El+Guia4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6610228734782415291</id><published>2010-08-15T09:46:00.006+02:00</published><updated>2010-08-22T00:30:54.151+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>El Surrogato</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBTbWW4xyI/AAAAAAAABqc/JNqMf040zdc/s1600/DSC00139+El+Surrogatito.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 178px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBTbWW4xyI/AAAAAAAABqc/JNqMf040zdc/s320/DSC00139+El+Surrogatito.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507994073597265698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 0, 0);font-size:130%;"&gt;Olégato (esta de Juanjo &lt;span style="font-size:78%;"&gt;y Carlos - la tilde&lt;/span&gt;) al futuro Surrogato&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Was macht ein in knapp dreißig Tagen werdender ex-alleinerziehender Vater, um den Verlust des ausziehenden Sohnes auszugleichen?&lt;br /&gt;Er tut das, was die Sprache vorschreibt, unterwirft sich dem Verbum, und sucht sich ein Surrogat. Der spanische Surrogato indiziert eindeutig worauf es ankommt: eine Katze muss her. Das ist das Nette an einer Multikultifamilie mit spanischen und portugieschen Wurzeln, mit französichen Pässen, einem Möchtegerne-US-Bürger portugiesischer Abstammung und hebräischen Kindervornamen: der Zwangsraum für sprachliche, ich meine, von der Sprache vorgegebenen Interpretationszwang, nimmt an Umfang zu. Und diese Erweiterung des Zwangumfanges führt nun zur Freiheit, man hat die Wahl (Ihr Diktatoren dieser Erde! Kommt her mit eurem Zwängen, euren Gesetzen, euren Richtlinien! Gibt mir die Freiheit her!).&lt;br /&gt;Welch ein Glück, dass das spanisch-portuguiesische Gato (männlich) für Katze (weiblich) steht. Dies wird meiner jetztigen Katze (männlich), die auf den Namen Mini-moche (französich für Klein-Hässlich) leider nicht hört, vermutlich hoch erfreuen, denn nun wird heute im Tierheim  einen Hausgenossen, Mitbewohner und Lebensgefährten (weiblichen Geschlechts) erworben.&lt;br /&gt;Ob dies dem Auslöser der ganzen Aktion gefallen wird, dem surrogatierten Sohn?&lt;br /&gt;Kommt wahrscheinlich auf die erwartbare Länge des verbleibenden Lebens des Surrogar-Begünstigten, seines etwas lädierten Vaters.&lt;br /&gt;Die Entscheidung ist somit gefallen, ein Surrogato, pardon EL SURROGATO muss her!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Platz für Bild des Surrogatos&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6610228734782415291?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6610228734782415291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6610228734782415291' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6610228734782415291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6610228734782415291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/el-surrogato.html' title='El Surrogato'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THBTbWW4xyI/AAAAAAAABqc/JNqMf040zdc/s72-c/DSC00139+El+Surrogatito.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7270993344003014148</id><published>2010-08-13T07:32:00.006+02:00</published><updated>2010-08-13T16:07:45.742+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='morphium ante portas'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>Kampfeslustig in den zweiten Kriegsmonat</title><content type='html'>Tag 32&lt;div&gt;Morphium ante portas, der wahre Feind jedoch verweilt intra muros und ist Teil meines Selbst, oder auch nicht? (wenn ich ihn zum Beispiel zum Teufel schicken möchte, muss ich ihn ausschliessen aus meinem Zellenverband - dies tue ich hiermit. Also: verpisst du dich, bzw. ihr euch große Arschlöcher! Sonst mache ich euch fertig!)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Morphium ante portas&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Seit nun einer Woche trage ich mit Göring eine weitere Gemeinsamkeit,  Adikte des Morphinats. Es ist eine meiner vielen Verwandlungen - wie die, die mich dazu bringt immer öfters die Tastatur auf der unrichtigen Höhe zu treffen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die erste Göringsche Gemeinschaft ist mein schändliches Übergewicht. Im Gegensatz zu Göring werde ich jedoch höchstwahrscheinlich dürr wie ein KZ-Insasse von dannen ziehen, die einzige in Freude ersehnte Nebenwirkung dieser Erkrankung (es ist hiermit das letzte Mal, das ich von meinem Krebs als Erkrankung sprechen werde - ab nun ist ein Krieg!, und ich hoffe nicht, ich bin sicher, ich werde diesen Krieg gewinnen! Ihr Schweine, mal schauen, wer wen hier fertig macht!). Erkrankt ist ein Teil meines selbst. Ich befinde mich im Kriege mit einem Spätankömmling, mit zwei sogar, mit einem Adenokarzinom namens Il Duce, und mit einem Plattenephitelkarzinom namens Adolf. Dieser letzte eine größeres Schwein, was Verwüstung angeht, er hat eine zweite Achse gebildet, unabhängig vom Duce ersonnen und erschafft, die Metastasen in meinem Gehirn, in der Wirbelsäule, in den Nebennieren.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Meine Ärtze (irgendwie zum ersten Mal im Leben, kann ich sagen: meine Ärtze, ich könnte sie auch "meine befreundete nicht mir dienstverpflichtete Generäle, Admirale und Marschälle", dies wäre korrekter jedoch umständlicher) halten den Duce für den ungefährlicheren, sagen wir so: Der Krieg ist ausschließlich gegen Adolf (das dieses Schwein nicht Adolfo heisst, legt lediglich an einer großen Zuneingung zum Vater eines meiner besten Frende) zu führen und seine zweite Achsenmächte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gestern haben wir ein Feurgefecht eingelegt, mit dem einfältigsten Gegner, meinem Tumor im Gehirn - letzter Bestrahlungstermin. Entweder haben wir ihn vernichtet oder kaltgesttellt. Wenn er seine Fresse hält für die nächsten 60 Jahre, ist es mir ziemlich gleichgültig, "Leben und leben lassen" ist ein nettes Motto. Ich hatte zwar vor 135 Jahre alt zu werden, habe hier freiwilling und uneigennützlich auf 23 Jahre meines Lebens verzichtet!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gegen den Duce wird nichts unternommen, würde nur schwächen im Kampfe gegen die Zweiten Achsenmächte. Die Ärtze, "meine befreundeten jedoch nicht ausschließlich mir dienstverpflichteten Generäle, Admiräle und Marschäle", kürzer, meine "wohlgesinnte höchstgradige und höchstrangige Frenmdenlegion, geben mir zwischen ein Paar Monaten und einem Jahr. Wie sie sich irren!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich meine zu wissen, dass sie das tun, um mich anzuzetteln, um alle meine Kräfte in mir zu provozieren, und meine letzten Reserven hervorzulocken. Aber meine letzten Reserven brauche ich noch zum Leben! Nach dem neuesten Kompromiß warten noch 60 Jahre auf mich - oh! welche Langeweile, ich in all diesen Jahren nicht alles abwehren müssen werde. Dafür benötige ich "meine letzten Reserven"! Mit Adolf und mit dem Duce werde ich mit links fertig! Schliesslich hat mich das Finanzamt MS-Innenstadt nicht fertig machen können, nicht einmal das Hauptzollamt, nicht einmal die Staatsanwaltschaft, nicht die Hauptfinanzdirektion, alles zusammen womöglich über 1 oder 2 ha groß. Und so ein pummeliger Plattenephitelfritze und ein Möchte-gerne-Mussolini im colon ascendens sollte mich um die Ecke bingen???&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7270993344003014148?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7270993344003014148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7270993344003014148' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7270993344003014148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7270993344003014148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/kampfeslustig-in-den-zweiten.html' title='Kampfeslustig in den zweiten Kriegsmonat'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-681563051721761092</id><published>2010-08-11T11:44:00.006+02:00</published><updated>2010-08-11T12:08:53.835+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>(auch) dies ist Freundschaft</title><content type='html'>&lt;div&gt;Auch über den Stierkampf liegt die soziale Rangordnung wie ein aufgespanntes Netz. Der Stierkämpfer und der Cavaleiro (der Reiter)  entspringen den Familien der Züchter. Die Forcados, die Jungs, die hier auftauchen, entstammen dem einfachen Volke, sind stets "amadores" (die aus Liebe Handelnden), und treten ohne Bezahlung auf.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie sind ein traurig-schauriges Beispiel von jener sozialen Romantik, die seit jeher so viele Heranwachsenden das Herz zum Weinen gebracht hat und die, wenn sie denn nun wirklich Institution geworden ist, uns ausnahmslos einen Einblick in die grausigsten menschlichen Abgründe ermöglicht müsste (müsste?), und die mit Sadam, Fidel Castro, Kim il Jung ein noch aktuelles Gesicht vorführen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#990000;"&gt;&lt;i&gt;So schön wie hier, kann es im Himmel doch gar nicht sein...&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#990000;"&gt;&lt;i&gt;C. Schlingensief&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#990000;"&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#990000;"&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nm7IxOgXi0o&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/nm7IxOgXi0o&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#FF0000;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-681563051721761092?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/681563051721761092/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=681563051721761092' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/681563051721761092'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/681563051721761092'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/auch-dies-ist-freundschaft.html' title='(auch) dies ist Freundschaft'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7536580026939140967</id><published>2010-08-03T21:50:00.017+02:00</published><updated>2010-08-25T00:45:43.778+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>Morphium ante portas</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THOnU3fze1I/AAAAAAAABqs/0XlpfZZoZYo/s1600/from+the+jewish+virtual+library.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 123px; height: 175px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THOnU3fze1I/AAAAAAAABqs/0XlpfZZoZYo/s320/from+the+jewish+virtual+library.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508930746140818258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Für die Therapie soll es besser sein wenn keine Schmerzen da sind. Aber was ist besser für mich? Es nütze einem nicht, dem Organismus einen kräftigerenden Wirkstoff zu ersparen und ihn dafür auf halber Kraft fahren zu lassen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Denke ich an &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Morphium&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, denke ich an Göring - restloser Verfall, Abhängigkeit, Wegfall. So lange zu leben wie möglich, aber in einem noch &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;lebenswürdigen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Zustand, dies beinhaltet notwendig die Fähigkeit sich mitzuteilen, seinen "Liebsten" etwas mitzugeben, und die Fähigkeit einiges aufzunehmen (auch von den Liebsten).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Das modernere &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Morphium&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; soll aber nichts mehr mit Göring gemeinsam haben. Ganz sanft und bedenkenlos, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;bloß&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;effektiv&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; in der Abwehr der nicht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;erlebenswerten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Schmerzen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber wenn es bis jetzt auch mit einem einfacheren Mittel ging, und wenn es auf einmal nicht mehr geht... Was kommt als nächstes?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;PS&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das obige Bild&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt; stammt &lt;/span&gt; von der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Jewish&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Virtual&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Library (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/goering.html"&gt;http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/goering.html&lt;/a&gt;). Und nicht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;ausschliesslich&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; wegen Göring, aber beschleunigt durch die Achsenmächte in mir, mein Entschluss im jüdischen Teil eines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;New&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Yorker&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Friedhofs (welchen?) begraben zu werden. Wenn ich nicht schon als Jude leben könnte, so möchte ich (obwohl Atheist) als solcher begraben werden. Ja, ich möchte meine Ewigkeit mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Baruch&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Spinoza&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; statt des promovierten Germanisten Joseph &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Goebbels&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; teilen, lieber mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Sarah&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Silverman&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; als mit den Tänzerinnen des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Moulin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Rouge&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, viel lieber mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Lenny&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Bruce&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; als mit sämtlichen Rechtsgelehrten der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Inquisition, gerne mit Bernstein und möglichst weit weg von Karajan (daher New York als unfalschester Ort)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ob ich einen aufgeklärten, unorthodoxen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Rabiner&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; finden mag, der einen Atheisten in die Reihe der Auserwählten aufnimmt?, einen Späthinzugekommenen beim Volke der 37 Gerechten (denn zu diesen geselle ich auf jeden Fall hinzu)?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7536580026939140967?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7536580026939140967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7536580026939140967' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7536580026939140967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7536580026939140967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/08/morphium-ante-portas.html' title='Morphium ante portas'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/THOnU3fze1I/AAAAAAAABqs/0XlpfZZoZYo/s72-c/from+the+jewish+virtual+library.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3598408831033524562</id><published>2010-07-29T11:09:00.008+02:00</published><updated>2010-08-13T07:30:33.128+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><title type='text'>Bye-Byeing (aus dem port.)</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;b&gt;Bye-Byeing&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;Bye-Byeing, lusitanische Wortschöpfung (aus dem modernen Portugiesischen), abgeleitet aus "dizendo adeus", welche soviel besagt wie "bis Gott!".&lt;div&gt;Ich frage mich, wer diese Begrüßung ersonnen haben mag: waren es die Gläubigen oder ein Heidnischer?&lt;div&gt;Wenn es die Gläubigen waren, warum heulen sie denn alle so, wenn sie dies &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Adios&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; wirklich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;letztmalig,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; in ihrem letzlich erdachten Sinn, besser noch: in ihrer eschatologischen Bedeutung, zu einem sagen? Wovor fürchten sie sich? Vor Gottes unermesslicher Güte?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Alles spricht dafür, dass die Schöpfung dem Wortereich der Unheidnischen entsprungen sein muss. In der Folge haben sich die Götzendiener (die, welche durch Gott zu Verdienst kommen) ihr angeeignet und  zuguteletzt haben die Ungläubigen sie wie eine eine ausgehölhlte Zitronenschale fallen lassen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Bis Gott&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Adeus" bedeutet auf Nimmerwiedersehen. Bis Einstein war eine wahrscheinliche (es nicht wahr, dass es davon nur eine geben muss) Alternative, dass man sich im einem der nächsten Wiederholungszyklus des atomaren Gesamtuniversums (auch erneut und dies gar endlos) wiederfinden würden, was wir mit Nietzsche "ewige Wiederkehr" nennen, aber eigentlich bereits ein platonischer Gedanke ist (im Phaidon oder im Phaidros?).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Seit Einstein jedoch ist glaubwürdiger geworden, dass es keine "ewige Wiederkehr" gibt. Denn weder die Zeit ist unendlich, noch die Materie ist endlich, in dem von Nietzsche gemeinten Sinne.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Zur Erinnerung: Wenn die Materie endlich ist und die Zeit undendlich, dann ist es lediglich eine Frage des Zeitpunkts bis sich ein beliebiger Zustand wiederholt. An einem einfachen Beispiel verdeutlicht: Wenn wir ein ungezinkter Würfel haben und ihn ununterbrochen werfen, ist es eben "nur eine Frage der Zeit", bis eine bestimmte Augenzahl, sagen wir die 4, fällt. Haben wir zwei ungezinkte Würfel, wird es etwas länger dauern bis eine bestimmte Kombination, sagen wir 4 und 4,  erscheint, aber irgendwann kommen, wird sie auf jeden Fall.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nehmen wir einen dritten und vierten Würfel hinzu, wird es wahrscheinlich immer länger dauern, bis eine bestimmte Würfelkombination, sagen wir alles mit 4 Augen, geworfen ist. Wir sagen dann, dass sie "unwahrscheinlicher" ist, was so nicht ganz korrekt ist. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Richard Feynman, gab in einer Vorlesung das Beispiel, dass er auf der Fahrt zum Veranstaltungsort ein Wagen vor sich hatte mit dem Verkehrszeichen NYC 9738B3. Die Wahrscheinlichkeit dass er diesen Wagen in seinem Leben - Feynman erlag soweit ich mich richtig entsinne einem Krebsleiden - überhaupt träfe, lag nahe bei Null, wobei ich mit "nahe" den räumlichen Abstand von der ersten Nichtnull-Ziffernstelle (ich liebe die deutsche Sprache! Vielleicht ist es doch kein Zufall, dass der Erfinder des "everything goes" aus dem deutschsprachigen Raum stammt) rechts vom Komma zu diesem meine. Die Wahrscheinlichkeit dass dieser Wagen mit diesem Verkehrszeichen direkt vor ihm führe, läge da schon wesentlich weiter vom besagten Komma. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wagen, der damals vor Feynman fuhr, mit jenem Kennzeichen heute bestimmte, nicht geschädigte Neuronen in meinem Gehirn beschäftigt, liegt mit 100% Sicherheit weit jenseits von Borels "universelle Wahrscheinlichskeitsschranke".&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diese Wahrscheinlichkeitsschranke besagt, dass ein Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit unterhalb eines bestimmten Wertes sinke, als nicht eintretbar gelten dürfe, will heissen: es wird niemals eintreten. Eine Wissenschaft, welche sich mit solchen Ereignissen beschäftige, gehöre nicht in eine Taxonomie der Wissenschaften, oder wenn, dann höchstens als Pseudowissenschaft. Nichtsdestotrotz ist dieser unmögliche Ereignis heute eingetreten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Borges erzählt von jenen  Metaphysikern von Tlön, die nicht die Wahrheit suchten, nicht einmal das Wahrscheinliche ("verosimil", eigentlich das, was wahr scheint, aber nicht wahr sein muss), sondern das Erstaunliche. Und derselbe Borges sagt auch, dass ein übernatürliches Ereignis, welches zweimal eintritt keine Furcht mehr einflößt.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3598408831033524562?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3598408831033524562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3598408831033524562' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3598408831033524562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3598408831033524562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/07/bye-byeing-aus-dem-port.html' title='Bye-Byeing (aus dem port.)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5968358029983977895</id><published>2010-05-16T16:20:00.006+02:00</published><updated>2010-05-17T01:12:32.662+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Griechen'/><title type='text'>PLATON - TIMAIOS</title><content type='html'>PLATON - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;TIMAIOS&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Von denjenigen, die als Männer entstanden waren, wurden alle Feiglinge und jene, die ihr Leben auf ungerechte Weise verbrachten - so lautet die wahrscheinliche Erklärung -, bei ihrer zweiten Entstehung in Weiber verwandelt. Und aus eben diesem Grunde ließen die Götter zur selben Zeit die Begierde nach der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Begattung&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; entstehen: sie schufen zwei beseelte Wesen, das eine in uns, das andere in den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Weibern&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, wobei sie das eine und das andere folgendermaßen hervorbrachten. Den Durchgang für die Flüssigkeit, dort, wo dieser das Getränk, das durch die Lunge und unter den Nieren durch in die Blase geleitet wird, in sich aufnimmt und es unter dem Druck des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Atems&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; wieder ausstößt, durchbohrten sie und verbanden ihn mit der festen Masse des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Marks&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, die sich vom Kopf durch den Nacken und das Rückgrat hinunterzieht und die wir vorhin in unserer Untersuchung als Samen bezeichnet haben. Weil dieses Mark aber beseelt ist und weil es nun einen Ausweg fand, rief es dort, wo es ausströmen konnte, lebenschaffende Begierde nach dem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Erguß&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; hervor und bewirkte dadurch schließlich das Verlangen nach Zeugung. Daher sind denn auch die Schamteile der Männer schwer zu beherrschen und selbstherrlich wie ein Lebewesen, das auf keine Vernunft hört, und sie versuchen mit ihren aufstachelnden Begierden über alles die Oberhand zu gewinnen. Bei den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Weibern&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; dagegen empfindet aus denselben Gründen das, was man als &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Uterus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; oder Gebärmutter bezeichnet und was wie ein lebendiges Wesen in ihnen ist, das Verlangen, Kinder zu gebären. Wenn es trotz der Reifezeit lange keine Frucht tragen darf, so kann es das nur schwer und unwillig ertragen; es irrt dann im ganzen Leib umher, verstopft die Kanäle der Luft und hindert das Atmen; dadurch bringt es den Leib in die äußersten Bedrängnisse und hat auch sonst mannigfache Krankheiten zur Folge, bis die gegenseitige Begierde und Liebe die beiden zusammenführen und gleichsam wie von Bäumen die Frucht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;pflücken&lt;/span&gt;; wie in eine Ackerfurche säen sie kleine Lebewesen in die Gebärmutter hinein, die so winzig sind, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;daß&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; man sie nicht sieht, und die auch noch keine Gestalt haben; diese trennen sie dann wieder ab und ernähren sie im Inneren des Leibes, bis sie groß sind; darauf bringen sie sie ans Licht und vollenden so die Entstehung der Lebewesen.&lt;br /&gt;Auf diese Weise sind die Weiber und das ganze weibliche Geschlecht entstanden; der Stamm der Vögel aber ging, indem sie anstelle der Haare Federn bekamen, durch Umgestaltung aus jenen Männern hervor, die nicht schlecht, aber von leichter Art sind und sich wohl mit überirdischen Dingen befassen, aber in ihrer Einfalt meinen, was ihnen das Auge davon zeige, das biete am meisten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Verlaß&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;. Die Tiere aber, die auf der Erde leben, entstehen aus jenen Männern, die sich in keiner Weise mit der Philosophie abgeben und auch keinerlei Betrachtungen über die Natur dessen anstellen, was sich am Himmel abspielt, und zwar darum, weil sie die Kreisläufe in ihrem Kopf nicht mehr anzuwenden wissen, sondern jenen Teilen ihrer Seele Gefolgschaft leisten, die sich in ihrer Brust befinden. Weil sie sich nur mit diesen beschäftigen, wurden ihre vorderen Gliedmaßen und ihre Köpfe infolge der Verwandtschaft mit der Erde von dieser angezogen und neigen sich zu ihr hinab; ihre Schädel wurden lang und nahmen alle möglichen Formen an, je nachdem die Umläufe bei einem jeden infolge der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Untätigkeit&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; zusammengedrückt wurden; aus dieser Ursache wurde ihre Gattung zu einer vierfüßigen oder sogar &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;vielfüßigen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, wobei der Gott den Dümmeren unter ihnen auch mehr Stützen unterlegte, damit sie noch mehr zur Erde niedergezogen wurden. Die Dümmsten aber unter ihnen, die ihren ganzen Leib völlig zur Erde niederstreckten, die brauchten überhaupt keine Füße mehr und wurden so geschaffen, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;daß&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; sie sich ohne Füße auf der Erde kriechend fortbewegten. Die vierte Gattung schließlich, die im Wasser lebt, ist aus den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Allerunverständigsten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Unbelehrtesten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; entstanden; die Götter, die diese Verwandlungen vornahmen, hielten sie nicht einmal des reinen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Atmens&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; wert, weil sie ihre Seele mit jeder Art von Fehlern unrein hielten; deshalb stießen sie sie aus dem reinen und leichten Atemholen in der Luft hinunter zum Einatmen des schlammigen Wassers in der Tiefe. So entstand das Volk der Fische und der Muscheltiere, und was sonst noch im Wasser lebt, und erhielt, entsprechend seiner abgrundtiefen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Unbelehrtheit&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; auch seinen Wohnsitz in den tiefsten Abgründen. Und so werden denn heute wie damals alle Lebewesen verwandelt, das eine in das andere, und ändern ihre Gestalt, je nachdem wie sie an Vernunft oder Unvernunft verlieren oder gewinnen.&lt;br /&gt;Und jetzt dürfen wir wohl endlich behaupten, das Ziel unserer Rede über das All erreicht zu haben. Denn so hat nun diese Welt sterbliche und unsterbliche Wesen in sich aufgenommen und ist von ihnen erfüllt, als ein sichtbares lebendiges Wesen, das selbst wieder das Sichtbare &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;umfaßt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, ein wahrnehmbarer Gott, als das Abbild des denkbaren, und ist zu diesem größten und besten, zum schönsten und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;vollkommensten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Himmel geworden, wie es keinen anderen geben kann.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;PLATON - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;TIMAIOS&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5968358029983977895?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5968358029983977895/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5968358029983977895' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5968358029983977895'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5968358029983977895'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/05/platon-timaios.html' title='PLATON - TIMAIOS'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2499654991245602039</id><published>2010-03-14T10:57:00.015+01:00</published><updated>2010-08-13T08:23:37.844+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staunen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bye-byeing'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Kierkegaard: Stimmung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;Sören Kierkegaard: Furcht und Zittern&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Und Gott versuchte Abraham und sprach zu ihm: "Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Wenn das Kind entwöhnt werden soll, so schwärzt die Mutter ihre Brust; es wäre ja schade, sähe die Brust lieblich aus und das Kind dürfe sie nicht bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Da zitterte Isaak und rief in seiner Angst: "Gott im Himmel, erbarme Dich über mich, Abrahams Gott erbarme dich über mich, habe ich keinen Vater auf Erden, dann sei Du mein Vater!"&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Wenn das Kind groß geworden ist und entwöhnt werden soll, dann verbirgt die Mutter jungfräulich ihren Busen, dann hat das Kind keine Mutter mehr.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Von diesem Tag an war Abraham alt; er konnte nicht vergessen, dass Gott solches von ihm gefordert hatte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Wenn das Kind entwöhnt werden soll, dann ist auch die Mutter nicht ohne Betrübnis.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Abraham konnte nicht begreifen, dass es eine Sünde war; und falls es eine Sünde war, so konnte er nicht verstehen, dass diese vergeben werden würde; denn welche Sünde war entsetzlicher?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;Wenn das Kind entwöhnt werden soll, dann hat die Mutter jene kräftigere Nahrung zur Hand, auf dass das Kind nicht umkommen soll.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Abraham bereitete alles zum Opfer, ruhig und mild, aber indem er sich abwandte und das Messer zückte, sah Isaak, dass Abrahams Linke sich in Verzweiflung ballte, dass ein Zittern durch seinen Körper ging - aber Abraham zückte das Messer.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Dann kehrten sie wieder heim, und Sara eilte ihnen entgegen; aber Isaak hatte den Glauben verloren. In der Welt ist darüber niemals ein Wort verlautet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-size:x-large;"&gt;Sören Kierkegaard: Furcht und Zittern&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Stimmung&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;NACHTRAG VOM 13. AUGUST 2010&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Dieser Blogeintrag wird heute zum Label "bye-byeing" hinzugefügt. Gibt ein nettes Vorwort zum Gesamtkapitel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Erst jetzt verstehe ich Kierkegaard. Wir müssen ledliglich Gott durch Natur ersetzen (das Leben, welches um zu bestehen, an sich selbst nagen muss) und alles ergibt einen Sinn!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2499654991245602039?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2499654991245602039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2499654991245602039' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2499654991245602039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2499654991245602039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/03/kierkegaard-stimmung.html' title='Kierkegaard: Stimmung'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5169168648715438021</id><published>2010-03-13T11:08:00.006+01:00</published><updated>2010-03-13T23:23:27.371+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staunen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Kierkegaards masks (too much in not enough time)</title><content type='html'>The anxiety of facing death and his flip side, the anxiety of facing a life that is finite, are both part of the human condition.&lt;div&gt;To skip the step of confronting Death (jumping into some happily-everafter immortality system) is missing out our only change to experience transcendence.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;The neuroses our corner psychotherapist treats ares mere substitutes for our real issue: being responsible for living a meaningful life on the edge of the abyss of death.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;The garden-variety neuroses are really &lt;b&gt;masks &lt;/b&gt;for our fear of death.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Strategies against the "too much possibility in a time limited self":&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Close down!&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Stay inside myself, but make it a virtue!&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Lose myself in the trivialties of life (caught up in "everydayness")&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Defiant self-creation&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Angst itself is the way out!&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;(T. Cathcart &amp;amp; Daniel Klein: Heidegger and a Hippo walk through those pearly gates)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5169168648715438021?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5169168648715438021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5169168648715438021' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5169168648715438021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5169168648715438021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/03/kierkegaards-masks-too-much-in-not.html' title='Kierkegaards masks (too much in not enough time)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7117879141626156156</id><published>2010-03-07T10:54:00.003+01:00</published><updated>2010-03-07T11:04:14.853+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staunen'/><title type='text'>Sonnen und Monde...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;Wenn sie diesen Erregungen [Liebesleidenschaft, Lust und Leid, Furcht und Zorn] die Herrschaft behaupteten, dann würde ihr Leben ein gerechtes sein. Und wer die ihm zugemessene Zeit tadellos durchlebt hätte, der würde dann, wieder heimgekehrt in die Stätte des ihm gepaarten Gestirnes, ein glückseliges und ebenbürtiges Leben führen.&lt;div&gt;Platon, Timaios&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7117879141626156156?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7117879141626156156/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7117879141626156156' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7117879141626156156'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7117879141626156156'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/03/sonnen-und-monde.html' title='Sonnen und Monde...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6073423918210508972</id><published>2010-02-26T10:57:00.005+01:00</published><updated>2010-03-02T11:24:34.281+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='existenz oder essenz?'/><title type='text'>Kierkegardsche Grüße aus dem Urlaub</title><content type='html'>Urlaubsgrusspostkarte  eines Manisch-depressiven an seinen Seelendoktor:&lt;div&gt;"Habe eine wunderbare Zeit. Wünschte mir ich wäre hier!".&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;P.S.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diese sich selbst aufdrängende, falsche, Version ist eindeutig more kierkegaardian als das Original, welches so geht:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;"... Like the manic-depressive who went on vacation and sent a note back to his psychiatrist: "Having a wonderful time. Wish I were death."&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;T. Cathcart &amp;amp; D. Klein: Heidegger and a Hippo walk through those pearly gates&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6073423918210508972?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6073423918210508972/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6073423918210508972' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6073423918210508972'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6073423918210508972'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2010/02/kierkegardsche-grue-aus-dem-urlaub.html' title='Kierkegardsche Grüße aus dem Urlaub'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3054669861923059098</id><published>2009-10-11T12:38:00.005+02:00</published><updated>2010-02-26T11:10:39.018+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='das Ich und die Welt'/><title type='text'>Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei?)</title><content type='html'>Alles hat ihr Anfang und ihr Ende (ob dies auch für das Nichts gelten mag?), das Leben, eine Gerade, die sich am Ende einer Krümmung wiederfindet, die Musik. Manchmal ist das Ende, zum Beispiel der Musik, der Grundsteinlegung eines neuen Anfangens.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3054669861923059098?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3054669861923059098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3054669861923059098' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3054669861923059098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3054669861923059098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/10/alles-hat-ein-ende-nur-die-wurst-hat.html' title='Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei?)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3215294176469945414</id><published>2009-07-30T13:50:00.001+02:00</published><updated>2009-07-30T13:51:45.571+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='black and white'/><title type='text'>Human nature: Justice vs. Power</title><content type='html'>&lt;div&gt;Chomsky meets Foucault&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.chomsky.info/debates/1971xxxx.htm"&gt;http://www.chomsky.info/debates/1971xxxx.htm&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3215294176469945414?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3215294176469945414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3215294176469945414' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3215294176469945414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3215294176469945414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/07/human-nature-justice-vs-power.html' title='Human nature: Justice vs. Power'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6301808041730879318</id><published>2009-07-30T10:28:00.006+02:00</published><updated>2009-07-30T13:49:29.072+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='black and white'/><title type='text'>Körper vs. Geist</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="font-size:7;color:#FF0000;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:48px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:100%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:13px;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" font-style: normal; font-size:16px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color:#FF0000;"&gt;W. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Bartuschat&lt;/span&gt;: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Baruch&lt;/span&gt; de &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Spinoza&lt;/span&gt;, S. 34&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:small;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Descartes&lt;/span&gt; hatte in seinen 'Meditationen de prima &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;philosophia&lt;/span&gt;' (1641) den Ausgang vom menschlichen Geist genommen und in ihm ein Prinzip zweifelsfreier &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Gewißheit&lt;/span&gt; gefunden, das in einem &lt;b&gt;Akt selbstbezüglichen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Denkens&lt;/span&gt;&lt;/b&gt; gründet. In ihm wird das Subjekt der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Selbstzgewißheit&lt;/span&gt; seines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Denkens&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;unbezüglich&lt;/span&gt; auf die Gegenstände, die es zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;erkennen&lt;/span&gt; gilt, inne und begreift sich selbst zugleich als ein denkendes Wesen, das v&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;on&lt;/span&gt; aller &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Körperlichkeit&lt;/span&gt; getrennt ist. Aus &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;deisem&lt;/span&gt; Fürsichbestehen des Geistigen hatte &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Descartes&lt;/span&gt; auf dessen &lt;b&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Substanzialität&lt;/span&gt; &lt;/b&gt;geschlossen, der ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;anderes&lt;/span&gt; Seiendes, ebenfalls vom Charakter der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Substanzialität&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;gegenübersteht&lt;/span&gt;, das Feld der Ausdehnung und damit der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Körperlichkeit&lt;/span&gt;. Für die Verhältnisbestimmung dieser beiden Substanzen zueinander (...) musste &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Descartes&lt;/span&gt; auf eine vom denkenden Subjekt &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;verschiedene&lt;/span&gt; Instanz zurückgreifen, die verstanden als &lt;b&gt;Gott&lt;/b&gt;, gleichsam als dritte und übergeordnete Substanz einen Bezug der getrennten Glieder von Denken und Ausdehnung erst herstellt.&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;(...)&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Im Ausgang von einem Endlichen bleibt das Unbedingte von der &lt;/b&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;&lt;b&gt;Bedingtheit&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt; des menschlichen Subjekts her bestimmt, das seinen defekten Ausganspunkt nie los werden kann und folglich in das Unbedingte hineinträgt, das dann vom Bedingten her gedacht wird und damit nicht als Unbedingtes.&lt;/b&gt; (...) Der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Cartesianismus&lt;/span&gt; ist für &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Spinoza&lt;/span&gt; die Variante einer &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;anthropomorphen&lt;/span&gt; Theorie Gottes&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;W. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Bartuschat&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Baruch&lt;/span&gt; de &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Spinoza&lt;/span&gt;, S. 34&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6301808041730879318?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6301808041730879318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6301808041730879318' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6301808041730879318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6301808041730879318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/07/korper-vs-geist.html' title='Körper vs. Geist'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-542870242162278276</id><published>2009-07-26T09:53:00.006+02:00</published><updated>2009-07-26T11:09:49.235+02:00</updated><title type='text'>NYT: When ‘What Animals Do’ Doesn’t Seem to Cover It</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://graphics8.nytimes.com/images/2009/07/20/science/21angier-600.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 401px;" src="http://graphics8.nytimes.com/images/2009/07/20/science/21angier-600.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="font-family:Arial;color:#000333;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="white-space: pre;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style=" color: rgb(0, 3, 51);  white-space: pre; font-family:Arial;font-size:11px;"&gt;&lt;a href="http://www.nytimes.com/2009/07/21/science/21angier.html"&gt;http://www.nytimes.com/2009/07/21/science/21angier.html&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-542870242162278276?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/542870242162278276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=542870242162278276' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/542870242162278276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/542870242162278276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/07/when-what-animals-do-doesnt-seem-to.html' title='NYT: When ‘What Animals Do’ Doesn’t Seem to Cover It'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8775056680440928966</id><published>2009-07-04T13:22:00.006+02:00</published><updated>2009-07-10T10:47:46.792+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Verstehen (Geologie, Marxismus, Psychoanalyse) und Strukturalismus</title><content type='html'>Auf einer anderen Ebene der Wirlichkeit schien mir der Marxismus auf ähnliche Weise vorzugehen wie die Geologie und die Psycohoanalyse [...]. Alle drei zeigen, dassVerstehen darin besteht, eine Art der Wirklichkeit auf eine andere zurückzuführen; dass die eigentliche Wirklichkeit niemals die offensichtlichste ist."&lt;div&gt;Levy-Strauss, Tristes Tropiques&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8775056680440928966?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8775056680440928966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8775056680440928966' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8775056680440928966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8775056680440928966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/07/verstehen-geologie-marxismos.html' title='Verstehen (Geologie, Marxismus, Psychoanalyse) und Strukturalismus'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7910038658710517036</id><published>2009-06-22T10:27:00.002+02:00</published><updated>2009-06-22T10:37:19.278+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='intra et extra ius'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutschland'/><title type='text'>Wahl der Verfassungsrichter</title><content type='html'>&lt;h1&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style=" font-weight: normal; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Derzeit: durch einen Ausschuss, dem nur zwölf Mitglieder des Bundestages angehören.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h1&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Vorschlag &lt;i&gt;Winfried &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Hassemers&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;: die Kandidaten durch einen kleinen Kreis vorschlagen, sie aber dann von allen Mitgliedern des Bundestages wählen zu lassen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i&gt;Heike Krieger&lt;/i&gt;, Richterin am Berliner &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Verfassungsgerichtshof&lt;/span&gt;: bisherige Praxis ist „verfassungswidrig“, weil sie „das Recht des Abgeordneten auf gleiche Teilhabe am Prozess der parlamentarischen Willensbildung“ verletze.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;LINKS:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/richter_bundesverfassungsgericht.pdf"&gt;http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/richter_bundesverfassungsgericht.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,630260,00.html"&gt;http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,630260,00.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7910038658710517036?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7910038658710517036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7910038658710517036' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7910038658710517036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7910038658710517036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/06/wahl-der-verfassungsrichter.html' title='Wahl der Verfassungsrichter'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8269430417086629758</id><published>2009-06-17T10:41:00.001+02:00</published><updated>2009-06-17T10:41:48.249+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='hard stuff'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blumenberg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='menschliches - Allzumenschliches'/><title type='text'>Neugier und Lobotomie</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Times New Roman'; "&gt;&lt;div style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 3px; padding-right: 3px; padding-bottom: 3px; padding-left: 3px; width: auto; font: normal normal normal 100%/normal Georgia, serif; text-align: left; "&gt;"Nietzsche hatte begonnen, jeden Willen zum Wissen durch den Verdacht des Willens zur Macht zu unterhöhlen", schreibt Sloterdijk in der Kritik der zynischen Vernunft.&lt;div&gt;Eine Fehlspur die da hinterlegt wird - und das ist der Preis der Polemik, dass sie zu viele Fehlspuren hinterlässt. Manchmal jedoch offenbart erst recht das Unmaß an Fehlspuren die Geradlinigkeit des richtigen Weges (oder anders: ein richtiger Weg kann es nur dort geben, wo es von vielen falschen nur so wimmelt).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Fehlspur Sloterdijks ist die Fehlspur die Foucault - sicherlich beabsichtigt - hinterlegt hat: hinter jedem Wissen stehe ein grosses Verbrechen, welches sich verkleiden möchte, oder politisch: Marx führt unweigerlich zu Stalin und Mao Tse Tung und Freud zwangsweise zur Lobotomie. Es ist die mögliche Deutung Goyas "sueno de la razon" nicht als Schlaf (als Abwesenheit) der Vernunft zu deuten, sondern als Traum der Vernunft ("el sueno de la razon produce monstruos" lautet der capricho). Nebenbei bemerkt: "Die Phantasie, verlassen von der Vernunft, erzeugt unmögliche Ungeheuer; vereint mit ihr ist sie die Mutter der Künste und Ursprung der Wunder" lautet Goys Kommentar zum Capricho 43.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bei Nietzsche ist Wille zur Macht Synonym für den ewigen Kreislauf der Dinge, für die absolute Bejahung, jenseits von Gut und Böse.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;NOTEN:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es gibt tatsächlich eine kluge Vermutung, Goyas "sueno" als Schlaf sei ironisch gemeint, in Wahrheit habe Goya gewusst, dass der Traum größere Schäden anrichte als der Schlaf. Die Figur Napoleons und die von Goya porträtierten Greuel der bonapartistischen Kreuzzüge lassen diese Interpretation zu. Eine Vorstudie zum Capricho 43 trägt den Titel "El idioma universal", ein Projekt Condorcets (der Traum der Aufklärung: eine Sprache, die alles präzise sagt) und eine Satire Jonathan Swifts (bei einer Übertragung eins zu eins, müssten wir mit einem gefüllten Sack ins Kaffeehaus um eins zu eins auf ein Tee hinweisen zu können - wollten wir ihn verkaufen? oder gar trinken? oder lediglich nach dem Preis anfragen?).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diese Überlegungen führen auf die erst recht wichtigere Spur, auf Blumenbergs Metaphorologie: es gibt Gedanken (Thesen, Theorien, Schulen) die sich verselbständigen und Allgemeingut eines ganzen Kulturkreises werden (es ist ein gesamtsoziales Werk, der Tod des Autors).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;... Auch Nietzsches Gedanke des Willens zum Wissen als Neugier zum Wissen, welches zum Willen zur Macht als Wunsch zur Macht führt, ist eine metaphorologische Deutung.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;QUOTES&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="line-height: 19px; font-family:-webkit-sans-serif;font-size:13px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-small;"&gt;„Alles geht, alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="font-family:-webkit-sans-serif;font-size:85%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="line-height: 19px; font-size:10px;"&gt;F. Nietzsche: Also sprach Zarathustra&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8269430417086629758?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8269430417086629758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8269430417086629758' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8269430417086629758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8269430417086629758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/06/neugier-und-lobotomie.html' title='Neugier und Lobotomie'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3365930506171269193</id><published>2009-06-07T10:15:00.003+02:00</published><updated>2009-06-07T10:22:52.013+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='semiotics'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='hard stuff'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Universelle Wahrscheinlichkeitsschranken I</title><content type='html'>&lt;div&gt;Sprache ist schwammig, im wörtlichsten Sinne.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir gehen mit ihr über eine beliebige Menge und nehmen davon von ganz wenig, bis zum letzten Tropfen auf. Das Aufgsaugte erhält dann ein phonetisches Ensemble und voila: eine Menge wurde geboren.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Denn Sprache muss alles nur erdenklich Sagbare auch sagen können, einschließlich der Feststellung, dass wir nicht alles sagen werden können, und einschließlich der Unmöglichkeit alles erdenkliche denken zu können - geschweige denn zu sagen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;LINKS:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universelle_Wahrscheinlichkeitsschranke"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Universelle_Wahrscheinlichkeitsschranke&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Universal_probability_bound"&gt;http://en.wikipedia.org/wiki/Universal_probability_bound&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3365930506171269193?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3365930506171269193/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3365930506171269193' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3365930506171269193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3365930506171269193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/06/universelle-wahrscheinlichkeitsschranke.html' title='Universelle Wahrscheinlichkeitsschranken I'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2183463954642651414</id><published>2009-05-26T11:13:00.002+02:00</published><updated>2009-05-28T02:33:30.641+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Flexibler Mitarbeiter gesucht</title><content type='html'>&lt;h2&gt;Flexibler Mitarbeiter gesucht…&lt;/h2&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wer mag wohl dieser flexible Mitarbeiter sein? Was muss er bringen? Was haben wir uns unter einem un-flexiblen Mitarbeiter vorzustellen, und warum wird er ausdrücklich aus der Suchanfrage ausgeschlossen?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Definitionsmäßig hat der Anstellende einen Anspruch auf Erfüllung seiner Vorgaben, soweit diese gesetzlich zulässig sind. Dazu bedarf es keines flexiblen Mitarbeiters, das bringt das Anstellungsverhältnis von sich aus.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Flexibler (biegsamer) Mitarbeiter ist also der Mitarbeiter der stets geduckt läuft, und zwar in einer Haltung, die das Gesetz nicht mehr für rechtens erachtet.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der flexible Mitarbeiter, der biegsame, ist der Mitarbeiter, der auch jenseits des gesetzlich Zulässigen mitmacht. Er schert sich um die Arbeitsbedingungen und um die (gesetzlich festgelegte) Bezahlung. Der flexible Mitarbeiter, bringt sich um sein eigenes Recht für Geld (weniger Geld und weniger Rechte als ihm das Gesetz gewährt). Höchstwahrscheinlich wird er meinen, dass es dies tun muss (um seine Kinder durchzubringen, den Strom zu bezahlen, usw.), und sicherlich wird er recht haben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der unflexible Mitarbeiter bleibt also auf der Straße, und nicht nur er. Auf der Straße bleiben bedeutet ausgeschlossen zu werden, oder sich zu den Ausgeschlossenen hinzuzugesellen, kurzum: nicht dazugehören dürfen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Solange „flexible Mitarbeiter“ gesucht werden, ist es noch gut bestellt um die Gesellschaft. Flexibilität ist dann der Schlüssel zur bittersten Notbeseitigung, der noch gangbar ist. Jenseits dessen beginnt das Unzumutbare, der Gang zur Zerstörung (des Selbst oder des Fremden).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ganz schlimm wird es, wenn die Flexibilität nur noch zum Schein, als stabilisierendes Element, figuriert (denn „flexibel“ könnte auch bedeuten, die eigene Tochter auf den Strich zu schicken, oder seinen Neffen eine Anstellung als Drogenkurier zu vermitteln). Dann staut es in der Gesellschaft, und das Ergebnis sehen wir regelmäßig in den Unruhen in den Pariser Vororten, in den geplünderten Kaufhäusern Nord- und Südamerikas, in den Amok-Läufern in nordeuropäischen und nordamerikanischen Schulen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Flexibilität kann auch über „Selbstausbeutung“ sich entladen – natürlich gibt es keine „Selbst-Ausbeutung“, das Selbst kann sich nie ausbeuten, es verausgabt sich lediglich, Selbstausbeutung ist das Wort, welches die nationalen Akademien sich ausgesucht haben, um eine Diskrepanz zu benennen zwischen dem, was die Gesellschaft als „gegeben“ hinstellen möchte – die Mindestrechte, die jedem Bürger angeblich zustehen – und dem, was „faktisch“ vorhanden ist. Nicht ohne Grund sind es die „Ausgeschlossenen“ die ihre Pariser Basaren rund um die Uhr geöffnet halten, um jeden Cent mitzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Flexibilität hilft nicht, wenn man weit weg vom Schuss ist, und irgendwo an der Küste Nordafrikas auf einen Motorboot nach Südeuropa schielt. Der geographische Ausschluss (stirb doch Hause, du Arsch!) lässt sich nur über die Generationen überbrücken (einfacher allerdings vor Schengen).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2183463954642651414?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2183463954642651414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2183463954642651414' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2183463954642651414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2183463954642651414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/05/flexibler-mitarbeiter-gesucht.html' title='Flexibler Mitarbeiter gesucht'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6832946365734465610</id><published>2009-05-26T00:06:00.003+02:00</published><updated>2009-05-26T01:20:51.451+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='semiotics'/><title type='text'>das Zeichen</title><content type='html'>Semiotics, das Ding vom Zeichen. Das Zeichen: etwas, was für etwas anderes steht (weil dieses sich von selbst nicht sagen kann).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6832946365734465610?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6832946365734465610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6832946365734465610' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6832946365734465610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6832946365734465610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/05/das-zeichen.html' title='das Zeichen'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-1671536192903211361</id><published>2009-05-25T23:55:00.005+02:00</published><updated>2009-05-26T00:22:10.778+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='semiotics'/><title type='text'>Was soll es denn bedeuten? (Ludwig Wittgenstein)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;"Das was 1cm&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-small;"&gt;3&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt; Wasser wiegt, hat man '1 Gramm' genannt. - Ja, was wiegt er denn?"&lt;/span&gt;&lt;div&gt;Ludwig Wittgenstein, Philosophische Grammatik&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-1671536192903211361?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/1671536192903211361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=1671536192903211361' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1671536192903211361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1671536192903211361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/05/das-was-1cm-3-wasser-wiegt-hat-man-ein.html' title='Was soll es denn bedeuten? (Ludwig Wittgenstein)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-117241725210563305</id><published>2009-05-12T11:22:00.004+02:00</published><updated>2009-06-07T10:09:15.099+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Politik und Unwahrheit - Ist doch nur ein Spiel, Kinder!</title><content type='html'>&lt;h1&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Politik und Unwahrheit&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h1&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Die Wahrheit ist uns abhanden gekommen, besser: es ist inzwischen allgemein bekannt, dass es keine Wahrheit gibt (Gottseidank wird von einigen klugen Köpfen hinzugefügt – denn da wo die Wahrheit noch in Worte gefasst wurde, wurde sie alleine vom Herrscher, bzw. seinem Beauftragten, einer Minderheit also, stets ausgesprochen und nie diskursiv ermittelt). Um dies herauszufinden, benötigen wir weder Nietzsche, der dies&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;Wahr manisch verkündet hat, noch Wittgensteins Theorie der Sprachspiele – („das Sprechen einer Sprache ist Teil einer Tätigkeit, oder einer Lebensform“, nicht Wahrheit wird mitegeteilt, sondern Sinn hergestellt), noch überhaupt der gesamten geschichtlichen Weisheit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Aber zwischen der Wahrheit und der glatten Lüge (eine Lüge, die spurlos durchgeht, keine Risse hinterlässt und eine Lüge, die zugleich sich durch ein Ausrutschen des Belogenen auszeichnet) liegen unzählige Welten des Möglichen: man muss also, nicht immer lügen, wenn es heißt die Wahrheit nicht zu sagen. Wenn systematisch die Lüge die Oberhand gewinnt, heißt es Vorsicht nehmen: wir sind dann im Reich der Illusionen – und wir leben eine Illusion aus (was an sich nichts verwerflich wäre, als ob es an sich etwas „verwerfliches“ gäbe). Traurig dabei könnte es nur sein, dass wir das eine Leben, was wir als Illusion ausleben, vielleicht auch anderes gestalten könnten – womöglich mit einem viel größeren Ausstoß an körpereigenen Endorphinen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Die Wahrheit ist für die Politik stets als Sprosse auf der Leiter nach oben, nicht &lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;cursus honorum &lt;/i&gt;sondern &lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;illudo ergo domino &lt;/i&gt;,stets etwas, was gemacht wird, und viel weniger etwas, das gesagt wird („tue, was ich sage, und sage nicht was ich tue“). Anderes kann Politik, das Leben in unfreiwilliger Gemeinschaft, gar nicht gedacht werden. Die Wahrheit wäre doch stets die, und hier wäre ein Rückgriff auf Nietzsche wohl angebracht, dass Leben in der Polis stets bedeutet „leben trotz“, des „überleben vor“ und des „warum eigentlich nicht?“: Eine winzige bessere Ausbildung für meine Kinder, ein unvermeintlich sozial bedeutungsloses Saphir an die Liebste, eine etwas bessere Mahlzeit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Man müsste, wenn man denn könnte, die Politiker nicht an der Wahrheit messen, sondern in einer Skala, die am obersten Rande „Unverschämtheit“ und am untersten „mit der Gnade, die mir das menschliche Dasein per se vermittelt“ beschriftet werden könnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ob es ein Unterschied denn gäbe zwischen der cäsarischen „politischen Unwahrheit“ und unserer, der „spätbürgerlichen“, modernen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Zunächst der, dass die der Kaiser selbst, die Wahrheit schafft, indem er sie „sagt“. Die Dichotomie ist nicht Wahrheit und Lüge, sondern Wahrheit und Unterwerfung. Auch der kaiserliche Sklave, der Hausphilosoph, die Ehefrau und die Hetäre oder Konkubine, andere Ethnien und Bewohner anderer Landschaften werden ihre eigenen jeweiligen „Wahrheiten“ gehabt haben, aber wenn kaiserliche und unkaiserliche Wahrheit aneinandergeraten sind, wurden deren mehr an „Wahrheit“ nicht ermittelt – dies war eine Erfindung der Inquisition – sondern eine setzte sich durch, ausnahmslos mit Gewalt (möge sie auch unterwürfig dahergekommen sein, wie die christliche Wahrheit).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Der Kaiser selber währte solange, bis die „Masse“ darin die sinnvollste und effektivste Verkörperung der kollektiven Wünsche erblickte. Ab dem Augenblick, wo der Kaiser das Bild des „mehr“ nicht weiter bedienen könnte (mehr Land, mehr Frauen, mehr Getreide, mehr Wein, mehr Spiele und mehr Brot, mehr Sicherheit, mehr kollektiver Aufstieg) war sein Untergang besiegelt. Dies übrigens ist die Parallele die Hitler, Mussolini und sämtliche Diktatoren des 20 Jahrhunderts wohl erahnt haben: das Tausendjährige Reich, die Kolonialreiche, die „Fascien“ (die Gebündelten). Sämtliche Imperatoren, imperieren solange bis die Masse gewähren lässt, solange bis sie darin ihr sinnvollstes Fortkommen erblickt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt; &lt;/span&gt;Das ist der zweite große Unterschied: wenn die imperatorische Wahrheit nur noch als Aberglaube wahrgenommen werden konnte, musste der Imperator selber dran glauben – und hierin gleichen sich die römischen Kaiser ebenso sehr, wie sämtliche faschistische Harlekins des 20. Jahrhunderts und sämtliche nicht-faschistische Diktatoren. Die Verkörperung der Massenhoffnung wurde dann vernichtet, und zwar meistens körperlich. Der moderne, der spätbürgerliche Politiker muss nicht mehr physisch dran glauben. Auch er „erfindet“ Wahrheit wie geschmiert, aber er hat keine öffentliche Scham mehr, er legt den Dolch nicht mehr an sich selber an, greift nicht mehr zum Schierlingsbecher. Er dankt ab, zieht von dannen, kommt zurück in die beschützende „Masse“.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Wenn Imperatoren und Politiker Objekte der Öffentlichkeit (das modernere Wort für „Masse“) sind, dann muss an der Öffentlichkeit selbst etwas geschehen worden sein, dass diese Wende einleitet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Wir könnten den Wendepunkt an der Inquisition ansetzen (es gibt eine Wahrheit, und diese Wahrheit lässt sich herausholen, wenn nötig auf dem Scheiterhaufen und auf der Folterkammer – dieses Bild des Teufel Bezähmung in der Folterkammer hat etwas Pathetisches und Rührendes). Und die Verankerung lässt sich gut an der ersten Menschenrechtserklärung festmachen: wenn alle Menschen gleich sind, werden meine Nachkommen mit sehr erhöhter Wahrscheinlichkeit selbst zum Götzenbild der kollektiven Träume – verständlich, dass ich meiner biologischen Nachkommenschaft nicht das Schicksal eines Nero, eines Julius Cäsars wünschen – es ist doch alles ein Spiel, Kinder! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-117241725210563305?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/117241725210563305/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=117241725210563305' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/117241725210563305'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/117241725210563305'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/05/politik-und-unwahrheit-ist-doch-nur-ein.html' title='Politik und Unwahrheit - Ist doch nur ein Spiel, Kinder!'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7689423798284233013</id><published>2009-05-10T11:15:00.001+02:00</published><updated>2009-05-26T01:00:39.819+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='crisis? what crisis?'/><title type='text'>arbeitslos (vermehrt euch und seid glücklich)</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Warum wir die Arbeitslosigkeit bitter nötig haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Arbeitslosigkeit ist die Peitsche der Ruhe im alltäglichen Betriebsleben. Andere Instrumente zur Förderung und Wahrung der Ruhe sind ein gewisser Wohlstand, u.ä. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Die Arbeitslosigkeit muss sich auf einer Ebene einpendeln, die die Wahrscheinlichkeit selbst von ihr erfasst zu werden mich daran hindert, den Job aufzugeben, um mich nach einem für mich besseren umzusehen, weil die Arbeitsbedingungen mir nicht zusagen, oder die körperliche Aura meiner Mitarbeiter oder die Augenfarbe meines Vorgesetzten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Die Arbeitslosigkeit darf jedoch nicht so wahrscheinlich sein, dass es für mich sinnvoller ist ganz aus dem Arbeitsprozess auszuscheren (um Kartoffeln und Rosinen, Schuhen und Federhalter für den eigenen Bedarf&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;herzustellen).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ist die Arbeitslosigkeit zu wahrscheinlich, die Zahl der ausreichend Unzufriedenen hat einen ausreichenden Anteil an der Gesamtgesellschaft erreicht, dass es anfängt zu knistern. Die Unzufriedenheit gewinnt irgendwann überhand und die Ausgeschlossenen schlagen zu: Hausbesetzungen, Geschäfteplünderungen, Maschinen stürmen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ist die Arbeitslosigkeit zu unwahrscheinlich (geht eher in Richtung ausgeschlossen) gibt es für den Beschäftigen keinen Anlass sich einen unfreundlichen oder frechen Ton eines Vorgesetzen unterzuordnen. Wenn ich weiß, dass ich morgen zu nicht wesentlich schlechteren Konditionen woanders anfangen kann, habe ich keine Hemmungen bereits heute zu kündigen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ein &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;&lt;u&gt;Mangel an Arbeitswilligen &lt;/u&gt;&lt;/b&gt;führt, solange der Markt – Angebot und Nachfrage – die Fülle der Zahltüten festlegt, zu &lt;u&gt;unwilligen Arbeitnehmern&lt;/u&gt; – sie machen was sie wollen wann sie wollen. Sie werden „unerzogener“ und unproduktiver (dies ist übrigens einer der Gründe, warum in Gesellschaften, die einen Rückzug auf Subsistenzwirtschaft erlauben&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;- wo jeder für sich selber sorgen kann - die Qualität der Waren und Dienstleistung so sehr zu wünschen übrig lässt). Die besseren Waren kommen stets von „disziplinierten“ Gesellschaftsformationen&lt;a style="mso-footnote-id:ftn1" href="file:///D:/2009%20Kiss%20me%20and%20be%20happy.docx#_ftn1" name="_ftnref1" title=""&gt;&lt;span class="MsoFootnoteReference"&gt;&lt;span style="mso-special-character:footnote"&gt;&lt;span class="MsoFootnoteReference"&gt;&lt;span style="font-family:&amp;quot;Calibri&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:Calibri;mso-fareast-theme-font: minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:DE;mso-fareast-language:DE; mso-bidi-language:AR-SAfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und es ist diese geschichtliche Verbitterung an „Disziplin“, die dazu führt, dass wir dem „made in Germany“ immer noch ein unheimliches anhaftet. Zu Recht, wenn wir bedenken, dass BMW, Porsche, BASF, Krupp und all die anderen, ihr ganz großes Ding während des 1000-jährigen Reiches gedreht haben. Dass die, die Überlebenden derjenigen die dran glauben müssten, immer noch hart um Entschädigung gerichtlich kämpfen müssen, wirft ein großes Licht auf die Entfernung, die zwischen unserer Zivilgesellschaft und unserer Gesellschaftsformation liegt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ein Mangel an Arbeitswilligen führt zu &lt;u&gt;steigenden Löhnen&lt;/u&gt;. Das Bild der „Vollbeschäftigung“ ist die Horrorvision des Beschäftigenden: „Koch und Küchenhilfe zur sofortigen Einstellung gesucht“, „wir stellen ein: 10&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;Maurer, 3 Maler, 20 Unausgebildete“. Die Vollbeschäftigungsszenarien führen unweigerlich zu „netten Arbeitgebern“. Und nette Arbeitgeber sind nicht die funktionalsten Arbeitgeber – entweder man diskutiert oder man arbeitet (beides zusammen heißt Theater). Steigende Löhne sind &lt;u&gt;steigende Preise&lt;/u&gt; – solange der Markt das Regulativ ist und nicht ein 5-Jahresplan, wo man viel Geld hat, aber nichts dafür erwerben kann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Die vollbeschäftigte Gesellschaft ist eine inflationäre Gesellschaft, eine Gesellschaft der Geldentwertung. Und es ist gerade die Garantie des Geldwertes über die Gegenwart hinaus – am liebsten noch: von der Vergangenheit her über alle Zukunft hinaus, „Gib mir Gold!“ – die das &lt;u&gt;Anhäufen von Geldmengen&lt;/u&gt; erlaubt. Ich &lt;u&gt;verzichte&lt;/u&gt; auf den jetzigen Genuss, wenn ich ihn morgen einlösen kann. Das Produzieren und einlagern von „Überschüssen“ ist in einer inflationären Gesellschaft nicht sonderlich intelligent. Diese Intelligenz ist die Süße des Dandys, wie wir ihn im Stereotyp entwerfen – Hugh Hefner lässt grüßen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Der Kapitalismus ist ein Verzicht auf Sofortkonsum (allein schon im Interesse der eigenen Gesundheit), besser noch ist das Retten der von mir sofort in Konsum umsetzbaren Geldmittel in die Zukunft. Diese Überschüsse sind mein &lt;u&gt;Gründungskapital und&lt;/u&gt; mein &lt;u&gt;Finanzkapital&lt;/u&gt; (Kapital, welches ohne Arbeit, Kapital erschafft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Vielleicht bleibt nur der Schluss übrig, dass eine Gesellschaft mit Vollbeschäftigung &lt;u&gt;eine „unwahrscheinliche“ Gesellschaft&lt;/u&gt; ist, eine Gesellschaft, die &lt;u&gt;darwinistisch im Nachteil&lt;/u&gt; ist, sie wird sich weniger öfters reproduzieren können. Und, wenn wir das Bild weiter ausmalen, es sind gerade diese Nachteile, die Geschichte erzeugen. Die evolutionär benachteiligten Gesellschaftsformationen geraten dann in Bewegung, sie ziehen innerlich fort – wir nennen es dann „Fortschritt“, korrekter wäre „Fortzug“ – oder sie wandern in andere Landschaften – die Völkerwanderung der Vergangenheit sind ein buntes Beispiel und die modernen Völkerwanderungen einschließlich deren Verhinderungen ein trauriges, weil es „unsere“ Zeit ist, die wir da verpulvern. Wir erleben unsere Gegenwart stets als „traurige Geschichte“, erst die Historie verwandelt sie in Glanz und Glorie, aber dann, ist es nicht mehr „unsere“ Zeit gewesen. Das, was wir „Rom“ nennen oder „das antike Griechenland“ hat– höchstwahrscheinlich - nie stattgefunden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ein &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;&lt;u&gt;Überschuss an Arbeitswilligen&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, ein „Zuviel“ an Arbeitslosen…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Wenn Arbeit = X und Arbeitswillige = Y, dann ist Vollbeschäftigung X=Y.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Allerdings besitzt das Glück eine andere Formel, nämlich α (das Glück) = β (das was ich zum Leben benötige) + α (der Wille glücklich zu sein)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Es ist eine unmögliche Formel, denn dort wo a= a+b ist, ist nichts mehr.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div style="mso-element:footnote-list"&gt;&lt;br /&gt; &lt;hr align="left" size="1" width="33%"&gt;    &lt;div style="mso-element:footnote" id="ftn1"&gt;  &lt;p class="MsoFootnoteText"&gt;&lt;a style="mso-footnote-id:ftn1" href="file:///D:/2009%20Kiss%20me%20and%20be%20happy.docx#_ftnref1" name="_ftn1" title=""&gt;&lt;span class="MsoFootnoteReference"&gt;&lt;span style="mso-special-character: footnote"&gt;&lt;span class="MsoFootnoteReference"&gt;&lt;span style="font-family:&amp;quot;Calibri&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;mso-ascii-theme-font: minor-latin;mso-fareast-font-family:Calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin; mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:DE;mso-fareast-language:EN-US; mso-bidi-language:AR-SAfont-family:&amp;quot;;font-size:10.0pt;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Unter Gesellschaftsformation wird gemeint: die physische Gesamtmenge aller Individuen, die ein soziales Ganze bilden – einschließlich sämtlicher Asoziale. Es gehören dazu nicht nur der Arbeitender und der Arbeitsloser, sondern auch der Schmarotzer, der Ganove, der Beschäftigender.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoFootnoteText"&gt;Unter Zivilgesellschaft wird gemeint: der „konkretisierte ideelle westliche Mindestkonsens“ an Lebens- und Wohlstandsgarantien. Letztendlich nichts anderes als was stets als Wertekanon des Westens seit der Virgina Bill of Rights im Jahre…. immer wieder verkündet wird. Die Menschensrechtscharta der Vereinten Nationen, die nationalen Verfassungen der demokratischen Länder, der kategorische Imperativ und die mosaischen Gesetzestafeln (vom Ehebruch einmal abgesehen).&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoFootnoteText"&gt;Es gibt Gesellschaftsformationen ohne Zivilgesellschaft, hierzu gehören z.B. Saddams Irak, die erdölfinanzierten Familienstaaten – Staaten, die wie große Familien geführt werden – wie Vereinigte Arabischen Emiraten, Lybien. Und es gibt Zivilgesellschaften ohne Gesellschaftsformationen – wie die UNO selbst, die Fabian Society, usw.&lt;/p&gt;  &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7689423798284233013?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7689423798284233013/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7689423798284233013' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7689423798284233013'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7689423798284233013'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/05/arbeitslos-vermehrt-euch-und-seid.html' title='arbeitslos (vermehrt euch und seid glücklich)'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-1242317999188390862</id><published>2009-03-11T14:55:00.003+01:00</published><updated>2009-03-11T15:09:28.978+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='smilings'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Der Ekel und ein sanftes Lächeln...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Physisch findet Ekel dann statt, wenn die Magenwände gereizt werden. Nun gibt es aber auch Regungen, ein Bestreben, ebenfalls aus dem Bereich des seelischen Besitztums etwas auszustoßen. (...) Es ist eine Gebärde der Wegwendung. Die Grimassen bedeuten eine Verurteilung der Umgebung, eine Erledigung der Situation im Sinne einer Verwerfung&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Alfred Adler, Menschenkenntnis&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Als ich, Heranwachsender, den Ekel von Sartre (meine erste intellektuelle Begegnung mit dem Ekel) las, konnte ich mir noch mindestens das Reizen der Magenwände vorstellen; heute (auch bei der tatsächlichen Begegnung mit den menschlichen Ausdrucksformen, die jenen Affekt verursachen), bleibt nur ein Lächeln, als Andenken an jene Zeit und an jenes Reizen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-1242317999188390862?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/1242317999188390862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=1242317999188390862' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1242317999188390862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1242317999188390862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/03/der-ekel-und-ein-sanftes-lacheln.html' title='Der Ekel und ein sanftes Lächeln...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4440845508787046236</id><published>2009-02-02T11:11:00.001+01:00</published><updated>2009-02-02T11:13:28.899+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>SARTRE: L´amour comme attitude envers autrui</title><content type='html'>&lt;h2&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-fareast-font-family:&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;mso-ansi-language: FR;mso-fareast-language:DE"&gt;L´amour comme attitude envers autrui&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;J. Sartre, L´être et le néant, S. 413ff.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Nous éprouvons notre insaisissable être-pour-autrui (l´autrui comme regard) sous la forme d´une possession. Je suis possède par autrui.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;L´autrui détient un secret : le secret de ce que je suis.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Si donc je projette de réaliser l´unité avec autrui, (…) il s´agit en effet, pour moi de me faire être en acquérant la possibilité de prendre sur moi le point de vue de l´autre.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;L´amour c´est une entreprise, c´est à dire un ensemble organique de projets vers mes possibilités propres.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;L´amour veut captiver la ‘conscience’. (…) C´est de la liberté de l´autre en tant que telle que nous voulons nous emparer. (…) Le tyran se moque de l´amour : il se contente de la peur.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Celui qui veut être aimé ne désire pas l´asservissement de l´être aimé. (…) Il ne veut pas posséder un automatisme.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Et il arrive qu´un asservissement total de l´être aimé tue l´amour de l´amant.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;L´amant veut posséder une liberté comme liberté.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Nous désirons chez autrui une liberté qui joue le déterminisme passionnel et qui se prend à son jeu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Vouloir être aimé, c´est infecter l´Autre de sa propre facticité.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Vouloir être aimé, c´est vouloir se placer (…) comme la condition de toute valorisation et comme le fondement objectif de toutes les valeurs.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Je ne dois plus être vu sur fond de monde comme un ‘ceci’ parmi d´autres ceci, (…) je dois être (…) la condition même du surgissement d´un monde. Je dois être celui dont la fonction est de faire exister les arbres et l´eau.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Au lieu d´être un ceci se détachant sur fond de monde, je suis l´objet-fond sur quoi le monde se détache.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;L´aimé est regard. (…) L´amant doit donc séduire l´aimé ; et son amour ne se distingue pas de cette entreprise de séduction.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;Séduire, c´est assumer entièrement et comme un risque à courir mon objectivité pour autrui, c´est me mettre sous son regard et me faire regarder par lui, c´est courir le danger d´être-vu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Zitat"&gt;&lt;span lang="FR" style="mso-ansi-language:FR"&gt;C´est sur ce terrain que je veux engager la lutte en me faisant objet fascinant.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4440845508787046236?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4440845508787046236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4440845508787046236' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4440845508787046236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4440845508787046236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/02/sartre-lamour-comme-attitude-envers.html' title='SARTRE: L´amour comme attitude envers autrui'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-576032705757886939</id><published>2009-01-28T12:32:00.006+01:00</published><updated>2009-01-28T14:26:44.815+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='newsweek'/><title type='text'>Changing an equilibrium of corruption</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span"  style="color: rgb(54, 54, 54);  line-height: 20px; font-size:13px;"&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="color: rgb(56, 55, 51);   font-weight: bold; line-height: normal; font-family:Arial;font-size:26px;"&gt;Want to Make a Clean Break?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color: rgb(0, 0, 0);  line-height: normal; font-family:Arial;"&gt;&lt;div id="deck" class="deck" style="font: normal normal normal 1.35em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(56, 55, 51); display: block; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; line-height: 1.35em; "&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; "&gt;Ignoring Geithner's lapse may seem a small price to pay. But cutting corners is dangerous.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="articlecontent"&gt;&lt;div class="articleInfo"&gt;&lt;div class="authorInfo" style="color: rgb(71, 69, 55); font-size: 0.9em; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; margin-top: 0.6em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.3em; margin-left: 0px; "&gt;By &lt;a href="http://services.newsweek.com/search.aspx?q=Author:^&amp;quot;raymond%20fisman&amp;quot;$&amp;amp;sortDirection=descending&amp;amp;sortField=pubdatetime&amp;amp;offset=0&amp;amp;pageSize=10" style="text-decoration: none; outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; color: rgb(0, 51, 153); border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: rgb(0, 51, 153); "&gt;Raymond Fisman&lt;/a&gt; | NEWSWEEK&lt;/div&gt;&lt;div class="articleDate" style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 1.2em; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; "&gt;&lt;div class="articleUpdated" style="font-size: 0.85em; color: rgb(115, 114, 108); "&gt;&lt;span&gt;Published Jan 17, 2009&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="issueDate" style="font-size: 0.85em; color: rgb(115, 114, 108); font-style: italic; "&gt;From the magazine issue dated Jan 26, 2009&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color: rgb(0, 0, 0);  line-height: normal; font-family:Arial;"&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;In the days leading up to &lt;a href="http://www.newsweek.com/related.aspx?subject=Barack+Obama" class="related" style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; color: rgb(0, 51, 153); border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: rgb(0, 51, 153); text-decoration: none; "&gt;Barack Obama&lt;/a&gt;'s inauguration, it really has felt like the dawn of a new era in the United States. While the latest scandals—both political (Rod Blagojevich) and financial (Bernard Madoff)—continue to reverberate, the country seems eager to break with a recent past characterized by corruption and self-interest. Politics, of course, involves compromise—and by sticking with &lt;a href="http://www.newsweek.com/related.aspx?subject=Timothy+Geithner" class="related" style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; color: rgb(0, 51, 153); border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: rgb(0, 51, 153); text-decoration: none; "&gt;Timothy Geithner&lt;/a&gt; as treasury secretary, Obama has signaled his willingness to overlook an earlier lapse in judgment by his nominee in order to get the most competent person for the job. Ignoring $34,000 in missing tax payments may seem a small price to pay for rescuing the financial system. But the country needs a cultural overhaul, and to bring it about Obama must set the right tone and example from the start.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;That's because corruption tends to be an all-or-nothing affair. If you look at corruption levels around the world, you'll notice that relatively few countries are halfway corrupt. One is generally part of a bribe-paying culture or one isn't. To understand why, imagine the difficulty of paying bribes in an otherwise law-abiding nation. Odds are it won't be long before you try to shake down the wrong person and find yourself in prison or a social outcast. Where corruption is the norm, the logic flips—you may well get in trouble if you refuse to play along. Moreover, a culture of corruption can throw one's own moral compass off course. "Everyone is doing it" has served as an effective rationalization for everything from accounting sleight-of-hand to options backdating. When everyone else is cheating the system, it's all too easy to go along.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;This kind of social "tipping" is called an equilibrium phenomenon: communities that are otherwise similar can end up with very different outcomes (either corrupt or uncorrupt) just by tipping in one direction or the other. Once the tipping starts, it feeds off its own momentum.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color: rgb(0, 0, 0);  line-height: normal; font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;Changing an equilibrium of corruption—or of anything else—is extremely difficult because it's so costly to be the odd person out. As a result, everyone has to make the switch all at once. Imagine what would happen if a country tried to switch from driving on the right to driving on the left through gradual change. Mismatched expectations about the rules of the road would quickly lead to chaos, fender benders and even a reversion to the old "equilibrium" by the few early left-siders.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;What all this means is that change requires a clean and visible break with the past, not incremental efforts. Most people, even those living under the most corrupt of regimes, would like to switch to the corruption-free equilibrium. But given their circumstances, they go along with whatever those around them are doing. Convince them that society is going to tip against corruption and they'll happily go along with that as well.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;The change may be difficult, but not impossible. Perhaps the new administration can take inspiration from the transformation of &lt;a href="http://www.newsweek.com/related.aspx?subject=Bogota" class="related" style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; color: rgb(0, 51, 153); border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: rgb(0, 51, 153); text-decoration: none; "&gt;Bogotá&lt;/a&gt; in the early 1990s. At the time, the city was the murder capital of the world and still reeling from the legacy of Pablo Escobar and the drug wars of the previous decade. In 1994, Bogotános elected &lt;a href="http://www.newsweek.com/related.aspx?subject=Antanas+Mockus" class="related" style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; color: rgb(0, 51, 153); border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: rgb(0, 51, 153); text-decoration: none; "&gt;Antanas Mockus&lt;/a&gt;, a former philosophy professor, to bring order to this landscape of urban chaos.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;Once in office, Mayor Mockus quickly sprang into action, stationing mimes at the city's busiest intersections. Yes, mimes. His vision for taming the law-breaking drug lords of Colombia included the hiring of a group of theater students wearing white face paint and tights to help to enforce traffic rules. This quickly became participatory street theater, as the mimes gave out "thumbs down" cards to civilians that they could flash at rule breakers. In a matter of months, the fraction of pedestrians obeying traffic signals reportedly jumped from 26 percent to 75 percent. Indeed, the program proved so popular and effective that Mockus hired 400 more mimes to extend the long arm of mimicry to the rest of the city. The mayor's genius was in recognizing that writing harsher laws or hiring more gun-toting policemen would be futile when confronted with a law-breaking culture. Instead he enabled Bogotá's citizens to make change themselves.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;Bogotá today remains a city transformed and has proved how short-term efforts at cultural change can yield long-lasting impacts. It's a lesson well worth keeping in mind in coming weeks, when U.S. leaders have the opportunity to set a public example for the nation. Of course, America is not nearly as rotten as Bogotá was—it's afflicted with a culture of self-interest, not complete lawlessness. But many of its current problems—from Wall Street and Motor City executives looking for handouts to irresponsible lending in the subprime market to self-serving politicians—have their roots in an ethos of doing for oneself rather than for country. If those in the White House continue to cut corners, why should everyday citizens believe there's anything wrong with lining their own pockets? It's very possible that Geithner's tax blunder was an honest mistake. But in trying to shift a what's-in-it-for-me culture to one of civic-mindedness, beliefs and expectations matter just as much as reality, and Obama must take a stronger stand on ethical lapses in the future.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="color: rgb(0, 0, 0);  line-height: normal; font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;&lt;em&gt;Fisman is co-author of “Economic Gangsters: Violence, Corruption and the Poverty of Nations” and the Lambert Family Professor of Social Enterprise at Columbia Business School.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font: normal normal normal 1em/normal Georgia, sans-serif; color: rgb(54, 54, 54); line-height: 1.6em; margin-bottom: 1.4em; "&gt;&lt;em&gt;© 2009&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-576032705757886939?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/576032705757886939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=576032705757886939' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/576032705757886939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/576032705757886939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/01/changing-equilibrium-of-corruption.html' title='Changing an equilibrium of corruption'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4410375130116361060</id><published>2009-01-22T11:05:00.010+01:00</published><updated>2009-01-28T12:20:36.607+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='menschliches - Allzumenschliches'/><title type='text'>Rod Blagojevich, Gouverneur of Illinois</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;DER SPIEGEL: Stadt der Gangster&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="  font-weight: bold; line-height: 16px;font-family:Arial;font-size:12px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"   style="  font-weight: bold; line-height: 16px; font-family:Arial;font-size:12px;"&gt;An den Meistbietenden wollte der Gouverneur des Bundesstaats Illinois, Rod Blagojevich, den frei gewordenen Senatssitz des gewählten Präsidenten verschachern. Die Affäre ist typisch für die korrupte politische Kultur in Obamas Heimat Chicago. Wie konnte er in diesem Sumpf Karriere machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Rod Blagojevich, Governeur von Illinois&lt;div&gt;Korruptions- und Amtsenhebungsverfahren&lt;/div&gt;&lt;div&gt;RB wollte die Ernennung des frei werdenden Sitzes Obamas im US-Senat verkaufen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Senate Candidate 5&lt;/span&gt;", &lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Jesse Jackson Jr&lt;/span&gt;., soll RB versprochen haben ihm eine halbe Million Dollar zu besorgen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Chicago politics&lt;/span&gt;":&lt;br /&gt;Politik al sMittel der persönlichen Bereicherung hat in Chicago Tradition: immer schon berühmt für ihre Gangster (Al Capone), korrupte Politiker und käufliche Gewerkschaftler.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Obama, konnte das Partei-Establishment umgehen, weil er seine Karriere in &lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Hyde Park&lt;/span&gt; begann, einem multikulturellen, linken Viertel im Süden Chicagos.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die korrupte politische Kultur Chicagos habe Obama allerdings nie aktiv bekämpf, "Obama und viele andere Politiker aus Illinois weichen dem Problem nur aus " (Don Rose, demokratischer Politikstratege und seinerzeit Presseprecher von MLK).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: rgb(255, 0, 0);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;LINKS&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/68/83/dokument.html?titel=Stadt+der+Gangster&amp;amp;id=62603886&amp;amp;top=SPIEGEL&amp;amp;suchbegriff=stadt+der+gangster&amp;amp;quellen=&amp;amp;qcrubrik=natur"&gt;http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/68/83/dokument.html?titel=Stadt+der+Gangster&amp;amp;id=62603886&amp;amp;top=SPIEGEL&amp;amp;suchbegriff=stadt+der+gangster&amp;amp;quellen=&amp;amp;qcrubrik=natur&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.newsweek.com/id/180057"&gt;http://www.newsweek.com/id/180057&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4410375130116361060?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4410375130116361060/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4410375130116361060' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4410375130116361060'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4410375130116361060'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/01/rod-blagojevich-gouverneur-of-illinois.html' title='Rod Blagojevich, Gouverneur of Illinois'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3380014987219588700</id><published>2009-01-20T12:43:00.007+01:00</published><updated>2009-01-22T11:49:32.113+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Colours'/><title type='text'>(über) Leon de Winter: "ein knallharter Opportunist"</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" white-space: pre; font-family:Arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;sich sonnend im historischen Glanze...&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;20. Januar 2008 – der erste „nicht-weiße“ Weltpräsident wird sein Amt gegen 18:00 CET antreten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;In der Hautfarbe liegt “das Wesentliche dessen, was sich am 20. Januar vollziehen wird“, behauptete &lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;Leon de Winter&lt;/span&gt; in einem in der Welt veröffentlichen Artikel über Obama, dort mit der Zeile „ein knallharter Opportunist“ betitelt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Wären es lediglich Behauptungen, könnte man gewiss damit leben, sogar, wenn die Befürchtung besteht, dass ihnen verdammt viel Wahrheit zukommt. Denn, um sämtliche Hürden, die dem Amt des – immer noch – Weltpräsidenten vorgelagert sind, politisch zu überleben wird man höchstwahrscheinlich nicht mit weißer Weste durchgestartet, geschweige denn angekommen sein, erst recht nicht „in der Welt des ‚radical chic‘ in Illinois“.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Aber die nicht gerade brillantesten Sätze des Leon de Winter sind auch eine „Beklagung“ der modernen Besonnung im historischen Glanze, einen Schwarzen zu wählen, ist eine wohlfeile Gelegenheiten, „zu reichlich billigem 'historischen' Gefühl zu gelangen: Wer einen unbekannten und unerfahrenen Schwarzen einer oder einem erfahrenen Weißen vorzieht, beweist sich und der Welt seine moralische Erhabenheit.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt; &lt;/span&gt;Obama, verfüge „&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;"&gt;über die richtige Ausstrahlung, die richtige Rhetorik, und er ist ein bisschen schwarz [&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;….], sieht aus wie ein kultivierter Mensch, […] ist dunkelhäutig, aber nicht schwarz (ein Mann mit richtiger Haut wäre niemals so weit gekommen)“. Wow!, Leon!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Ob er,&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;„als der am weistesten links orientierte Präsident der amerikanischen Geschichte, ein konservatives Land regieren“ kann?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;An manchen Stellen drängt sich die Hoffnung auf, de Winter hätte jetzt endlich die Lager gewechselt und sei zur Vernunft gekommen – indem er seine literarischen Befähigungen freundlicherweise zur Verfügung stellt, um die Absurditäten mancher Konservativen klarer herauszuschälen, wie in folgender Kostprobe: „&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;"&gt;Abermillionen Menschen auf der Welt sind seinem Stil, seiner Rhetorik (bzw. der Rhetorik Axelrods), der Ruhe, die er ausstrahlt (man stelle sich vor, er könnte mal wütend werden und plötzlich das Gesicht des „angry black man“ zeigen!),&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;,. Oder diese, die offensichtlich dem Arsenal republikanischer Wahlpropaganda entnommen wurde: Obama halte die Arbeiten, „die er während seines Studiums an der Harvard und der Columbia University geschrieben hat, sorgsam unter Verschluss, weil er offenbar fürchtet, sie “ könnten ihm bei dem Versuch, seine linksradikalen Jahre zu verschleiern, hinderlich sein.“ &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Doch, Fehlalarm! Leon de Winter gehört weiterhin zu jener Sorte Literaten, die den Beweis führen, dass politische Klugheit keine notwendige Bedingung von schriftstellerischem Erfolg ist, wohl aber eine hinreichende, um einfältige Meinungen über den Äther zu verbreiten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;"&gt;„Faszinierend“ findet er vor allem, „dass die Welt den knallharten Opportunisten dringender benötigt als den sanften Propheten“.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;"&gt;Halleluja!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;"&gt;P.S.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;span style="mso-fareast-language:DE"&gt;Es ist nicht wahr, dass das Fußvolk, von welchem der „sanften Propheten“ McCain sich auf die Präsidentenbühne heben lassen wollte, zum angenehmsten auf diesem Planet gehört. Und vielleicht, sollte Leon de Winter bedenken, dass der Prophet erst recht angesichts der rassistischen Ausfälle seiner Wählerschaft („ist ein Araber“, usw.) seine Sänfte und seine wahre Größe offenbart hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;LINKS&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom: 12.0pt;margin-left:0cm"&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2964174/Ist-er-nur-ein-begnadeter-Opportunist.html"&gt;http://www.welt.de/welt_print/article2964174/Ist-er-nur-ein-begnadeter-Opportunist.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3380014987219588700?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3380014987219588700/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3380014987219588700' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3380014987219588700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3380014987219588700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/01/sich-sonnend-im-historischen-glanze.html' title='(über) Leon de Winter: &quot;ein knallharter Opportunist&quot;'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5894134598434205335</id><published>2009-01-08T02:02:00.018+01:00</published><updated>2009-01-09T13:56:45.043+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>CLAUDE LÉVI-STRAUSS:Entropologie und die klaffenden Risse in der Mauer der Notwendigkeit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SWdHY47sxtI/AAAAAAAABeQ/E4jq82QYAV0/s1600-h/2008-10-21+001Pr%C3%A4gepapier.jpg"&gt;&lt;img style="text-align: justify;float: left; margin-top: 0px; margin-right: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px; " src="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SWdHY47sxtI/AAAAAAAABeQ/E4jq82QYAV0/s320/2008-10-21+001Pr%C3%A4gepapier.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5289274780295153362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="FR"  style="  ;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;CLAUDE LÉVI-STRAUSS: Traurige Tropen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;"&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Die Welt hat ohne den Menschen begonnen, und sie wird ohne ihn enden&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;. Die Institutionen, die Sitten und Gebräuche, die ich mein Leben lang gesammelt und zu verstehen versucht habe, sind die vergänglichen Blüten einer Schöpfung, der gegenüber sie keinen Sinn besitzen, es sei denn vielleicht den, dass sie es der Menschheit erlauben, ihre Rolle in dieser Schöpfung zu spielen. Abgesehen davon, dass diese Rolle der Menschheit keinen unabhängigen Platz verschafft und dass dasBemühen des Menschen – auch wenn es zum Scheitern verurteilt ist – darin besteht, sich vergeblich gegen einen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;universellen Verfall&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-size: 8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;zur Wehr zu setzen, erscheint der Mensch selbst als eine Maschine – vollkommener vielleicht als die übrigen –, die an der Auflösung einer ursprünglichen Ordnung arbeitet und eine in höchstem Maße organisierte Materie in einen Zustand der Trägheit jagt, die immer größer und eines Tages endgültig sein wird.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Seitdem der Mensch begonnen hat, zu atmen und sich zu ernähren, seit der Entdeckung des Feuers bis zur Erfindung atomarer und thermonuklearer Verrichtungen, hat er – außer wenn er sich fortpflanzte – nichts anderes getan, als unbekümmert Milliarden von Strukturen zu zerstören, um sie in einen Zustand zuversetzen, in dem sie sich nicht mehr integrieren lassen. Ohne Zweifel hat er Städte gebaut und Felder bestellt; aber letztlich sind auch diese Dinge nur Maschinen, dazu&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;bestimmt, Trägheit zu produzieren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;, und zwar in einem Rhythmus und in einem Verhältnis, die weit größer sind als die Menge an Organisation, die diese Städte und Felder voraussetzen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Was die Schöpfungen des menschlichen Geistes betrifft, so existiert ihr Sinn nur in Bezug auf ihn selbst, und sie werden im Chaos versinken, sobald er erloschen sein wird. So dass sich die ganze Kultur als ein Mechanismus beschreiben lässt, in dem wir nur zu gern die Chance des Überlebens sehen möchten, die unser Universum besitzt, wenn seine Funktion nicht darin bestünde, das zu produzieren, was die Physiker Entropie und wir Trägheit nennen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Jedes ausgetauschte Wort, jede gedruckte Zeile stellt eine Verbindung zwischen zwei Partnern her und nivelliert die Beziehung, die vorher durch ein Informationsgefälle, also durch größere Organisation gekennzeichnet war.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Statt Anthropologie sollte es „&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Entropologie&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;“ heißen, der Name einer Disziplin, die sich damit beschäftigt, den&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Prozess der Desintegration in seinen ausgeprägtesten Erscheinungsformen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;zu untersuchen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Dennoch existiere ich. Sicher nicht als Individuum; denn was bin ich in dieser Hinsicht anderes als der Einsatz im Kampf zwischen einer Gesellschaft, welche aus Milliarden von Nerven unter dem Termitenhügel des Schädels besteht, und meinem Körper, der ihm als Roboter dient?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi- font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Weder die Psychologie noch die Metaphysik, noch die Kunst können mir Zuflucht sein, Mythen, die von nun an, auch von innen her, einer Soziologie neuer Art unterworfen sein können, die eines Tages entstehenund sie nicht freundlicher behandeln wird als die alte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Das Ich ist nicht allein hassenswert; es hat auch keinen Platz zwischen einem Wir und einem Nichts.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Und wenn ich mich letztlich für dieses – wie auch immer scheinhafte – Wir entscheide, so deshalb, weil mir, will ich mich nicht selbst zerstören – eine Tat, welche die Bedingung der Entscheidung aufheben würde –, nichts bleibt, als eine Wahl zwischen diesem Schein und dem Nichts zu treffen, so dass ich durch eben diese Wahl meine menschliche Lage ohne Vorbehalt auf mich nehme: Indem ich mich von einem intellektuellen Hochmut befreie, dessen Eitelkeit ich an der seines Gegenstands ermessen kann, bin ich auch bereit, seine Ansprüche den Anforderungen unterzuordnen, welche die Befreiung einer großen Masse von Menschen stellt, denen die Möglichkeit einer solchen Wahl seit jeher verweigert wird. Sowenig das Individuum in der Gruppe und eine Gesellschaft unter den anderen allein ist, sowenig auch ist der Mensch allein im Universum.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Wenn der Regenbogen der menschlichen Kulturen endlich im Abgrund unserer Wut versunken sein wird,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;;mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;dann wird – solange wir bestehen und solange es eine Welt gibt – jener feine Bogen bleiben, der uns mit dem Unzugänglichen verbindet, und uns den Weg zeigen, der aus der Sklaverei herausführt und dessen Betrachtung dem Menschen, auch wenn er ihn nicht einschlägt, die einzige Gnade verschafft, der er würdig zu werden vermag: nämlich&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi- font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;den Marsch zu unterbrechen, den Impuls zu zügeln, der ihn dazu drängt,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi-font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;die klaffenden Risse in der Mauer der Notwendigkeit &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;einen nach dem anderen zuzustopfen und damit sein Werk in demselben Augenblick zu vollenden, da er sein Gefängnis zuschließt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;; jene Gnade, nach der jede Gesellschaft begehrt, wie immer ihre religiösen Vorstellungen, ihr politisches System und ihr kulturelles Niveau beschaffen sein mögen; jene Gnade, in die sie ihre Muße, ihr Vergnügen, ihre Ruhe und ihre Freiheit setzt; jene lebenswichtige Chance, sich zu entspannen, loszulösen, das heißt die Chance, die darin besteht – lebt wohl, Wilde! lebt wohl, Reisen! –,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:8.0pt;mso-bidi- font-family:&amp;quot;Georgia&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;mso-fareast-Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-Times New Roman&amp;quot;;mso-fareast-language:DEfont-family:&amp;quot;;font-size:11.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;in den kurzen Augenblicken, in denen es die menschliche Gattung erträgt, ihr bienenfleißiges Treiben zu unterbrechen, das Wesen dessen zu erfassen, was sie war und noch immer ist, diesseits des Denkens und jenseits der Gesellschaft: zum Beispiel bei der Betrachtung eines Minerals, das schöner ist als alle unsere Werke; im Duft einer Lilie, der weiser ist als unsere Bücher; oder &lt;/span&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;in dem Blick – schwer von Geduld, Heiterkeit und gegenseitigem Verzeihen –, den ein unwillkürliches Einverständnis zuweilen auszutauschen gestattet mit einer Katze&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;"&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="  ;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:x-large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt;Claude Lévi-Strauss&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-size:8.0pt;color:black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:verdana;"&gt; in: Traurige Tropen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5894134598434205335?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5894134598434205335/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5894134598434205335' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5894134598434205335'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5894134598434205335'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2009/01/claude-levy-strauss-entropologie-und.html' title='CLAUDE LÉVI-STRAUSS:Entropologie und die klaffenden Risse in der Mauer der Notwendigkeit'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SWdHY47sxtI/AAAAAAAABeQ/E4jq82QYAV0/s72-c/2008-10-21+001Pr%C3%A4gepapier.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-9133335625510344900</id><published>2008-12-11T11:15:00.004+01:00</published><updated>2008-12-11T11:33:20.247+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='wie wir wurden was wir sind'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blumenberg'/><title type='text'>Die Tränen des Jesse Jackson</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SUDooeO2mUI/AAAAAAAABdY/G-5VBzkLHC0/s1600-h/39014-Election_Reax_Jackson_NY118.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 238px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SUDooeO2mUI/AAAAAAAABdY/G-5VBzkLHC0/s320/39014-Election_Reax_Jackson_NY118.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5278474545285994818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Wenn ich mir die Wahl unseres Präsidenten vor Augen führe, um das bewegendste &lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt; &lt;/span&gt;Bild auszuwählen, würde ich keine Minute überlegen: das Gesicht des tränenüberströmten Jesse Jackson bei der Anhörung der Siegesrede von Barack Obama in Chicago.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nachträglich erklärte Jackson das „majestätische“ Aussehen Obamas und die „Erinnerung an all jene Märtiyrer und Ermordeten, deren vergossenes Blut diese Nacht erst möglich machten“, hätten ihn um die Fassung gebracht.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zur Erinnerung: Jesse Jackson ist nicht nur der Reverend einer Baptistenkirche, der es selbst zum Präsidentschaftskandidat gebracht hat. Jesse Jackson ist auch der Mann, der im Balkon an der Seite Martin Luther King stand, als im April 1968 die tödlichen Schüße auf den Bürgerrechtler fielen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auf dem einen Auge sind es sehr persönliche Tränen, die da flossen. Auf dem anderen jedoch, und das ist es, was uns allen angeht, sind es &lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;"&gt;die Tränen der Welt&lt;/span&gt;, die wir erblickten. Es sind gewiss &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;auch&lt;/b&gt; Tränen der Freude, des lange Ersehnten und endlich Erlangten, des Realität gewordenen Traumes (ursprunglich stand hier „unendlich ersehnt", meinend dieser Traumgedanke liege eine Ewigkeit zurück, aber &lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt; &lt;/span&gt;wenn ich bedenke daß Obama &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;der einzige derzeitige schwarze Senator&lt;/b&gt; ist und wenn ich bedenke, dass er überhaupt der fünfte schwarze in der Geschichte des US-Senats ist und wenn ich zugute letzt mir in Erinnerung hole, dass &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;der erste Schwarzer im US-Senat&lt;/b&gt; seinen Dienst im Jahre &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;1870&lt;/b&gt; antrat…).&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es sind aber auch und vor allem Tränen der Angst und der Trauer. Der Traum, der Wirklichkeit geworden, ist der Traum, der nicht weiter geträumt werden kann, ist &lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;der verlorene Traum&lt;/i&gt;. Und – verdammt, ich bin wirklich kein Pessimist – an Obama verlieren wir einen unserer letzten Träume, dass irgendeiner daherkommt, dazu mit dem Nimbus des lange von Vorurteilen umgebenens versehen, und uns rettet.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„We will get there“ sprach Obama in seiner Siegesrede. „We will get there“, sagte MLK in seiner letzten öffentlichen Rede. „We will get there“, hören wir als erstes von Moses beim Anblick des versprochenen Landes.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die moderne Philosophie lehrt uns vorsichtig zu sein mit diesen Versprechungen. Allzu oft kristalisieren sich in ihnen die Träume einer ganzen Generation, einer ganzen Ethnie, der ganzen Menschheit. Die römischen Kaiser nicht als Herrscher eines enormen Imperiums aber als Opfer der Unverwirklichbarkeit einer allgemein Projektion. Es gibt diese Insel der Glückseligkeiten höchstvermutlich nicht, mehr noch, ihre Wirklichkeit ist undenkbar, gäbe es sie, wären sie nicht, was sie sind. Wir werden sie nie erreichen, aber wir sollten nie aufhören nach ihnen zu suchen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wir werden nirgends ankommen, weil wir kein Ziel haben, anders: der Weg ist das Ziel. Aber wir werden laufen müssen und der Weg, den uns das Ergebnis dieser Wahl geebnet hat, ist angenehmer zu gehen als die Wege davor. Abraham Lincoln sagte eines Tages „Wer im Leben kein Ziel hat verläuft sich“, es ist wichtig zu wissen, dass diese Ziele nicht gottgegeben, sondern menschengemacht sind, es ist wichtig zu wissen, dass sich ein jeder sein eigenes Ziel setzt und seinen eigenen Weg geht. Die Ankündigung des „we will get there“ ist persönlich umzumünzen: „You will get there“, was eine Lüge ist, aber man kommt weiter, wenn man sich daran hält.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;TOPOI&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Robert de Niro: diese Unerfahrenheit&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;Sarah Silverman: Barack in hebrew means lightening&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Honest Abe: Wer im Leben kein Ziel hat verläuft sich&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Spiegel: „Lange ist es her, dass die Welt zuletzt eine solche Projektionsfläche besaß“.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;Barack Obama:&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;if there is anybody out there, who still doubt&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;Barack Obama: It´s been a long time coming&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;US – Senat: bis heute ganze 5 schwarze Senatoren&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Jesse Jackson:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;LINKS:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/African_Americans_in_the_United_States_Congress"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;http://en.wikipedia.org/wiki/African_Americans_in_the_United_States_Congress&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language:EN-US"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-9133335625510344900?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/9133335625510344900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=9133335625510344900' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/9133335625510344900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/9133335625510344900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/12/die-trnen-des-jesse-jackson.html' title='Die Tränen des Jesse Jackson'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/SUDooeO2mUI/AAAAAAAABdY/G-5VBzkLHC0/s72-c/39014-Election_Reax_Jackson_NY118.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5790792295070415965</id><published>2008-11-10T01:50:00.001+01:00</published><updated>2008-11-10T01:54:37.951+01:00</updated><title type='text'>Turbo, Gambling &amp; der neue Präsident</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal"&gt;&lt;span style="font-size:16.0pt;"&gt;Turbokapitalismus, Gambling und unser neuer Präsident&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal"&gt;&lt;span style="font-size:16.0pt;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" align="right" style="text-align:right;tab-stops:48.5pt"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;&lt;span lang="EN-US"  style="mso-ansi-language:EN-US;font-size:9.0pt;"&gt;Everybody knows the good guys lost&lt;br /&gt;Everybody knows the fight was fixed&lt;br /&gt;The poor stay poor, the rich get rich&lt;br /&gt;Thats how it goes&lt;br /&gt;Everybody knows&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" align="right" style="text-align:right;tab-stops:48.5pt"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;&lt;span lang="EN-US"  style="mso-ansi-language:EN-US;font-size:9.0pt;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt; &lt;/span&gt;(Leonard Cohen)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language: EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Alle Welt redet von der Krise des Kapitalismus, aber ist es „wirklich“ eine Krise? Ein Zeichen der Ungesundheit gar?&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;Ein Symptom? Ein Unfall? Ein Vorbote des Ablebens gar?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Nein! Das, was derzeit meistens mit „Finanzkrise“ gemeint wird, ist ein Ausdruck der Stärke des Kapitalismus, seiner überbordenden Gesundheit. Und es ist dieses Übermaß&lt;span style="mso-spacerun:yes"&gt;  &lt;/span&gt;an Gesundheit, welche zum Problem geworden ist.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Es ist bekannt, dass ein Überschuss des Glückszustandes selbst zum „Problem“, zum Unglück wird – in der Drogentherapie läuft es unter dem Stichwort Junkie-Effekt. Verkürzt besagt es folgendes: Glück besteht in der Überwindung des Unglücks. Es gibt kein Glück „an sich“, kein „glücklich sein“, sondern eine Überwindung eines unangenehmen Zustandes – welches wir nicht Unglück nennen, aber welches unfraglich aus einem Mangel entsteht (verdammt, man merkt wohl, dass ich zuviel von Alfred Adler zuletzt gelesen habe!). Junkie-Effekt, weil die Produktion des ewigen (abrufbaren) Glückzustandes, welche dem Junkie vor dem Entzug (oder Ableben) zur Verfügung steht, zu einem Zustand der Normalität wird, zum Normalfall. Der Junkie kann dieses Hindern der Glückempfindung dadurch umgehen, dass er zu einer höheren Dosis greift, die ein erneutes Katapultieren aus dem „Normalzustand“ ermöglicht und ihm einen neuem „Kick“ verschafft. Es gibt da allerdings ein kleines Problem: der liebe Gott, hat seinerzeit nicht daran gedacht, dass der Verzehr aus dem Apfelbaum des Glücks zu einem Dauerzustand werden könnte. Dass aus der Aufforderung sich über die Welt zu verteilten und zu vermehren notwendigerweise ein permanentes Angebot an Äpfeln entstehen wurde. Und folglich, hat uns der liebe Gott nicht mit einem Organismus ausgestattet, welches in der Lage ist ein gerade erreichtes Glückzustand unmittelbar anschließend erneut zu superieren (wir lassen es hier unbemerkt, dass auch die liebe Umwelt, diese ewige Überbietung gar nicht zulassen kann – Leben ernährt sich bekannt aus sich selbst und mehr Leben bedeutet mehr Tod!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Greift nun diese Analogie wirklich auf &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;unsere&lt;/b&gt; Gesellschaft? Ich vermute – ein Pessimist hätte er hier „fürchte“ gewählt – sie greift nicht nur auf unsere, sie greift auf jede Gesellschaft.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Wenn es einer Gesellschaftsformation – auf welcher Ebene auch immer, von der Gesellschaft, die in einer Ehe begründet wird bis zu unserer heutigen globalisierten Welt - „zu“ gut geht, &lt;b style="mso-bidi-font-weight:normal"&gt;muss&lt;/b&gt; sie um erneut oder weiterhin glücklich zu sein, Unglück produzieren (Herstellung eines erneuten Mangels). Da eine Gesellschaf t per definitionem aus einem „vielen“ besteht, führt dies unweigerlich dazu dass die Sozien nun auf unterschiedlichen Unglücksleveln schweben. Und hier fangen die Probleme an, jeder hat seine spezielle Überwindung des Unglücks (für manchereiner ist die Herstellung des vorangegangenen Zustandes das Glück während für den anderen gerade deren Besiegelung zuständig war). Für die Mutter eines ausgehungerten Säuglings gilt eine andere Überwindung des Unglücks als für einen einfachen Eingestellten eines transnationalen Grosskonzerns.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Wenn ich diese Analogie weiter ausspinne (ich sage mir wirklich, dass ich sie ähnlich einer Spinne ausfädele, und bin mir bewusst, dass ich sie bei zwei unterschiedlichen Spinnvorgängen zwei unterschiedliche Spinnmuster erzeuge) komme ich zu folgendem:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Unsere globalisierte Gesellschaft, der es insgesamt verdammt gut gehen könnte, besteht auf die Erzeugung des Unglücks. Diese unsere globalisierte Gesellschaft scheint, einem Ameisenhaufen ähnlich, ein lebendiges, organisches Bewusstsein, zu besitzen, welches von selbst – ohne unser persönliches Zutun – dafür sorgt, dass stets neues Unglück produziert wird, als Quelle des neuen Glücks.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Nun hat Amerika unseren neuen Präsidenten gewählt und meine Freude war unermesslich und ich muss eingestehen, dass ich nicht in der Lage war der Müdigkeit nachzugeben, bevor es zweifelsfrei stand, dass wir durch waren und wir unseren ersten schwarzen Präsidenten hatten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="tab-stops:48.5pt"&gt;Leider haftete meiner Freude den Beiklang einer anständigen Trauer, unser Präsident wird versagen, er wird unsere Hoffnungen nicht verwirklichen können, weil sie nicht zu verwirklichen sind. Wir erwarten von ihm Unmögliches, und die Verwirklichung von Unmöglichem ist bekannt nur den Göttern gegönnt. Ich hoffe, für unseren ersten schwarzen Präsidenten, dass er um das Schicksal unserer Helden bescheid weiss und Abhilfe für die Zeit nach der Euphorie eingeplant hat. Da er bekanntlich ein guter Jurist geworden ist, glaube ich dass er das Beste aus unserer Sache mit Anstand und Lässigkeit schon drehen wird, auch wenn wir stets an der Kippe des Untergangs schaukeln.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5790792295070415965?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5790792295070415965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5790792295070415965' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5790792295070415965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5790792295070415965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/11/turbo-gambling-der-neue-prsident.html' title='Turbo, Gambling &amp; der neue Präsident'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-787675886996627475</id><published>2008-10-28T10:09:00.001+01:00</published><updated>2008-10-28T10:09:53.552+01:00</updated><title type='text'>the Swingin´Fritz (on Martin Walser)...</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Times New Roman'; "&gt;&lt;div style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 3px; padding-right: 3px; padding-bottom: 3px; padding-left: 3px; width: auto; font: normal normal normal 100%/normal Georgia, serif; text-align: left; "&gt;Mensch, eigentlich sollte meine morgentliche Spiegel-lektüre der Aufspannung eines neuen Tages dienen!&lt;div&gt;Na ja, ein Paar Gedankenfetzen zur Musik und Genealogie kann auch nicht schaden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Also, dieser swingin´Fritz, der besagte Martin Walser, behauptete in "Capital", Heinrich von Pierer, der frühere Vorstands- und Aufsichtsratschef von Siemens, sei "in den Medien mehr oder weniger zur Hinrichtung präpariert worden, ohne das wirklich etwas nachzuweisen ist". Der arme! Der Schriftsteller Walser hätte auch "angestellt" an Stelle von "nachzuweisen" schreiben können, wenn er denn gewollt, wenn er denn gekonnt, wenn er denn gewusst hätte. Aber der swingin´Fritz ist einer, der von nichts weiss, und wenn er doch etwas weiss, ist er sich sicher, dass er es nicht hätte wissen müssen, und dass für ihn gilt, dass er jenseits von Schuld und Sühne ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dieser swingin´Fritz ist übrigens derselbe, der "nachdem er die bittere Erfahrung gemacht hatte, dass auch Schriftsteller ihre Einnahmen versteuern müssen" (Der Spiegel), beklagte "ich wusste seit einiger Zeit schon, dass dieser Staat ein Raubstaat ist. Da habe ich es dann zu spüren bekommen. Es gibt Kollegen, die sind wegen solcher Überlegungen in die Schweiz gezogen." Der arme!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dieser morgentlichen Spiegellektüre verdanke ich doch mein melankolisches Lächeln, dass ein alter Mann eine sehr traurige Figur abgeben kann, nicht nur über ihn, sondern über uns, über diese Welt.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-787675886996627475?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/787675886996627475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=787675886996627475' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/787675886996627475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/787675886996627475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/10/swinginfritz-on-martin-walser.html' title='the Swingin´Fritz (on Martin Walser)...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7091588287152208041</id><published>2008-08-31T14:22:00.007+02:00</published><updated>2010-02-26T11:11:59.221+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='das Ich und die Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='silences and sadnesses'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Unendliches und Winziges'/><title type='text'>out of the hot ... into the cool</title><content type='html'>&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Cold&lt;/span&gt; War, Kalter Krieg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Der einzige Weg zur &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;restlosen&lt;/span&gt; Befreiung des Menschen", behauptete 1960 &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Nikita&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Chruschtwshow&lt;/span&gt;, Nachfolger , Stalins im Kreml sei der Weg des Kommunismus.&lt;br /&gt;Der damalige US-Präsident John F. Kennedy hielt dagegen: "Die Zukunft gehört denjenigen, die sich für die Freiheit des Einzelnen einsetzen."&lt;br /&gt;Es läuft mir einen kalten Schauder über den Rücken, wenn ich daran denke, dass es mir einst bei der ersten Behauptung wärmer im Herzen war als bei der zweiten Vermutung.&lt;br /&gt;Nicht dass es mir inzwischen die "Freiheit des Einzelnen" wichtiger sei als die "restlose Befreiung des Menschen" (was irgendwie eine Personenverdichtung von Freud, Marx und Nietzsche voraussetzen würde). Es ist lediglich so, dass sich in der Nähe der Apologeten der "Freiheit des Einzelnen" besser, leichter, angenehmer leben lässt als in der der Bahnenträger der "restlosen Befreiung des Menschen". Es ist eine Umkehrung der Vision des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Aufklärers&lt;/span&gt; Goyas, als er Titel für den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Capricho&lt;/span&gt; "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;El&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;sueno&lt;/span&gt; de &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;la&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;razon&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;produce&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;muenstros&lt;/span&gt;" ersann (der Schlaf - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;el&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;sueno&lt;/span&gt; - der Vernunft produziert Monster"), vielleicht erahnend, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;daß&lt;/span&gt; auch der Traum - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;el&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;sueno&lt;/span&gt; - der Vernunft Monster auf die Welt setzen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;NOTES&lt;/span&gt;:&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Gil&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Evans&lt;/span&gt;: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Out&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;of&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;the&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;cool&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Gil&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;Evans&lt;/span&gt;: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Into&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;the&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;hot&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Spiegel 25/2008&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7091588287152208041?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7091588287152208041/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7091588287152208041' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7091588287152208041'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7091588287152208041'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/08/out-of-hot-into-cool.html' title='out of the hot ... into the cool'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4572874869880352726</id><published>2008-08-03T02:09:00.003+02:00</published><updated>2008-08-03T02:13:32.781+02:00</updated><title type='text'>FREUD: on fading...</title><content type='html'>&lt;em&gt;die ältesten Kindheitserlebnisse [sind] nicht mehr als solche zu haben. sondern [werden] durch `Übertragungen´ und Träume (...) ersetzt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;em&gt;Siegmund Freud, Die Traumdeutung, S. 195&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4572874869880352726?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4572874869880352726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4572874869880352726' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4572874869880352726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4572874869880352726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/08/freud-on-fading.html' title='FREUD: on fading...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4247734144897498125</id><published>2008-07-01T15:32:00.005+02:00</published><updated>2008-07-04T10:45:54.502+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='smilings'/><title type='text'>WILLIAM GREY: Douglas Gasking´s Proof</title><content type='html'>(1) The creation of the world is the most marvellous achievement imaginable.&lt;br /&gt;(2) The merit of an achievement is the product of (a) its intrinsic quality, and (b) the ability of its creator.&lt;br /&gt;(3) The greater the disability (or handicap) of the creator, the more impressive the achievement. (4) The most formidable handicap for a creator would be non-existence.&lt;br /&gt;(5) Therefore, if we suppose that the universe is the product of an existent creator, we can conceive a greater being - namely, one who created everything while not existing.&lt;br /&gt;6) An existing God, therefore, would not be a being than which a greater cannot be conceived, because an even more formidable and incredible creator would be a God which did not exist. Ergo,&lt;br /&gt;(7) God does not exist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Douglas Gasking&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;quoted: Richard Dawkins: The God Delusion, 107 f&lt;br /&gt;William Grey. "Gasking's Proof". Analysis 60.4, 2000, 368-370&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4247734144897498125?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4247734144897498125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4247734144897498125' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4247734144897498125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4247734144897498125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/07/douglas-gaskings-proof.html' title='WILLIAM GREY: Douglas Gasking´s Proof'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5382609318558847074</id><published>2008-06-27T13:04:00.007+02:00</published><updated>2009-03-15T03:32:49.957+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together; silences and sadnesses'/><title type='text'>STOP STONING</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5216518527966024114" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_mmrsUU4m61A/SGTL9n-okbI/AAAAAAAAAyg/14gTXjIPNEs/s320/StopStoning.jpg" border="0" /&gt;IRAN&lt;br /&gt;"Der Richter wirft zuerst"&lt;br /&gt;Der Teheraner Anwalt Dschabbar Solati, 40, über die Todesstrafe für seine Mandantinnen Sohre, 27, und Asar Kabiri-Nejat, 28, die in Karadsch, westlich von Teheran, gesteinigt werden sollen&lt;br /&gt;SPIEGEL: Obwohl Iran der Europäischen Union im Dezember 2002 zugesichert hat, die Steinigungen zu stoppen, verurteilen Gerichte vor allem Frauen noch immer zu diesem qualvollen Tod. Was wird Ihren Mandantinnen zur Last gelegt?&lt;br /&gt;Solati: Beide sollen Ehebruch begangen haben. Als Beweis legte der Ehemann von Sohre dem Gericht einen Film vor, in dem die Frauen mit einem fremden Mann in einem Raum zu sehen sein sollen. Soweit mir bekannt ist, zeigt das Video keine unzüchtigen Handlungen.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Haben Sie den Film auf seine Echtheit prüfen können?&lt;br /&gt;Solati: Nein, die angeblichen Beweisaufnahmen selbst durfte ich nicht sehen.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Die Frauen sollen dafür aber schon einmal verurteilt worden sein?&lt;br /&gt;Solati: Wegen "illegaler Beziehungen" erhielten meine Mandantinnen schon 99 Peitschenhiebe. Das Urteil wurde auf dem Gelände des Gerichts vollstreckt, die Frauen kamen aber danach nicht frei. Sechs Monate später hat ein anderer Richter den Fall wieder aufgerollt.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Glauben Sie, dass Sie das Urteil noch abwenden können?&lt;br /&gt;Solati: Das hoffe ich. Auch nach iranischem Recht darf niemand für dasselbe Verbrechen zweimal verurteilt werden.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Wann wurde zuletzt in Iran eine Steinigung vollzogen?&lt;br /&gt;Solati: Vor einigen Monaten wurde bei Ghaswin ein Mann gesteinigt, weil er Ehebruch begangen hatte. Das ist der häufigste Grund für diese Todesstrafe.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Wie wird die Steinigung durchgeführt?&lt;br /&gt;Solati: Die Vollstreckung findet im Freien statt. Die Frauen sind bis zur Brust eingegraben, die Männer bis zur Hüfte. Nach Paragraf 104 unseres Strafgesetzbuchs dürfen die Steine nicht zu groß sein. Den ersten darf der Richter werfen. Er sorgt auch für einen Mindestabstand zum Opfer: Es soll nicht schon durch den ersten oder zweiten Stein sterben. Andererseits müssen die Steine so groß sein, dass sie schwere Schmerzen zufügen und die Verurteilten an inneren oder äußeren Blutungen sterben. Zuschauen darf jeder, man muss nur gläubig sein.&lt;br /&gt;SPIEGEL: Auch an Kindern wird diese Todesstrafe vollstreckt.&lt;br /&gt;Solati: Gemäß der Scharia, der islamischen Rechtsprechung, sind in Iran Mädchen mit 9 Jahren und Jungen mit 15 Jahren volljährig und damit strafmündig. Da Steinigung überwiegend bei Sexualdelikten praktiziert wird, kommt sie für Kinder eigentlich nicht in Frage. Die in Iran häufigste Todesstrafe ist das öffentliche Aufhängen, etwa an einem Baukran, und das kann auch jungen Menschen drohen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5382609318558847074?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5382609318558847074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5382609318558847074' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5382609318558847074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5382609318558847074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/06/stop-stoning.html' title='STOP STONING'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_mmrsUU4m61A/SGTL9n-okbI/AAAAAAAAAyg/14gTXjIPNEs/s72-c/StopStoning.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4828360678119484730</id><published>2008-06-26T11:04:00.004+02:00</published><updated>2008-06-26T11:28:32.506+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>DER SPIEGEL: Macht der Ohnmacht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Tibetischer Gottkönig, Friedensnobelpreisträger, spiritueller Superstar, von Chinas Kommunisten gehasst, im Westen verehrt: Der Dalai Lama, der jetzt Deutschland besucht, ist hier populärer als der deutsche Papst, der Buddhismus genießt mehr Sympathien als das Christentum. Was hat die Religion zu bieten? Und wer ist der Mensch hinter dem Klischee? Von Erich Follath, Der Spiegel 16.07.2007&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Für die InstantErleuchtung brauchen Sie eine Spritze“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versuchen Sie es zunächst mit einer Religion aus Ihrem Kulturkreis, beispielsweise mit dem Christentum, bevor Sie sich an die komplexen Rituale des tibetischen Buddhismus heranwagen“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Budhismus bedarf nicht der Organisation, der Institution.&lt;br /&gt;Dalai Lama (im Mongolischen "Ozean der Weisheit")&lt;br /&gt;"Ich bin für Sie, was Sie wollen, das ich für Sie bin"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Lhasa hatte 1959, als der Dalai Lama aus seinem Amtssitz fliehen musste, nach dessen Schätzung „etwa 30 000 Einwohner, davon 10 Ausländer“. Heute zählt die Stadt etwa 400 000 Einwohner, davon sind weit mehr als zwei Drittel „Ausländer“. Chinesen, teils zwangsgesiedelt, teils angelockt von Steuergeschenken der KP.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Kalsang Phuntsok, 43, der zornige Chef des Tibetan Youth Congress über die Tibeter: "Wir sind&lt;br /&gt;wie die Pandabären der internationalen Politik, jeder mag uns, keiner tut etwas für uns.“&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das tibetische Staatsorakel.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Geschichte um die Panchen Lamas ("kostbare Lehrer"):&lt;br /&gt;Im Mai 1995 hat der Dalai Lama in seinem indischen Exil den kleinen Jungen Gedhun Choekyi Nyima als Wiedergeburt des verstorbenen Panchen Lama erkannt (oder bestimmt, je nach Weltanschauung).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die politischen Führer der Volksrepublik China ließen den Sechsjährigen mitsamt seinen Eltern durch Geheimpolizisten aus seinem Dorf entführen und brachten ihn nach Peking. Seitdem verweigern die Behörden jede Auskunft über den Jungen. Im April 2007 hat Choekyi, der oft als&lt;br /&gt;„jüngster politischer Gefangener der Welt“ bezeichnet wurde, irgendwo seinen 18. Geburtstag gefeiert – „wenn er denn noch lebt“, wie der Gottkönig beim Interview in Dharamsala sagt.&lt;br /&gt;Wenige Monate nach der Entscheidung von 1995 ist die politische Führung der Volksrepublik selbst aktiv geworden: Sie suchte einen eigenen Panchen Lama aus. Er stammt aus demselben tibetischen Distrikt Lhari wie sein Konkurrent, ist aber das Kind zweier als zuverlässig geltenden Parteimitglieder, die den Buddhismus eher nebenbei betrieben. Um dem Prozess einen Anschein religiöser Legitimität zu geben, griffen die Machthaber auf alte tibetische Rituale zurück und ließen bei einer feierlichen Zeremonie aus einer goldenen Urne Lose ziehen – eine Weltpremiere: die Wiedergeburt von kommunistischen Gnaden.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;„Vielleicht gibt es ja bald sogar zwei Dalai Lamas, einen von Pekings Gnaden und einen, den das tibetische Volk in seinem Herzen trägt“, sagt der König-ohne-Land in seinem Exil. Und spricht dann erstmals detailliert über sein Vermächtnis: Er kann sich vorstellen, dass der nächste – der wahre – Dalai Lama außerhalb Tibets gefunden werden könnte, in der indischen Exilgemeinde, aber auch irgendwo im Westen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er gibt sich als „halber Marxist“ zu erkennen:&lt;br /&gt;„Buddhismus und Marxismus weisen gemeinsame Grundzüge auf, auch wenn das im Alltag sogenannter kommunistischer Staaten selten erkennbar geworden ist. Der Urmarxismus hat sich ernsthaft mit der Frage beschäftigt, wie man den Ertrag aus der Arbeit gerecht verteilen ann – das entspricht dem Gebot meiner Religion.“&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ein Mann wie eine Mischung aus Mahatma Gandhi, Karl Marx – und Groucho Marx. Ein weiser Clown.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4828360678119484730?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4828360678119484730/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4828360678119484730' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4828360678119484730'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4828360678119484730'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/06/der-spiegel-macht-der-ohnmacht.html' title='DER SPIEGEL: Macht der Ohnmacht'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7968435811563456993</id><published>2008-06-18T12:13:00.005+02:00</published><updated>2008-06-20T13:18:10.855+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>DER SPIEGEL: Diktatur der Unschuldigen</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wie stellen die Deutschen sich eine gute Kindheit vor? Immer mehr Eltern verzweifeln an ihren kleinen Tyrannen. Der Bestseller eines Psychologen befeuert die Debatte um die richtige Erziehung.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Spiegel 20/2008, Elke Schmitter&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ein Gespenst geht um in Deutschland. Das Gespenst trägt den Namen "Kleiner Tyrann". Es ist derart gefürchtet, dass ein Buch mit dem Titel "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" des Autors Michael Winterhoff ein Bestseller geworden ist, von der "Bild"-Zeitung in Auszügen nachgedruckt.&lt;br /&gt;Die Frage, wie Kinder zu erziehen sind und wie es gelingt, sie zu guten Erwachsenen zu machen, treibt die ganze Gesellschaft um.&lt;br /&gt;Schulmisere und Pisa-Hysterie, "Super Nanny" und das "Lob der Disziplin", Erziehungsgeld und die Förderung von Kindertagesstätten, Kinderarmut und -verwahrlosung, schließlich die Gewalt gegen Kinder und deren Gewalttätigkeit: All das sind seit Jahren verlässlich aufregende Themen. Nie gab es bei uns weniger Kinder, und nie war die Sorge um sie so groß.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine subtil apokalyptisch gestimmte Gesellschaft&lt;/strong&gt;, gebeutelt von elementaren Ängsten, befühlt am Kind die eigene Verletzlichkeit und prüft die eigene Verfassung: Wie gut (oder wie böse) sind wir "eigentlich"? Wie tauglich für die Zukunft? Und warum sind wir überfordert von einem Vorgang, der bis vor kurzer Zeit sozusagen nebenher gelang - nämlich den Nachwuchs zu erhalten und großzuziehen?&lt;br /&gt;(Nach Winterhoff) häufen sich Fälle von Kindern mit elementaren Störungen - in ihrer körperlichen Kompetenz, in ihrer sprachlichen Entwicklung, in ihrem Sozialverhalten. Nach seiner Beobachtung fällt es immer mehr Kindern schwer, zur angemessenen Zeit zu laufen, zu klettern und korrekt zu sprechen; er konstatiert Mängel in der Konzentration, in der Fähigkeit, Frustrationen zu ertragen und sich auf soziale Situationen einzustellen.&lt;br /&gt;Sprechende Einzelheiten - so die Tatsache, dass Erzieherinnen heute gar nicht mehr erwarten, ein dreijähriges Kind "sauber", also windelfrei in den Kindergarten aufzunehmen - ergänzen seinen allgemeinen Eindruck von zunehmender Überforderung bei Eltern und Kindern aus unproblematischen Milieus. Dabei bemerkt er viel Beschäftigung mit den Kindern und "ihren Problemen"; an gutem Willen fehlt es keineswegs. Etwas ist faul. Aber was?&lt;br /&gt;Kurz gesagt, &lt;strong&gt;ein Missverständnis: Die Eltern wollen Partner ihrer Kinder sein&lt;/strong&gt;. Sie gestehen ihnen mehr Freiheiten und Rechte zu, als beide Seiten brauchen und ertragen. Sie lieben sich um Kopf und Kragen, weil sie in ihren Kindern kleine, bedürftige Wesen sehen, denen sie ihre eigenen verdrängten und enttäuschten Wünsche erfüllen: nach konfliktfreiem Miteinander, nach lustbetontem Alltag, nach Entspannung und Freiheit von Zwang. &lt;strong&gt;Sie machen aus der Kindheit jene Wellness-Oase, nach der sie selbst sich sehnen. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sie &lt;strong&gt;unterscheiden kaum zwischen sich und dem Kind&lt;/strong&gt;. Wenn während einer Beratung eine Dreijährige auf den Schoß der Mutter klettert, ihr ins Gesicht greift, sie unterbricht, dann sieht Winterhoff nicht nur bei dem Kind ein Problem. Die Störung liegt auch bei der Mutter: Sie empfindet ihr Kind noch als Baby, quasi als eigenen Körperteil, eine unbewusste Fortsetzung ihrer selbst; sie mutet weder sich noch ihrem Kind jene Trennung zu, die da heißt: Mein Wille ist ein anderer als deiner. Und in diesem Moment zählt der meine.&lt;br /&gt;Das Beunruhigende an dieser Symbiose ist nicht nur ihre gemütliche Seite, sondern auch ihr Gegenteil: Denn wenn jene Phase vorbei ist, in der Kinder, wie Welpen, zutraulich und niedlich sind, leicht zu besänftigen und nicht ganz ernst zu nehmen - dann wissen sich eben jene sanften und nachgiebigen Eltern oft nicht anders zu helfen als mit harten Worten, mit rohem Zwang oder auch Gewalt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Enttäuschung, dass aus dem süßen Kleinen wie von selbst - und trotz aller Liebe - ein Tyrann geworden ist, paart sich mit der Scham, den eigenen Prinzipien untreu geworden zu sein&lt;/strong&gt;. Man möchte weder sich noch andere dabei beobachten, wie man einen schreienden Fünfjährigen an den Händen aus dem Supermarkt schleift oder dessen widerspenstige Schwester mit einem Pudding besticht, damit sie ihr Gemüse isst. &lt;strong&gt;Aus der Unschuld wird Schuld&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Die fraglos autoritäre Aufzucht, der ungebrochene Gebrauch von Zwang, ist seit den siebziger Jahren mit Überzeugung verworfen. &lt;strong&gt;Der Befehl, die Ohrfeige, die barsche Anweisung sind weitgehend tabu&lt;/strong&gt;. An ihre Stelle treten - wenn Verhandeln und Nachgiebigkeit nicht mehr das gewünschte Ergebnis erzielen - ohnmäch-tige Wut, Gezänk und Tränen bei allen Beteiligten. Warum will das Kind nicht, wie ich will? Ich habe doch alles versucht!&lt;br /&gt;Nach Ausflügen in die antiautoritäre Erziehung hat eine tiefe Verunsicherung um sich gegriffen. Gerade in Deutschland, mit seinen Lebensreformbewegungen, seinen Pestalozzi-Straßen, in diesem Mekka der Waldorf- und Montessori-Schulen, war das Interesse an Pädagogik immer besonders stark. &lt;strong&gt;Die bohrende Frage, was den Nationalsozialismus möglich machte&lt;/strong&gt;, gab ein zusätzliches Motiv, über Zwang und Selbstbestimmung nachzudenken.&lt;br /&gt;Auch &lt;strong&gt;die deutsche Romantik&lt;/strong&gt; beseelt eine Haltung, die &lt;strong&gt;das Natürliche dem Drill, das Authentische der Rolle, die Aufrichtigkeit der höflichen Lüge vorzieht&lt;/strong&gt;. Während die Franzosen bereits Zweijährige in die Vorschule schicken und sie zum manierlichen Genuss eines fünfgängigen Menüs mit abschließendem Roquefort abrichten, zögern die Deutschen den Ernst des Lebens für ihre Kleinen hinaus. Sie sind die wahren Rousseauisten - während die Nachbarn ihren Pädagogen, der das Lob der natürlichen Entwicklung sang, getrost als Nationaldenkmal unschädlich machten. Es sind die Deutschen, die Grönemeyers "Kinder an die Macht" mit Begeisterung singen.&lt;br /&gt;Winterhoffs Analyse trifft zweifellos einen Ausschnitt der Realität. Es gibt gewiss &lt;strong&gt;viele Eltern, die sich mit ihren Kindern gegen die Gesellschaft verbünden&lt;/strong&gt; - indem sie etwa der Schule vor allem mit der Angst begegnen, den Kleinen werde dort Zwang angetan und das Lernen sei "nicht kindgerecht", indem sie so die Autorität der Lehrer untergraben.&lt;br /&gt;Doch ist auch, genährt von der Pisa-Krise, die gegenteilige Tendenz zu bemerken: der Ruf nach Prüfungen, nach Kontrolle und Disziplin und die Behandlung des Nachwuchses als Investitionsobjekt: Wir geben dir größtmögliche Unterstützung, damit du durch Leistung und Benehmen zeigst, wie gut wir als Eltern sind.&lt;br /&gt;Und das kann gefährlich sein. Verwahrlosung, Ignoranz und Desinteresse, so argumentiert der dänische Familientherapeut Jesper Juul, richten weniger Schaden in Kinderseelen an als jener Narzissmus, der den Nachwuchs glücklich und erfolgreich sehen will, um sich selbst als kompetent zu erleben. &lt;strong&gt;Das gestörte Kind ist dann vor allem der Störfall der eigenen Biografie&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Juul, 60, ist eine Lichtgestalt der modernen Pädagogik und außerdem ein Mann mit Guru-Qualitäten. In Kopenhagen erteilt er Erziehungsberatung in riesigen Sälen; vor vier Jahren gründete er die Bewegung "familylab international", die Eltern praktische Hilfe geben soll**.&lt;br /&gt;Im Unterschied zu vielen Kollegen betont er nicht die Schwierigkeiten, sondern die Ressourcen der Eltern-Kind-Beziehung. &lt;strong&gt;Der selbstquälerischen Suche nach Schuld&lt;/strong&gt; setzt er &lt;strong&gt;einen gelassenen Optimismus entgegen.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Langjährige Erfahrung mit Krisen in Migrationsfamilien führte ihn zu einem Ansatz, der auf inhaltliche Normen weitgehend verzichtet: Er gibt keine Ratschläge, wann ein Kind im Bett liegen sollte, welche Disziplinierung geboten und welche verboten ist, ob und wie gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge und dergleichen gestaltet werden sollen.&lt;br /&gt;Eine patriarchal bestimmte Familie in Südosteuropa hat andere Gewohnheiten und Erziehungsziele als eine Patchworkfamilie in Schweden, und englische Eltern legen auf andere Pflichten Wert als deutsche: Es kann also nicht darum gehen, die Werte und Normen zu diskutieren, die wir als Erwachsene mit unseren Erfahrungen mitbringen - und die in unserer Gesellschaft vorherrschend sind. &lt;strong&gt;Entscheidend für die Beziehung zum Kind ist nicht die Frage, wann es hilft, den Tisch abzuräumen, und wie viel Spielzeug im Kinderzimmer liegt; entscheidend ist, dass die Erzieher ihre Wünsche authentisch vertreten&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Wenn sie mit dem einverstanden sind, was sie tun, ist Juuls Botschaft, dann werden es auch ihre Kinder sein. Und wenn sie Wege finden, ihnen ihre Liebe und Fürsorge so zu zeigen, dass sie sie verstehen, dann ist &lt;strong&gt;Erziehung&lt;/strong&gt; - immer noch kein Kinderspiel. Aber &lt;strong&gt;ein Prozess, der Spaß machen kann und der sie und das Kind verbindet.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In den praktischen Konsequenzen ist Juul oft nahe bei guten Erziehungsklassikern wie "Kinder fordern uns heraus", einem Ratgeber von Schülern des Individualpsychologen &lt;strong&gt;Alfred Adler&lt;/strong&gt;*. Anders als sein Kollege Sigmund Freud, der seine revolutionären Erkenntnisse aus einem sehr engen gesellschaftlichen Milieu gewann, blieb der Sozialist Adler &lt;strong&gt;nahe an einer gemischten sozialen Realität&lt;/strong&gt;. Auch interessierte ihn weniger die Genese traumatischer Entwicklungen als eine Verhaltenslehre der Wärme und Freiheit: Wie können Menschen, so wie sie nun einmal sind, gut miteinander umgehen? Und wie nehmen Eltern ihre Verantwortung als Erzieher wahr, ohne sich und dem Kind Gewalt anzutun?&lt;br /&gt;Seit man über Erziehung nachdenkt - und das haben bereits die Griechen getan -, kämpfen Annahmen und Beobachtung miteinander. Die Frage, ob Kinder unfertige Erwachsene sind oder Wesen anderer Art, hat jede Epoche anders beantwortet. In seiner fundamentalen "&lt;strong&gt;Geschichte der Kindheit&lt;/strong&gt;" beschreibt der Historiker &lt;strong&gt;Philippe Ariès&lt;/strong&gt; die französische Entwicklung ausgehend vom Mittelalter, da Kinder noch nicht Gegenstand sorgender Pädagogik waren, sondern mehr oder minder verhätschelte Babys, bis sie mit etwa sieben Jahren ihren Platz in der Erwachsenenwelt einnahmen - durchweg in fremden Familien, als Lehrlinge des Lebens.&lt;br /&gt;Erst die Auflösung der mittelalterlichen Gesellschaft brachte jene Veränderungen&lt;br /&gt;mit sich, die unser Zusammenleben heute noch bestimmen: Die Familie entwickelte sich von einem Ort der Organisation zu einem emotional dichten Feld; die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern wurden wichtiger und inniger. Die Schule etablierte eine Phase im menschlichen Leben, in der Gleichaltrige in einer speziellen Situation gehalten und unterrichtet wurden; eine Auffassung setzte sich durch, die Kindheit und Erwachsenenleben als Gegensätze verstand.&lt;br /&gt;Das Kind wurde ein Spezialfall des Menschen - je nach gesellschaftlicher Konjunktur eher unschuldig und schützenswert oder Objekt von Zucht und Formung.&lt;br /&gt;Gegenwärtig sind mehrere Extreme zu beobachten. Die Familie erlebt eine Renaissance, sie wird, zunehmend realitätsfern und idealisiert, als Kuschelzone gegen eine feindselige Umwelt in Szene gesetzt (zehn Minuten Werbefernsehen würden einem Marsbewohner für diesen Befund reichen). &lt;strong&gt;Das Kind ist zum Inbegriff des zu hätschelnden Privaten geworden: natürlich und bezaubernd, reich an Möglichkeiten und Kreativität. Wenn man es nur ließe, würde es ein Genie!&lt;/strong&gt; Kinderfahrkarten in der Bahn, selbstverständliche Verkitschung einfachster Gebrauchsgegenstände wie Schuhe, Anoraks, Schulranzen und Teller zu Zonen des Niedlichkeitsterrors, eine rauschende Beschäftigungs- und Belehrungsindustrie machen aus der &lt;strong&gt;Kindheit&lt;/strong&gt; einen kirmesbunten &lt;strong&gt;Wartesaal vor dem schrecklichen Ernst des Lebens&lt;/strong&gt;. So gesehen, &lt;strong&gt;scheinen wir nicht viel von unserem Alltag zu halten&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Die Idealisierung der Familie zieht auch die größten Enttäuschungen nach sich - nicht nur in Form von Trennung und Scheidung, sondern auch in der fassungslosen Erfahrung, dass so etwas scheinbar Selbstverständliches wie die Aufzucht von Kindern in einer materiell gesättigten Welt sich als heikel oder sogar schwierig entpuppt.&lt;br /&gt;Und nicht zuletzt haben Neurologie und Psychologie enorme Fortschritte gemacht, die zeigen, dass schon Säuglinge wahrnehmungsfähiger sind als gedacht. Die forschungsgestützte Einsicht, dass man Kinder zu Recht Wunder an Komplexität nennen kann, hat aus ihnen Wunderkinder gemacht, denen die Erwachsenen zunehmend befangen begegnen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Anbetung des Naturzustands und die unbewusste Trauer über das, was aus ihnen hätte werden können, halten viele Erwachsene in einer Erstarrung aus Andacht und Hilflosigkeit&lt;/strong&gt; - ein Krisensymptom. In die alte Bedenkenlosigkeit führt kein Weg mehr zurück, doch für die neue Verantwortlichkeit gibt es guten Rat.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;ELKE SCHMITTER&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;MATERIALS&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7968435811563456993?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7968435811563456993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7968435811563456993' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7968435811563456993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7968435811563456993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/06/der-spiegel-diktatur-der-unschuldigen.html' title='DER SPIEGEL: Diktatur der Unschuldigen'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6161406504089420475</id><published>2008-05-05T13:37:00.004+02:00</published><updated>2008-05-05T14:23:00.181+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Forscher entziffern die Geheimsprache des Gehirns</title><content type='html'>&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DER SPIEGEL 14/2008 vom 31.03.2008, Seite 132&lt;br /&gt;Autor: Jörg Blech&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;Die Sprache des Gehirns&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Gedankenlesen, Gedächtnispillen, Hirnprothesen - all das klingt nach Science-Fiction und wird doch in den Labors der Neurowissenschaftler bereits Wirklichkeit. Forscher stehen davor, den Code zu knacken, mit dem Ideen und Erinnerungen im Hirn verschlüsselt sind.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein seltsamer Anblick, wie Joe Tsien das größte Rätsel der Hirnforschung lösen will: Der Molekularbiologe stöpselt einer Maus ein Kabel an den Kopf und setzt das Tier sodann in einen Kasten aus Plexiglas. Die Box befestigt Tsien an einer weißen Kordel, zieht den Miniaturaufzug über eine Rolle in die Höhe - und lässt los: Einen halben Meter saust die Maus in die Tiefe; einige Lagen Küchenrolle dämpfen den Aufprall.&lt;br /&gt;"Muss es sich nicht so anfühlen, wenn man mit einem Fahrstuhl in die Tiefe rast?", fragt Tsien. Und der Mann hat noch weitere künstliche Katastrophen auf Lager. Den Luftzug durch das Flügelschlagen einer Eule simuliert der aus China stammende Gelehrte, indem er einer Maus einen Luftstoß aus einer Pressluftflasche auf den Rücken bläst: "Pfffft", macht es. In Panik huscht die Maus davon.&lt;br /&gt;Dann gaukelt der Professor vom Medical College of Georgia im amerikanischen Augusta seinem Versuchstier ein Erdbeben vor: Einen Plexiglaskasten mit einer verkabelten Maus darin drückt er dazu auf eine brummende Schüttelmaschine und lässt sie 200 Millisekunden lang vibrieren.&lt;br /&gt;"Für die Tiere sind das gravierende Erlebnisse", erklärt Tsien, 46. "Ich will enträtseln, wie sich die Erinnerungen daran in ihrem Gehirn ablegen."&lt;br /&gt;Zu diesem Zweck laufen die katastrophenerprobten Mäuse so sonderbar verkabelt herum. 96 Elektroden stecken jeweils in einem Kopf und haben direkten Kontakt mit Nervenzellen des Hippocampus - also jener Hirnregion, die als Portal der Erinnerung gilt.&lt;br /&gt;Vom Schädel führt das Kabel in die Höhe, wo es an einem mit Helium gefüllten Ballon hängt: Dank dieser Schwebekonstruktion verheddert sich das Tier nicht in der Strippe. Vom Ballon führt das Kabel schließlich zu einem Hochleistungsrechner: In Echtzeit können Tsien und seine Kollegen &lt;strong&gt;die elektrische Aktivität von bis zu 260 einzelnen Nervenzellen messen&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Dutzenden Mäusen hat Tsien bereits mit seinen Labor-Katastrophen mitgespielt. Die Nervenzellen feuerten "schnell und stürmisch" (Tsien) - und hinterließen einen Datensatz, so riesig, dass sich die Forscher zunächst keinen Reim darauf machen konnten. Nach den ersten Tierversuchen mussten Tsien und sein Kollege, der Mathematiker Remus Osan, die &lt;strong&gt;scheinbar wirren Muster &lt;/strong&gt;ein ganzes Jahr lang analysieren und analysieren und analysieren. Dann erst stand fest: &lt;strong&gt;In den Gehirnen unterschiedlicher Mäuse werden die jeweiligen Katastrophen in verblüffend ähnlicher Weise verarbeitet und abgespeichert&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;"Die mathematischen Beschreibungen dieser Muster sind alle gleich, egal ob sie von Maus A, B oder C stammen", sagt Tsien. Das aber heißt umgekehrt: &lt;strong&gt;Die Forscher können im Gehirn einer beliebigen Maus lesen&lt;/strong&gt;. Denn anhand der Muster können sie nun umgekehrt sagen: Dieses Tier hat ein Erdbeben erlebt. Oder es wurde von einer Eule angegriffen.&lt;br /&gt;"Das bedeutet", sagt Tsien, ein zierlicher Mann in kariertem Hemd und Leinenhose, "wir können in die Erinnerung der Mäuse schauen."&lt;br /&gt;Eine, die sich ebenfalls in fremden Gehirnen umschaut, ist die Psychologin Svetlana Shinkareva. Im ersten Stock des Palmetto Health Richland Hospital in Columbia, South Carolina, öffnet sie eine Tür mit der Aufschrift "Vorsicht! Starker Magnet jederzeit angeschaltet" und zeigt auf ein nagelneues Kernspin-Gerät von Siemens. In der engen Röhre liegt eine junge Probandin, die über zwei kleine Spiegel auf einen Monitor schaut.&lt;br /&gt;Kaum hat Shinkareva, 33, die Tür von außen verriegelt, setzt sich um die Testperson herum der Kernspin dröhnend in Gang. In der linken Hand hält sie einen Panikknopf; den kann sie drücken, falls sie in der Röhre Platzangst kriegen sollte. Doch die Frau liegt entspannt und sieht jetzt &lt;strong&gt;drei Wörter&lt;/strong&gt;, die auf dem Monitor auftauchen: "&lt;strong&gt;Gnade", "Sympathie", "Mitleid"&lt;/strong&gt;. Der Kernspin überwacht unterdessen jeden Winkel ihres &lt;strong&gt;Gehirn&lt;/strong&gt;s: Präzise protokolliert die Maschine, &lt;strong&gt;wo sich darin wie stark die Durchblutung verändert&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Mit diesen und anderen Versuchen bereitet Shinkareva eine neue Studie vor, in der sie &lt;strong&gt;herausfinden&lt;/strong&gt; will, &lt;strong&gt;mit welchen neuronalen Prozessen abstrakte Begriffe im menschlichen Gehirn verarbeitet und gespeichert werden&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Lehrreiche bunte Bilder des Denkorgans hat die Forscherin allerdings nicht sofort parat. &lt;strong&gt;Der Rechner im Nebenraum spuckt lediglich einen Zahlensalat aus, der ohne Hilfsmittel nicht zu verdauen ist&lt;/strong&gt;. "Ich brauche einen halben Tag, bis ich die Daten ausgewertet habe", seufzt Shinkareva, die in Moskau aufgewachsen ist und dann in den USA &lt;strong&gt;Statistik und Psychologie&lt;/strong&gt; studiert hat.&lt;br /&gt;In den vergangenen Monaten hat Shinkareva besonders viele Abende und Wochenenden am Computer verbracht. Und ihre Mühe, so scheint es, wurde mit einer Sensation belohnt: Die emsige Neurowissenschaftlerin kann nun Gedanken lesen.&lt;br /&gt;Nicht weniger geht aus jener Studie hervor, die Shinkareva kürzlich mit Kollegen der Carnegie Mellon University in Pittsburgh im Fachblatt "PLoS One" vorgelegt hat. Die Forscher hatten jeweils elf gesunden Testpersonen Zeichnungen von fünf Werkzeugen (wie Hammer oder Bohrer) und von fünf Behausungen (wie Burg und Iglu) gezeigt und unterdessen ihre Gehirne durchleuchtet.&lt;br /&gt;Dank ihrer Rechner hat Shinkareva einen Weg entdeckt, den Code des Gehirns zu entziffern. &lt;strong&gt;Denken zwei Menschen an einen Hammer, so erzeugen beide Hirne ähnliche Signalmuster&lt;/strong&gt; - dies ist der erste experimentelle Hinweis darauf, dass &lt;strong&gt;in allen Gehirnen Bilder von Gegenständen verblüffend gleich verarbeitet werden.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Eindrucksvoll bestätigt hat sich dies, als die Forscher die Versuchsbedingungen weiter erschwerten. Im nächsten Schritt versuchten sie, &lt;strong&gt;die Gedanken ihrer Testpersonen allein aus den Kernspin-Mustern&lt;/strong&gt; zu &lt;strong&gt;entschlüsseln&lt;/strong&gt;. Und siehe da: &lt;strong&gt;Mit einer Zuverlässigkeit von 78 Prozent&lt;/strong&gt; konnten sie sagen, ob der Mensch in der Röhre an einen &lt;strong&gt;Hammer oder&lt;/strong&gt; an eine &lt;strong&gt;Zange&lt;/strong&gt; dachte. Bei einem Probanden lag die Trefferquote sogar bei 94 Prozent.&lt;br /&gt;"Im Prinzip", sagt Shinkareva, "können wir anhand der Hirnaktivität erkennen, was ein Mensch gerade denkt."&lt;br /&gt;Unversehens rückt damit eine Vision näher, die &lt;strong&gt;Sehnsucht und Urangst der Menschheit&lt;/strong&gt; gleichermaßen ist: &lt;strong&gt;Gedankenlesen, Gedächtnispillen, Hirnprothesen&lt;/strong&gt; - all das scheint plötzlich in Reichweite zu kommen. Zugleich aber zeichnet sich am Horizont die Möglichkeit totalitärer Überwachung ab, wie sie George &lt;strong&gt;Orwell in "1984&lt;/strong&gt;" beschrieb: Der "Große Bruder" kontrolliert in dem Roman des britischen Autors mit Hilfe von Televisoren alle Regungen der Untertanen. Und wer auch nur im Geiste den Aufstand wagt, wird bestraft - wegen eines Gedankenverbrechens.&lt;br /&gt;Im famosen Science-Fiction-Film "&lt;strong&gt;Matrix&lt;/strong&gt;" wiederum sind fast alle Menschen an ein weitverzweigtes Computerprogramm angeschlossen: Sie leben, überwacht von einer Maschinenintelligenz, in einem künstlichen Universum, eben der Matrix. Wie ferngesteuert existieren die Menschen vor sich hin und merken gar nicht, dass sie unterjocht werden von superintelligenten Robotern.&lt;br /&gt;Schritt für Schritt wird nun in den Labors Wirklichkeit, was eben noch pure Science-Fiction war. Fast im Wochentakt berichten Hirnforscher über neue, aufregende Experimente. Anfang März etwa meldeten US-Neurowissenschaftler im Wissenschaftsmagazin "Nature": &lt;strong&gt;Aus den Hirndaten könne man auch lesen, was für ein Bild ein Mensch gerade betrachtet - ich sehe das, was du siehst&lt;/strong&gt;. Eines Tages, frohlockt der an den Versuchen beteiligte Psychologe Jack Gallant, "könnte es sogar möglich sein, den bildlichen Inhalt von Träumen zu rekonstruieren".&lt;br /&gt;Diese Durchbrüche bringen jetzt Bewegung in ein Feld, in dem bis vor gar nicht langer Zeit noch pure Ratlosigkeit herrschte. Zwar verrieten winzige Elektroden und tonnenschwere Kernspin-Geräte, welche Hirnregion gerade aktiv ist, wenn ein Mensch redet, Auto fährt oder Sex hat. Doch auf die entscheidende Frage blieb die Antwort aus: Für welche konkreten Inhalte stehen die verwirrenden Signale eigentlich?&lt;br /&gt;Das ändert sich jetzt. &lt;strong&gt;"Jeder Gedanke geht mit einem eigenen Muster von Hirnaktivität einher: mit einem jeweils einzigartigen, unverwechselbaren Gedankenabdruck"&lt;/strong&gt;, sagt John-Dylan Haynes, ein junger Neurowissenschaftler, der am Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin arbeitet und zugleich eine Gruppe am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig leitet: "Seit einiger Zeit können wir Computerprogramme schreiben, die diese Muster erkennen. Wenn man ein solches Gehirnmuster vorfindet, weiß man, was eine Person gerade denkt."&lt;br /&gt;Je mehr die Forscher solche Software ausprobieren und verfeinern, desto verblüffender ihre Ergebnisse. In noch unveröffentlichten Experimenten, sagt der US-Psychologe Marcel Just, sei er sogar einem allgemeinen Zusammenhang zwischen Gedanken und ihrem Abbild im Gehirn auf der Spur. "Wir haben eine Theorie, mit der wir das Gedankenmuster eines Wortes vorhersagen können", erklärt Just, 60, mit aufgeregter Stimme. Und etwas leiser fügt er hinzu: "Vielleicht haben wir den Code des Gehirns geknackt."&lt;br /&gt;So wie einst die Molekularbiologen James Watson und Francis Crick die Struktur des Erbmoleküls aufklärten und so die Voraussetzung für das Verständnis des genetischen Codes legten, so hoffen jetzt Tsien, Shinkareva, Haynes, Just und andere, dabei zu sein, wenn ein noch größeres Rätsel verstanden wird: Wie lautet die Sprache, mit der Gedanken und Ideen, Bilder und Erinnerungen, Freude und Trauer im Denkorgan verschlüsselt werden?&lt;br /&gt;"Das Gehirn benutzt bestimmte Regeln, um elektrische Aktivität in Wahrnehmungen, Erinnerungen, Wissen und Verhalten umzuschreiben", sagt Tsien. "Und wenn wir diesen Code einmal verstanden haben, dann können wir die ganze Information im Hirn lesen."&lt;br /&gt;Der Hirnforscher Anders Sandberg von der University of Oxford etwa meint es ernst, wenn er verkündet: "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir unsere Gehirne eines Tages auf einen Computer laden können - was uns eine Art von Unsterblichkeit bescheren wird."&lt;br /&gt;Andere Forscher stimmt das nachdenklich. Geraint Rees vom University College in London beispielsweise warnt vor einer Zukunft, in der Gedanken nicht mehr frei sein werden. In Deutschland wiederum ist es der Max-Planck-Forscher Haynes, 37, der eine breite Diskussion für überfällig hält: "Sie können sich als Forscher gar nicht auf dieses Feld einlassen, ohne die ethischen Belange zu diskutieren."&lt;br /&gt;Wären Apparaturen zum Gedankenlesen nicht in der Tat bestens geeignet, Untertanen auszuspionieren? Könnten solche Hirndurchleuchter auch Marketingstrategen dazu dienen, die Sehnsüchte und Schwächen der Konsumenten auszuspionieren und ihnen auf diese Weise das Geld aus der Tasche zu ziehen? Und würden Militärs die Verschmelzung von Mensch und Maschine nicht nutzen wollen, um kybernetische Organismen, Cyborgs, in die Schlachten der Zukunft zu schicken?&lt;br /&gt;Andererseits könnten solche Geräte auch dazu beitragen, Verbrecher der Lüge zu überführen oder kranken Menschen zu helfen. Psychologe Just hat in Pittsburgh bereits die Gehirne von zwölf Autisten im Kernspin untersucht. Er sagt: "Wir wollen verstehen, ob Denkvorgänge bei Autisten anders ablaufen als bei Gesunden."&lt;br /&gt;Aber auch Menschen, die in einem gelähmten Körper gleichsam eingekerkert sind und nicht sprechen können, öffnet sich womöglich ein Tor, durch das sie erstmals wieder mit der Außenwelt in Verbindung treten können. Noch sind Totalgelähmte wie Jean-Dominique Bauby, dessen Geschichte derzeit der vielfach gerühmte Kinofilm "Schmetterling und Taucherglocke" erzählt, auf winzige Bewegungen von Augenlidern oder Fingerspitzen angewiesen, wenn sie sich mitteilen wollen. Doch nun entwickeln Ärzte und Informatiker in Tübingen und in Berlin Apparate, die als Schnittstelle zwischen Maschinen und Gehirnen dienen sollen (siehe Kasten Seite 142).&lt;br /&gt;Schließlich verbirgt sich hinter all den möglichen Anwendungen die Aussicht, eines der größten Menschheitsrätsel überhaupt zu lösen: "Den neuralen Code zu knacken bedeutet zu verstehen, wer wir eigentlich sind", verkündet Miguel Nicolelis von der Duke University in Durham, North Carolina. "Unser Vermögen zu sprechen, zu lieben, zu hassen und die Welt um uns herum wahrzunehmen sowie unsere Erinnerungen, unsere Träume, ja sogar die Geschichte unserer Art sind entstanden aus dem Zusammenspiel vieler kleiner elektrischer Signale, die sich in unserem Gehirn ausbreiten wie ein Gewitter, das in einer Sommernacht über den Himmel fegt."&lt;br /&gt;Wie diese Ströme dazu führen können, dass Gefühle, Bilder und Dialoge im Gehirn nicht nur niedergelegt werden, sondern sich auch gezielt und mit rasender Geschwindigkeit wieder abrufen lassen, darüber zerbrechen sich die Neurowissenschaftler seit mehr als hundert Jahren den Kopf.&lt;br /&gt;Der spanische Neuroanatom &lt;strong&gt;Santiago Ramón y Cajal&lt;/strong&gt; (1852 bis 1934) gehörte zu den Ersten, die ahnten, dass es &lt;strong&gt;eine Frage elektrischer Kontakte&lt;/strong&gt; ist: &lt;strong&gt;Die Speicherung von Information geht einher mit veränderten Verbindungen zwischen den Nervenzellen, an den sogenannten Synapsen.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ein halbes Jahrhundert später entwickelte dann der kanadische Psychologe Donald Hebb diese Vorstellung weiter: &lt;strong&gt;Nervenzellen, die im gleichen Augenblick elektrische Signale abfeuern, stärken ihre Verbindungen untereinander&lt;/strong&gt;. Auf diese Weise werden Erinnerungen ins Nervenzellgeflecht eingeschrieben.&lt;br /&gt;Mit einem speziellen Mikroskop gelang es schließlich dem Physiker Tobias Bonhoeffer und seinen Mitarbeitern am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München, diese Veränderungen sogar sichtbar zu machen: &lt;strong&gt;Wenn eine Nervenzelle angeregt wird, dann sprießen auf ihrer Oberfläche winzig kleine Dornen, wachsen auf andere Nervenzellen zu und docken dort an. &lt;/strong&gt;Lassen die Reize nach, dann bilden sich diese Dörnchen wieder zurück.&lt;br /&gt;"Zum ersten Mal konnten wir live beobachten, wie das Gehirn beim Lernen seine Verschaltungen ändert", erinnert sich Bonhoeffer.&lt;br /&gt;So faszinierend solche Einblicke in die Mikrowelt der Zellen auch waren - das Bild fürs Große konnten sie zunächst nicht entscheidend erhellen. Die Erkenntnis, dass Signale von einer Nervenzelle zur nächsten fließen, sagt nichts darüber aus, was diese Signale tatsächlich bedeuten - und schon gar nichts darüber, wie große Verbände von Nervenzellen zusammenarbeiten, wenn das Gehirn die Erinnerung an eine Alpenwanderung oder einen Urlaubsflirt ablegt und sie beim Blick ins Fotoalbum später wieder wachruft.&lt;br /&gt;Unvermittelt wecken Gerüche Kindheitserinnerungen, die man längst vergessen wähnte; Déjà-vu-Erlebnisse tauchen auf wie aus dem Nichts. Die Erinnerung, so hat es der Schriftsteller Cees Nooteboom formuliert, gleicht einem Hund, der sich hinlegt, wo er gerade will.&lt;br /&gt;Wie sehr das Gedächtnis einer Wundertüte gleicht, das haben &lt;strong&gt;US-Ärzte&lt;/strong&gt; kürzlich erst wieder mit einem verblüffenden Experiment gezeigt. Weil sie hofften, so den Appetit zügeln zu können, pflanzten sie einem fettsüchtigen Mann Elektroden ins Gehirn - was zwar seinen Heißhunger kaum bremste; stattdessen aber erlebten die Ärzte eine Überraschung: Mit ihrem Eingriff hatten sie &lt;strong&gt;versehentlich die Zeit im Kopf ihres Patienten um 30 Jahre zurückgedreht&lt;/strong&gt;. Der Mann sah auf einmal vor sich, wie er als Jüngling mit Freunden durch einen Park streifte. Deutlich konnte er die Kleidung der anderen und die Farbe des Himmels erkennen.&lt;br /&gt;Wie solche Phänomene zu erklären sind, konnten Forscher bis vor kurzem kaum studieren. Ihre Methoden erlaubten ihnen nur die Untersuchung winziger Details im Hirngeflecht. Um das Große und Ganze zu erfassen, fehlten die technischen Möglichkeiten. "&lt;strong&gt;Wenn Sie auf einem Foto immer nur einen Ausschnitt in Millimetergröße betrachten&lt;/strong&gt;", erläutert der Berliner Forscher Haynes, "&lt;strong&gt;dann werden Sie darauf nicht einmal erkennen können, ob eine Frau oder ein Mann abgebildet ist&lt;/strong&gt;."&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nun aber sind Rechenprogramme verfügbar, mit denen das ganze Gehirn auf einen Schlag untersucht werden kann. "Multivariate Mustererkennung" oder auch "maschinelles Lernen&lt;/strong&gt;" heißen die Zauberwörter. Der Trick der entsprechenden Software liegt darin, dass sie von allein immer besser darin wird, komplexe Datenmengen schnell zu analysieren. Je länger das Analyseprogramm also rechnet, desto schlauer wird es auch. So lassen sich auch äußerst verwirrende Signalmuster entschlüsseln, die bislang keinen Sinn ergaben.&lt;br /&gt;Der Berliner Hirnforscher Haynes und Kollegen in London und Tokio waren die Ersten, die selbstlernende Computerprogramme einsetzten und auf diese Weise Gedankeninhalte dechiffrierten. Die Wissenschaftler legten gesunde Probanden in ein Kernspin-Gerät und wiesen diese an, sich zu entscheiden, ob sie zwei Zahlen, die ihnen gleich gezeigt würden, lieber addieren oder subtrahieren wollten.&lt;br /&gt;Ergebnis: In 71 Prozent der Fälle konnten die Forscher &lt;strong&gt;die Absicht der Testpersonen erkennen, noch bevor diese die Zahlen überhaupt zu sehen bekamen&lt;/strong&gt;, geschweige denn zu rechnen begannen - die geheimen Absichten des Gehirns waren sichtbar gemacht.&lt;br /&gt;Die charakteristischen Gedankenmuster sind bei den Testpersonen zwar nicht identisch, aber deutlich nach dem gleichen Muster verteilt, hat dann die Gruppe um Svetlana Shinkareva herausgefunden. Der Gedanke an einen Hammer etwa kann nur entstehen, wenn neben dem Hippocampus noch ungefähr zehn weitere Hirnregionen aktiv werden - ein Gedanke hat demnach keinen festen Sitz im Kopf; er ist vielmehr eine über das ganze Gehirn verstreute Erscheinung.&lt;br /&gt;Dieses Ergebnis passt faszinierenderweise genau zu jenen Mustern, die der Neurowissenschaftler Tsien in den Gehirnen seiner Mäuse gefunden hat. Wenn die Tiere eines der Schreckereignisse im Gehirn verarbeiten und im Gedächtnis ablegen, dann spielen jeweils Nervenzellen aus unterschiedlichsten Winkeln des Oberstübchens zusammen - sie bilden einen Zellverband.&lt;br /&gt;Einzelne Zellgruppen eines solchen Verbands speichern dabei ganz bestimmte Teilaspekte des simulierten Erdbebens ab: Einige springen auf übergeordnete Eigenheiten des Erlebnisses ("Schreck") an, andere auf spezifische ("zitternde Wände"). Diese Nervenzellgruppen kann man sich wie &lt;strong&gt;eine Pyramide&lt;/strong&gt; vorstellen, an &lt;strong&gt;deren Basis die allgemeinen Informationen stehen und an der Spitze die speziellen&lt;/strong&gt; (siehe Grafik Seite 138).&lt;br /&gt;Für diese &lt;strong&gt;hierarchische Organisation des Gedächtnisses&lt;/strong&gt; sprechen auch die Befunde des amerikanischen Neurowissenschaftlers und Hirnchirurgen Itzak Fried. Er hat vielen Menschen, die unter einer Epilepsie leiden, im mittleren Schläfenlappen dauerhaft Elektroden eingepflanzt - so kann er genau jene Stellen der Hirnrinde ausfindig machen, von denen die epileptischen Anfälle ausgehen.&lt;br /&gt;Eines Tages ging Fried und seinen Kollegen jedoch auf: Ihre dauerhaft verkabelten Patienten boten eine einzigartige Gelegenheit, die Aktivität einzelner Zellen zu studieren. Alsbald fanden sich einige der Epileptiker vor einem Bildschirm wieder, auf dem ihnen im Sekundentakt menschliche Gesichter gezeigt wurden. Zur gleichen Zeit zeichneten die Forscher die elektrischen Signale der angezapften Nervenzellen auf.&lt;br /&gt;Gleich zwei Überraschungen kamen heraus: Zum einen waren viel weniger Nervenzellen aktiv als gedacht. Zum anderen waren manche der feuernden Neuronen äußerst wählerisch. Im Mandelkern einer Frau zum Beispiel gab sich eine einzelne Nervenzelle immer dann zu erkennen, wenn ein Foto des früheren US-Präsidenten Bill Clinton im Blickfeld erschien. Wurde aber zum Beispiel dessen Nachfolger George W. Bush gezeigt, blieb die Zelle stumm.&lt;br /&gt;Bei einer anderen Testperson fand sich im rechten Hippocampus eine einsame Nervenzelle, die ausschließlich auf die glutäugige Schauspielerin Halle Berry ansprang. Ob die Frau nun im Katzenkostüm erschien oder im Bikini dem karibischen Meer entstieg - stets flammte das Signal auf. Selbst als die Forscher nur ihren Namen einblendeten, fühlte sich die "&lt;strong&gt;Berry-Zelle&lt;/strong&gt;" angesprochen.&lt;br /&gt;Eine große Zahl von Nervenzellen ist demnach zuständig für die grobe Gesichtserkennung. Die genauere Analyse der Mimik wird von einer kleineren Schar Spezialisten übernommen - bis schließlich die "Halle-Berry-Zelle" feuert und damit signalisiert: Person erkannt!&lt;br /&gt;Das alles bestätigt Tsiens Experimente, die darauf hinweisen, dass &lt;strong&gt;Gedanken und Gedächtnisinhalte hierarchisch aufgebaut und abgelegt&lt;/strong&gt; werden. Dieses ausgeklügelte Speicherverfahren könnte ein uraltes Problem der Gedächtnisforschung auflösen: Wie kann es eigentlich sein, dass &lt;strong&gt;die unermessliche Zahl von Gedanken und Erinnerungen&lt;/strong&gt;, die einem Menschen im Laufe des Lebens durch den Kopf gehen, überhaupt in &lt;strong&gt;diesen drei Pfund schweren Gewebeklumpen&lt;/strong&gt; passen? Würde darin jedes Erlebnis neu abgelegt, wäre der neuronale Speicher bald voll.&lt;br /&gt;Also werden offenbar &lt;strong&gt;kleine, bereits gelernte Aspekte je nach Bedarf miteinander kombiniert&lt;/strong&gt;, postuliert Tsien: "Dadurch wird es möglich, eine unglaublich große Menge an Information im Gehirn zu speichern." Mehr noch: Zugleich liefert das Modell eine elegante Erklärung, warum Menschen aus ihrer Erfahrung lernen können: Sie greifen auf die alten, bereits erlernten Aspekte zurück und kombinieren diese, um sich vorzustellen, was die Zukunft bringen könnte.&lt;br /&gt;Auf just diesen Zusammenhang sind andere Gedächtnisforscher kürzlich in eigenen Studien gestoßen: Das Gestern und das Morgen sind demnach in der Gedankenwelt ganz eng miteinander verwoben.&lt;br /&gt;Die Psychologin Eleanor Maguire vom University College London etwa ist auf das Phänomen gestoßen, als sie fünf Männer untersuchte, die aufgrund eines verletzten Hippocampus unter massivem Gedächtnisschwund leiden. Diese Patienten forderte Maguire nun auf, sich vorzustellen, sie lägen auf einem weißen Sandstrand in einer wunderschönen Südseebucht. Zehn gesunden Kontrollpersonen stellte sie dieselbe Aufgabe.&lt;br /&gt;Letztere begannen sofort zu fabulieren: Von Palmen berichteten sie und von süßen Früchten und Winden, die ihnen durchs Haar strichen. Den hirnkranken Studienteilnehmern dagegen fehlte jede Vorstellung: "Also, das Einzige, was ich sehen kann, ist blau", sagte einer.&lt;br /&gt;Das fügt sich zu dem, was der Psychologe Daniel Schacter von der Harvard University bei Kernspin-Untersuchungen festgestellt hat: Er bat gesunde Studenten, sich ein Ereignis ins Gedächtnis zu rufen, das sie in den vergangenen Wochen tatsächlich erlebt hatten. Oder aber sie sollten sich ein entsprechendes Ereignis ausmalen, das sie aber erst in den kommenden Wochen erleben würden. Das erstaunliche Ergebnis: Viele Kernspin-Aufnahmen sahen dermaßen ähnlich aus, dass die Forscher Mühe hatten, sie auseinanderzuhalten.&lt;br /&gt;"Gedächtnis wird ja immer als etwas angesehen, das mit der Vergangenheit zu tun hat", erklärt Schacter. "Aber eine schnell wachsende Zahl von neuen Studien zeigt: Das Vorstellen der Zukunft und das Erinnern an die Vergangenheit gehorchen zum Großteil derselben Denkmaschinerie."&lt;br /&gt;Je mehr die Forscher über diese natürliche Neuronensprache herausfinden, desto größer wird auch die Möglichkeit, damit Roboter und Computer steuern zu können. Gelähmte Menschen wie der englische Physiker Stephen Hawking könnten dann allein mit Hilfe ihrer Gedanken Roboter bedienen, Aufsätze diktieren, im Internet surfen - und vielleicht sogar ihren Körper über ein motorgetriebenes künstliches Skelett bewegen.&lt;br /&gt;Der utopische Film "Firefox" aus dem Jahr 1982 zeigt, wohin die Reise gehen könnte: Ein Pilot (gespielt von Clint Eastwood) steuert die Waffensysteme eines Kampfflugzeugs mit der bloßen Kraft seiner Gedanken. Der Plot war ganz nach dem Geschmack der US-Luftwaffe - sie ließ heimlich an solchen Lenkhelmen werkeln.&lt;br /&gt;Mittlerweile haben sich mehr als hundert Arbeitsgruppen in aller Welt daran gemacht, die Gehirne von Versuchstieren oder Testpersonen mit elektronischen Geräten zu verdrahten. "Diese sich rasch weiterentwickelnden Konzepte werden medizinisch und kommerziell von großer Bedeutung sein", erklärt der Neurologe und Psychiater Gabriel Curio von der Charité in Berlin - und fügt hinzu: "Sie könnten aber auch auf militärischem Gebiet Anwendung finden, so dass Gehirn-Computer-Schnittstellen heute den futuristischen Phantasien immer näher kommen."&lt;br /&gt;Zu den Vorreitern gehört der aus Brasilien stammende Neurologe Miguel Nicolelis, dessen Arbeit von der US-Militärbehörde Darpa finanziert wird. An Rhesusaffen ist es ihm bereits gelungen, die elektrische Aktivität für die Bewegung des Arms in einen Computerbefehl zu übersetzen: Taucht das Signal "Arm bewegen!" im Gehirn eines Affen auf, dann rührt sich synchron dazu ein Roboterarm - Gedanken machen mobil.&lt;br /&gt;Was jedoch Versuche an Menschen angeht, ist keiner weiter als John Donoghue von der Brown University, Rhode Island. Als der Neurobiologe Mitte März im Museum of Science von Boston Befunde und Filme aus seinem Labor präsentierte, stand vielen Zuschauern der Mund offen: Ein fülliger Mann liegt regungslos in einem Sessel, auf seinem Scheitel thront eine Spitze wie die einer Pickelhaube. Matthew Nagle, so der Name des Patienten, wurde bei einer Messerattacke das Rückenmark auf der Höhe des Halses komplett durchtrennt. Jetzt starrt er auf einen Bildschirm und bewegt dort einen Cursor, der Linien zeichnet. Die ersten zwei Versuche enden mit Gekrakel - dann aber kriegt Nagle einen fast perfekten Kreis hin.&lt;br /&gt;"Matthew kann einfach denken, dass er den Cursor bewegt - und schon bewegt er sich auch", erklärt Donoghue, 58. "Das ist keine Magie, sondern Wissenschaft."&lt;br /&gt;Insgesamt vier Menschen, wie Matthew vom Hals abwärts gelähmt, hat der Forscher jeweils einen kleinen Chip mit 100 Elektroden in die Hirnrinde implantiert. Als er die Patienten anschließend bat, sich vorzustellen, sie würden eine der gelähmten Gliedmaßen bewegen, da feuerten genau die dafür zuständigen Nervenzellen.&lt;br /&gt;Der Film dokumentiert, wie sich diese &lt;strong&gt;bioelektrische Aktivität in Befehle übersetzen&lt;/strong&gt; lässt, die ein Roboter verstehen kann: Donoghue fordert Matthew darin auf, sich vorzustellen, wie er mit dem Zeigefinger seinen Daumen berührt. Der Arm des Patienten hängt schlaff wie immer - aber die Handprothese, mit der er vernetzt ist, führt die gewünschte Bewegung aus. "Matthew konnte sich nicht rühren", sagt der Forscher, "und jetzt verändert er die Welt."&lt;br /&gt;Die spektakulären Bilder können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch dauern wird, bis eine routinemäßige Anwendung möglich erscheint. Von den ersten vier Patienten sind drei inzwischen nicht mehr online. Bei einem wurden die Elektroden entfernt, weil sie allmählich kaputtgingen. Matthew Nagle ist im vorigen Juli an den Spätfolgen seiner Verletzungen gestorben; ein weiterer Teilnehmer ist seiner Grunderkrankung, der Amyotrophen Lateralsklerose, erlegen.&lt;br /&gt;Indes: Die Frau aus der Runde, ein Schlaganfallopfer, lebt nun schon 800 Tage mit den Elektroden im Gehirn. Auf die Frage, wie sie die Technik in ihrem Kopf denn so findet, tippt sie den Satz: "Ich liebe sie."&lt;br /&gt;Ginge es nach Donoghue, bekäme die Cyber-Frau schon bald wieder Gesellschaft. Der Professor hat nämlich von der zuständigen Arzneimittelbehörde FDA die Genehmigung erhalten, noch sechs weiteren Patienten die Gedankensteuerung beizubringen. Noch in diesem Jahr hofft er, geeignete Kandidaten zu finden.&lt;br /&gt;Diese werden vielleicht schon mit einer neuartigen Elektrode ausgestattet, die gerade mit Hochdruck entwickelt wird: Sie soll ohne Kabel auskommen und die Daten per Infrarot direkt an den Empfänger schicken. Der Vorteil: Nach dem Einpflanzen könnte das Loch im Kopf zugenäht werden; die Gefahr einer Infektion wäre gebannt.&lt;br /&gt;Noch eleganter wäre es natürlich, die Gedanken abzugreifen, ohne die Schädeldecke überhaupt aufbohren und das Gehirn verletzen zu müssen. Seit längerem versuchen andere Wissenschaftler deshalb, Hirnströme von außen zu erkennen und in Befehle zu übersetzen.&lt;br /&gt;Zunächst kam man auf diesem Feld nicht recht voran - was sich durch das Aufkommen der lernfähigen Entschlüsselungsprogramme gegenwärtig dramatisch ändert. Bis vor kurzem noch musste ein Mensch 100 Stunden üben, ehe er mit seinen Gedanken einen Cursor dirigieren konnte, erklärt der Informatiker Klaus-Robert Müller von der Technischen Universität Berlin: "Jetzt können wir einen Menschen von der Straße holen, und er lernt noch am selben Tag, eine Gehirn-Computer-Schnittstelle zu steuern."&lt;br /&gt;Gemeinsam mit Kollegen von der Charité und vom Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik in Berlin hat Müller bisher 40 gesunden Probanden blaue Mützen aufgesetzt, auf denen weiße Elektroden angeordnet sind. Mit diesen "&lt;strong&gt;Elektroenzephalogramm-Hauben&lt;/strong&gt;" können Hirnströme sanft von der Kopfhaut abgegriffen und danach im Computer in klare Befehle übersetzt werden. Auf diese Weise schaffen es die meisten Probanden recht schnell, Buchstaben auf einem Computerbildschirm zu steuern und ganze Sätze zu schreiben. Die schnellste Testperson kann bereits acht Buchstaben pro Minute hervorbringen.&lt;br /&gt;Ob diese mentale Schreibmaschine das Leben kranker Menschen tatsächlich verbessert, wollen die Forscher jetzt in einer weiteren Studie herausfinden: Sechs Frauen und Männer mit hoher Querschnittslähmung üben derzeit, mit nichts als ihren Gedanken Briefe zu schreiben.&lt;br /&gt;Der Neurowissenschaftler Rainer Goebel von der Universität Maastricht wiederum versucht, Gedanken mittels Kernspin zu erkennen und in Befehle zu übersetzen. Er hat gesunden Probanden beigebracht, Schläger auf einem Bildschirm zu bewegen: Je stärker das Kernspin-Signal, desto weiter wanderte der Schläger nach oben. Anschließend lieferten sich Testpersonen ein munteres Pingpong-Spiel - und dies, obwohl die Kontrahenten in zwei getrennten Räumen regungslos in Kernspin-Röhren lagen.&lt;br /&gt;Schneller noch als die Entwicklung solcher Schnittstellen zwischen Gehirn und Maschine wird den Experten zufolge aber die Herstellung neuartiger Computer verlaufen. Als Vorbild bei ihrer Programmierung sollen die Befehlsmuster der Neuronen dienen. So könnten Computer entstehen, die genau das leisten, was bisher selbst die leistungsstärksten Rechner nicht fertigbringen: komplexe Entscheidungen zu treffen und blitzschnell Bekanntes wiederzuerkennen. Hirnforscher Tsien nennt das Beispiel eines Klassentreffens: "Selbst nach 20 Jahren erkennen wir unsere Mitschüler gleich wieder - und zwar sogar dann, wenn sie sich einen Bart haben wachsen lassen."&lt;br /&gt;Den Forschern zufolge werden sich auf diesen Neurocomputern der Zukunft die Gedächtnisinhalte ganzer Gehirne speichern lassen. Und der besondere Clou: Unliebsame Erinnerungen, traumatische Erlebnisse oder auch Blamagen, könnte man auf der Speicherplatte aufspüren - und die entsprechenden Muster im Gehirn einfach löschen.&lt;br /&gt;Neu ist diese Idee nicht - zumal es nicht an chemischen Substanzen mangelt, die Erinnerungen ausradieren können. Jeder, der nach einer wüsten Party schon einmal mit einem Filmriss aufgewacht ist, kennt den Effekt. Andere Substanzen sind noch weitaus wirksamer als Alkohol: Während der Rausch nur auf das Kurzzeitgedächtnis schlägt, haben Hirnforscher inzwischen auch Stoffe zur Hand, die Inhalte sogar aus dem Langzeitgedächtnis entfernen.&lt;br /&gt;Biologen aus New York und Rehovot, Israel, haben das im vorigen Sommer erstmals in Tierexperimenten demonstriert: Dazu setzten sie Ratten zunächst eine Zuckerlösung vor, welche die Tiere begierig soffen. 40 Minuten später aber gaben sie den Tieren eine Injektion, die Brechreiz hervorrief. Für gewöhnlich merken sich die Tiere so etwas; sie sind konditioniert und rühren viele Wochen lang keine Zuckerlösung mehr an.&lt;br /&gt;Das aber änderte sich, als die Forscher 25 Tage später einigen der konditionierten&lt;br /&gt;Ratten eine Substanz in die Hirnrinde spritzten, die ein wichtiges Protein des Nervengewebes blockiert. Die Wirkung gab sich nach zwei Tagen zu erkennen: Die Tiere schlürften wieder die Zuckerlösung, als wäre nichts gewesen - die schlechte Erfahrung war vergessen.&lt;br /&gt;Für den Menschen allerdings taugt diese Substanz nicht wirklich. Denn im Gehirn der Nager löscht sie nicht nur die Erinnerung an vergangene Übelkeit; sie wirkt wie eine Keule und radiert wahllos Gedächtnisinhalte aus.&lt;br /&gt;Präzisere Methoden zeichnen sich jedoch bereits ab: Neuroforscher schickten Ratten über eine Platte, die unter leichter elektrischer Spannung stand. Zur gleichen Zeit fingen sie das Feuerwerk elektrischer Signale auf, das während der Stromschläge durch das Gehirn zuckte. Je schmerzhafter und damit traumatischer die Erfahrung, desto tiefer wird sie ins Nervengewebe eingraviert - und ebendies ist für Mark Bear vom Massachusetts Institute of Technology der Grund, warum er glaubt, punktgenau eingreifen zu können: mit einem pharmakologischen Wirkstoff, der im Nervengewebe nur die besonders starken Verbindungen löst.&lt;br /&gt;"So würde man die schlechten Erinnerungen los, ohne die guten zu berühren - wäre das nicht schön?", fragt Bear.&lt;br /&gt;Eine weitere Anwendung des Gedankenlesens besteht darin zu erkennen, wann und wie ein Mensch täuscht und trickst. Alle bisherigen Lügendetektoren haben in dieser Hinsicht versagt. Sie messen keine Gedanken, sondern nur physiologische Veränderungen von Atmung, Blutdruck, Puls oder Schweißbildung. Die Fehlerrate dieser Geräte ist dermaßen hoch, dass ihr kriminaltechnischer Einsatz in Deutschland bereits vor mehr als 50 Jahren von Rechtsgelehrten für unzulässig erklärt wurde.&lt;br /&gt;Im Vergleich dazu erscheinen die jüngsten Versuche, Lügenbolde mit Hilfe des Kernspin-Tomografen zu erkennen, ungleich aussichtsreicher. Schließlich schauen diese Geräte direkt in das Organ, in dem die Lügen geboren werden.&lt;br /&gt;Als Pionier der Forschung gilt der Nervenarzt Daniel Langleben von der University of Pennsylvania School of Medicine in Philadelphia. In einer Studie stiftete er Studenten zum Flunkern an. Dann wieder sollten sie die Wahrheit sagen. Mit dem Kernspin verglichen Langleben und seine Mitstreiter dann, was in den lügenden und den ehrlichen Köpfen vorging.&lt;br /&gt;Das Ergebnis: Sämtliche Hirnareale, die bei wahren Aussagen aktiviert waren, wurden beim Schwindeln ebenfalls angeschaltet. Allerdings regten sich im lügenden Gehirn noch zusätzliche Areale. Langleben leitet daraus eine tröstliche Botschaft ab: "Die Wahrheit scheint sozusagen den Grundzustand des menschlichen Gehirns darzustellen."&lt;br /&gt;Die Lügensignale hingegen deutet der Nervenarzt als Zeichen eines Kampfes, der&lt;br /&gt;im Kopf seiner Probanden stattfindet: &lt;strong&gt;Das Gehirn kann sich nur für die Lüge entscheiden, wenn es die Wahrheit aktiv unterdrückt. Lügen kostet Denkkraft - und hinterlässt eine verräterische Spur.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Doch reicht das für eine zuverlässige Anwendung? Langleben ist davon überzeugt; seine &lt;span style="color:#330000;"&gt;Methode wird von der Firma NoLie MRI bereits Detektiven und Privatkunden angeboten&lt;/span&gt;: &lt;strong&gt;Die Kernspin-Untersuchung&lt;/strong&gt;, so die Werbebotschaft, sei "&lt;strong&gt;die erste und einzige direkte Methode zur Wahrheitsfindung und Lügendetektion der Menschheitsgeschichte".&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das klingt dick aufgetragen, doch zugleich steht angesichts der raschen Fortschritte zu erwarten, dass die Technik mehr als "wahr" und "falsch" unterscheiden kann. Man denke nur an folgendes Szenario: Ein Mordverdächtiger wird nach der Tatwaffe gefragt, mit der das Opfer erschlagen wurde. Er erklärt wortreich, er wisse von nichts, denkt unterdessen aber immerfort an einen Hammer - und der Ermittler "hört" mit.&lt;br /&gt;Denkbar erscheint auch, in Vorstellungsgesprächen die Gefühle der Kandidaten heimlich zu bespitzeln. Zumindest spricht kein Gesetz der Physik dagegen, das Gehirn eines ahnungslosen Menschen aus der Ferne durchleuchten zu können.&lt;br /&gt;Aber: Einen Trost gibt es für all jene, die ihre geistige Privatsphäre auch künftig wahren wollen. &lt;strong&gt;Selbst der modernste Kernspin-Tomograf funktioniert nur, wenn der Untersuchte viele Sekunden lang bewegungslos in der Röhre verharrt.&lt;br /&gt;Wer will, dass seine Gedanken frei bleiben, bewege einfach den Kopf.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;JÖRG BLECH* An der York University in Toronto, 2006. * Mit Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, USA 1999. * Im Rahmen des Forschungsprojekts der Gruppe von Svetlana Shinkareva an der University of South Carolina in Columbia. * Mit den Darstellern Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner und Regisseur Julian Schnabel, 2007.&lt;br /&gt;DER SPIEGEL 14/2008Alle Rechte vorbehaltenVervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt.Unter &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://corporate.spiegel.de/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;http://corporate.spiegel.de&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt; finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten. Unter &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt; können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizensieren.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6161406504089420475?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6161406504089420475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6161406504089420475' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6161406504089420475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6161406504089420475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/05/forscher-entziffern-die-geheimsprache.html' title='Forscher entziffern die Geheimsprache des Gehirns'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2350135645240154371</id><published>2008-04-28T11:45:00.003+02:00</published><updated>2008-04-28T12:00:05.645+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Fallen Angels...</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DER SPIEGEL 14/2008 vom 31.03.2008, Seite 42&lt;br /&gt;Autoren: Markus Deggerich und Holger Stark&lt;br /&gt;BANDEN&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;strong&gt;Gefallene Engel&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Rockerkrieg auf deutschen Straßen: Die Motorradclubs Hell's Angels und Bandidos kämpfen mit allen Mitteln um die Vorherrschaft - auch mit Waffengewalt. Aussagen eines Aussteigers ermöglichen nun tiefe Einblicke in diese Parallelgesellschaft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auge um Auge, Zahn um Zahn, so lautet das Gesetz dieses Krieges, bei dem es fast alttestamentarisch um die vermeintliche Ehre, aber - ganz Moderne - auch um wirtschaftliche Interessen und Gebietsansprüche geht. Die Gruppen kontrollieren weite Teile der Türsteherszene, und wer die Türen kontrolliert, der kontrolliert auch die Drogen in den Clubs und Discotheken des Landes. Beim Rockerkrieg geht es um ein Finanzvolumen von jährlich vielen Millionen Euro, zu den Geschäftsfeldern zählen Waffenhandel, Glücksspiel, Schutzgelderpressung, Bars und Bordelle. Wie Konzerne haben die Banden ihre lokalen Ableger: 300 Ortsvereine, sogenannte Chapters, hat die Polizei bundesweit gezählt, mit insgesamt 3000 Mitgliedern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Banden kommen aus den USA und wurden von Kriegsveteranen gegründet - sie betrachten sich als die Elite unter den weltweiten Motorradclubs. Der militärische Hintergrund erklärt auch die straffe Hierarchie, den Hang zu Symbolen und Orden, bis hin zur Lederjacke als Uniform. Die Bandidos kommen aus Texas, 1966 von Marines, Vietnam-Veteranen, ins Leben gerufen. In den Achtzigern entstanden die ersten Ableger in Frankreich, später in Skandinavien.Die Hell's Angels sind älter, der weltweit größte und berühmteste Club feierte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Die Angels wurden kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von ehemaligen Crews einer Bomberstaffel der US-Luftwaffe gegründet. Aber fliegende Engel mit froher Botschaft waren die Angels nie. Bei den Mitgliedern sind laut einer Untersuchung von Europol über die Hälfte vorbestraft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ging um einen Aufnäher für das Heiligste des Rockers, seine Jacke. Den sogenannten Expect-no-mercy-Aufnäher, zu Deutsch "Erwarte keine Gnade", dürfen nur jene an die Kutte heften, die einen Angel mit einer Schusswaffe oder einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. So soll Robert K. zum Ziel geworden sein - für einen Rockerorden, für ein Stück Stoff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;LEFT LINKS:&lt;br /&gt;Hauch von Großstadtromantik&lt;br /&gt;Bier, Bike und Busen&lt;br /&gt;Bruderschaft mit archaischen Riten.&lt;br /&gt;Machos, klar, Mafia, nein&lt;br /&gt;Easy-Rider-Romantik der amerikanischen Highways, jenem Mythos von Freiheit und Männlichkeit. Sie führen in eine kriminelle Welt mit Kokain und Knarren vom Kaliber 7,65 Millimeter.&lt;br /&gt;"Gott vergibt - ein Angel nie.""Ehre, Achtung, Kameradschaft und die Liebe zum Bike"&lt;br /&gt;prügelnden Chaoten mit viel PS und wenig IQ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Konflikte Einzelner sind stets auch Konflikte der Gruppe"&lt;br /&gt;"Wer keinen Job hat, dem besorgen wir einen, rumhängen geht nicht."&lt;br /&gt;Bordelle? Waffen? Drogen? "Wer mit Drogen handelt", sagt er und nippt am Mineralwasser, "fliegt raus.""Kriminelle auf Rädern"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MARKUS DEGGERICH, HOLGER STARK&lt;br /&gt;DER SPIEGEL 14/2008Alle Rechte vorbehaltenVervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt.Unter &lt;a href="http://corporate.spiegel.de/" target="_blank"&gt;http://corporate.spiegel.de&lt;/a&gt; finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten. Unter &lt;a href="http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de/" target="_blank"&gt;http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de&lt;/a&gt; können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizensieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2350135645240154371?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2350135645240154371/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2350135645240154371' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2350135645240154371'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2350135645240154371'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/04/fallen-angels.html' title='Fallen Angels...'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7229703531412149973</id><published>2008-04-18T17:33:00.002+02:00</published><updated>2008-04-18T17:54:07.426+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Stille Post vom Fötus</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:180%;"&gt;Eine Schwangerschaft verändert werdende Väter viel stärker als gedacht: Sie werden offenbar von Pheromonen aus dem Leib der Partnerin eingenebelt - und verwandeln sich in Softies.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Je nach Fallbericht klagen 11 bis 65 Prozent der betroffenen Männer über Schmerzen, Brechreiz, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme und andere für Schwangerschaften typische Symptome.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Eine biologische Basis der männlichen Schwangerschaft.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wie Weißbüschelaffen zu Vätern werden.&lt;br /&gt;Dem Leib des trächtigen Weibchens entweichen Signalstoffe, sogenannte Pheromone, die über die Luft, aber auch über Körperflüssigkeit in die Nase des Männchens gelangen - und selbiges in einen Softie verwandeln. "Die Männchen werden chemisch auf ihre Vaterrolle eingestellt", sagt Ziegler.&lt;br /&gt;Dass die werdenden Väter an Gewicht zulegen - obwohl sie gar nicht mehr Nahrung zu sich nehmen. "Dadurch erhalten die Affen zusätzliche Kraft, die sie nach der Geburt brauchen, um die Jungen zu tragen".&lt;br /&gt;Interessanterweise setzt die Gewichtszunahme des Männchens zeitlich früher ein als jene der schwangeren Partnerin. Es ist also nicht so, dass das Weibchen größeren Appetit zeigt und das Männchen aus reiner Geselligkeit verstärkt mitfrisst. Vielmehr ist das Dickwerden Folge eines physiologischen Prozesses: Signalstoffe aus dem Körper des Weibchens beeinflussen offenbar den männlichen Hormonhaushalt und verbessern auf diesem Wege die Futterverwertung.&lt;br /&gt;An Lisztaffenpaaren haben Snowdon und Ziegler dokumentiert, wie bestimmte Hormonspiegel im weiblichen und im männlichen Körper während der sechs Monate dauernden Tragzeit hoch- und wieder heruntergehen. Bei den Weibchen tat sich erwartungsgemäß eine Menge - schließlich steuern Hormone die vielfältigen&lt;br /&gt;Veränderungen des weiblichen Körpers in der Schwangerschaft.&lt;br /&gt;Aber erstaunlicherweise veränderten sich auch bei den Männchen die Konzentrationen an Androgenen, Östrogenen oder etwa Kortisol. Einige der Verschiebungen ähnelten jenen im Körper der trächtigen Äffinnen, geschahen aber zeitverzögert. Glukokortikoide beispielsweise sind im Weibchen vermehrt in der Mitte der Schwangerschaft nachzuweisen - kurz nach jener Phase, in der die Nebennieren des heranwachsenden Babys mit der Hormonproduktion beginnen. Ein bis zwei Wochen danach schnellt der Glukokortikoidspiegel auch im Körper des Männchens in die Höhe.&lt;br /&gt;Diese Abfolge sei möglicherweise ein geniales Meldesystem der Natur, vermutet Ziegler: "Der Fötus erhöht den Spiegel an Glukokortikoiden und bewirkt, über den Körper der Mutter, Veränderungen im Hormonhaushalt des Vaters, um diesen auf die Geburt vorzubereiten."&lt;br /&gt;Auf zwei unterschiedlichen Wegen können demnach die Botenstoffe zum Männchen gelangen. Flüchtige Substanzen schweben in die Nase, weniger flüchtige Stoffe können durch direkten Körperkontakt in das sogenannte Vomeronasalorgan geraten. Dieses besteht aus paarigen Schläuchen voller Sinneszellen am unteren Rand der Nasenscheidewand und ist darauf spezialisiert, Pheromone zu erspüren.&lt;br /&gt;Dass diese stille Post das Gehirn des Empfängers merklich verändert, haben die Forscher in Wisconsin mit bildgebenden Verfahren nachweisen können. Sie ließen vier männliche Weißbüschelaffen weibliche Ausdünstungen schnüffeln und sahen unterdessen mit dem Kernspin, wie jene Bezirke des Hypothalamus aufleuchteten, die bei der sexuellen Erregung eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;"Wenn ein alleinstehender Mann von einer begehrenswerten Frau angesprochen wird, dann reagieren seine Hormone viel heftiger als jene eines angehenden Familienvaters, der das Bett mit seiner schwangeren Partnerin teilt."&lt;br /&gt;Gehört Homo sapiens zu den wenigen "biparentalen" Säugetierarten, die ihre Kinder gemeinsam aufziehen. Nicht nur Affen, sondern auch Männer Hormonschwankungen ausgesetzt sind.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Psychologin Anne Storey von der Memorial University in Neufundland hat 34 Paare, die an Geburtsvorbereitungskursen teilnahmen, regelmäßig zu Hause aufgesucht, ihnen Blut abgezapft und darin die Konzentration von drei Schlüsselhormonen ermittelt:&lt;br /&gt;* Das Hormon Prolaktin kurbelt im Körper der Frau die Milchproduktion an und ruft mütterliches Verhalten hervor. Aber auch in den untersuchten Männern war der Stoff ungewöhnlich aktiv: Seine Konzentration im Blut stieg drei Wochen vor dem Geburtstermin um ungefähr 20 Prozent.&lt;br /&gt;* Kortisol ist eher als Stresshormon bekannt, spielt aber auch eine Rolle für die Hinwendung und die Liebe, die eine Mutter ihrem Baby entgegenbringt. Je höher der Hormonspiegel, desto leichter kann sie beispielsweise ihr Kind am bloßen Geruch erkennen. In Storeys Testmännern war der Kortisolspiegel in den letzten drei Wochen der Schwangerschaft doppelt so hoch wie zu Beginn.&lt;br /&gt;* Der Testosteronspiegel der männlichen Probanden fiel nach der Geburt um ein Drittel. Auch dieser Befund passt gut ins Bild. Denn Testosteron flutet den männlichen Körper meist dann, wenn die Zeit zum Balzen und Flirten ist. Seine Konzentration sinkt dagegen, wenn es gilt, den Nachwuchs zu betreuen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die zweite kanadische Studie hat die Hormonhaushalte werdender Väter und kinderloser Probanden miteinander verglichen. Die angehenden Väter hatten zum einen besonders wenig Testosteron im Speichel; zum anderen schien die Konzentration eines bestimmten Östrogens überdurchschnittlich hoch. Diese stieg einen Monat vor der Geburt und hielt sich für die restlichen zwölf Untersuchungswochen auf dem hohen Niveau. Obwohl Östrogene gemeinhin als weibliche Geschlechtshormone gelten, kommen sie in kleinen Mengen auch im männlichen Körper vor und lösen bemutterndes Verhalten aus.&lt;br /&gt;Die Schwangerschaft des Mannes ist den Forschern zufolge ein Produkt der Evolution, das das Überleben der Kinder sichert - und daneben offenbar auch dem Wohl der Väter selbst dient.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;JÖRG BLECH&lt;br /&gt;DS 51/2007&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7229703531412149973?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7229703531412149973/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7229703531412149973' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7229703531412149973'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7229703531412149973'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/04/stille-post-vom-ftus.html' title='Stille Post vom Fötus'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5166866157558995344</id><published>2008-04-09T15:51:00.002+02:00</published><updated>2008-04-09T15:53:31.961+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='hard stuff'/><title type='text'>Der Philosoph als ein notwendiger Mensch des Morgens und Übermorgens....</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;span style="color:#ccccff;"&gt;Friedrich Nietzsche&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jenseits von Gut und Böse&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es will mir immer mehr so scheinen, dass der Philosoph als ein nothwendiger Mensch des Morgens und Übermorgens sich jederzeit mit seinem Heute in Widerspruch befunden hat und befinden musste: sein Feind war jedes Mal das Ideal von Heute. Bisher haben alle diese ausserordentlichen Förderer des Menschen, welche man Philosophen nennt, und die sich selbst selten als Freunde der Weisheit, sondern eher als unangenehme Narren und gefährliche Fragezeichen fühlten -, ihre Aufgabe, ihre harte, ungewollte, unabweisliche Aufgabe, endlich aber die Grösse ihrer Aufgabe darin gefunden, das böse Gewissen ihrer Zeit zu sein. Indem sie gerade den Tugenden der Zeit das Messer vivisektorisch auf die Brust setzten, verriethen sie, was ihr eignes Geheimniss war: um eine neue Grösse des Menschen zu wissen, um einen neuen ungegangenen Weg zu seiner Vergrösserung. Jedes Mal deckten sie auf, wie viel Heuchelei, Bequemlichkeit, Sich-gehen-lassen und Sich-fallen lassen, wie viel Lüge unter dem bestgeehrten Typus ihrer zeitgenössischen Moralität versteckt, wie viel Tugend überlebt sei; jedes Mal sagten sie: "wir müssen dorthin, dorthinaus, wo ihr heute am wenigsten zu Hause seid."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5166866157558995344?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5166866157558995344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5166866157558995344' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5166866157558995344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5166866157558995344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/04/der-philosoph-als-ein-notwendiger.html' title='Der Philosoph als ein notwendiger Mensch des Morgens und Übermorgens....'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5852958607694264594</id><published>2008-03-31T01:36:00.002+02:00</published><updated>2008-03-31T01:46:42.268+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Morden für das Vaterland</title><content type='html'>Die Vernichtung der europäischen Juden war &lt;strong&gt;das Werk von rund 200.000&lt;/strong&gt; Deutschen und ihren Helfern.&lt;br /&gt;Die meisten NS-Verbrecher waren &lt;strong&gt;weder Sadisten noch Psychopathen&lt;/strong&gt;, sondern ganz normale Männer. Das Massaker von &lt;strong&gt;Babi Jar&lt;/strong&gt; begann am Montag, dem 29. September 1941, am Morgen von &lt;strong&gt;Jom Kippur&lt;/strong&gt;, dem jüdischen Versöhnungstag. Zehn Tage zuvor waren die Deutschen in &lt;strong&gt;Kiew&lt;/strong&gt; einmarschiert. In langen Kolonnen marschierten die von den Besatzern getriebenen Juden stadtauswärts. Die Deutschen hatten Gerüchte verbreiten lassen, um eine Panik zu vermeiden: Die Juden würden nach Palästina geschickt, kämen ins Ghetto oder nach Deutschland, um zu arbeiten. Die Schlucht: Etwa 50 Meter breit, vielleicht 30 Meter tief, zog sie sich mehrere Kilometer weit hin, an ihrem Grund rieselte ein kleiner Bach. Babi Jar, die Großmutter- oder Altweiberschlucht. Die bis dahin so stillen Juden schrien plötzlich vor Entsetzen. Die ukrainischen SS-Helfer trieben sie in Häufchen hinunter und zwangen sie, sich über oder neben die schon daliegenden Leichen zu strecken. &lt;strong&gt;Binnen 36 Stunden töteten die Deutschen 33 771 Juden&lt;/strong&gt;. Die Opfer seien oft genug zu Wort gekommen, begründet Littell sein Vorhaben, ihn habe die Sicht der Henker interessiert, er wolle die Täter sprechen lassen. Littell wolle erkunden, "wie sich Täterschaft von innen anfühlt", urteilte die "Zeit" Wie es sich denn anfühle, wenn man Massenhinrichtungen so detailliert schildere, wenn man am Schreibtisch im Blut der Opfer wate, wollte der deutsch-französische Intellektuelle und Politiker Daniel Cohn-Bendit bei Littells einzigem öffentlichen Auftritt vorletzte Woche in Berlin wissen. Der Autor antwortete ungerührt, dass &lt;strong&gt;die Leiche im Moment des Schreibens eine "grammatikalische Form"&lt;/strong&gt; sei - so wie für den Täter das Opfer im Moment der Tat zu einer bloßen Sache werde. Die Frage, warum Menschen töten, warum selbst Massenmörder zugleich ganz menschlich und gewöhnlich bleiben können, wird von Littell mit einer Wucht aufgeworfen, für die es in der Literatur kaum Beispiele gibt. Die &lt;strong&gt;Abwesenheit der Emotionen&lt;/strong&gt; ist für ihn der Schlüssel, auf die Psyche der Mörder komme es gar nicht an. So ist die Figur Aue ein reines Konstrukt, das es in Wirklichkeit nie auch nur annähernd gegeben hat. Aue war es gleichgültig, ob man die Juden tötete, weil man sie hasste oder weil man Karriere machen wollte oder weil es einem, in gewissen Grenzen, sogar Spaß machte." Aue ist kein Sadist, noch nicht einmal ein Antisemit, er hasst die Juden gar nicht. Damit widerspricht Littell diametral der These von &lt;strong&gt;Daniel J. Goldhagen&lt;/strong&gt;, wonach die Deutschen eingefleischte Judenhasser gewesen seien. Littell ordnet den Holocaust in einen universellen Zusammenhang ein, der alle Menschen angeht. Auf die Krankhaften kommt es nicht an, um das Perverse auszuführen. Warum aber ist das so? Was treibt die Täter an? Welche inneren Schalter werden umgelegt, wenn ein freundlicher Familienmensch, der abends gern Klavier spielt, morgens Juden ins Gas schickt? Seit 1945 haben Wissenschaftler und Politiker sich mit diesen Fragen gequält. Und im Lauf der Jahrzehnte haben sich die Perspektiven mehrfach verschoben. Manche Antworten dienten mehr der Entlastung der deutschen Gesellschaft als der Aufklärung. &lt;strong&gt;Einige wenige Hauptkriegsverbrecher&lt;/strong&gt; um Adolf Hitler, die den Holocaust befohlen hatten, ausgeführt von Exzesstätern aus Gestapo und SS - so lautete in den fünfziger Jahren der Befund. Er enthielt die beruhigende Nachricht, dass die Mörder nicht aus der Mitte der Gesellschaft zu stammen schienen. Nach dem Prozess gegen Adolf Eichmann 1961 verschwanden die Täter zeitweise sogar ganz vom Schirm der öffentlichen Wahrnehmung. Eichmann hatte den Transport von Juden aus West- und Mitteleuropa in die Vernichtungslager organisiert und präsentierte sich vor Gericht als willenloser Bürokrat, der nur Befehle befolgt hatte. Der Holocaust erschien nun als &lt;strong&gt;industriell durchgeführter Massenmord, angetrieben von abstrakten, gesichtslosen Strukturen&lt;/strong&gt;. Dazu passte, dass gerade einmal 6500 Täter in Deutschland verurteilt wurden (siehe Kasten Seite 52). Doch Anfang der neunziger Jahre trat eine neue Historikergeneration an, die nach Kriegsende geboren war. Mit frischem Blick und Zugang zu den Archiven in Osteuropa, die bis dahin hinter dem Eisernen Vorhang unzugänglich geblieben waren, machten sie sich auf die Suche nach den Tätern. Dass &lt;strong&gt;1996 Goldhagen&lt;/strong&gt; mit seinen holzschnittartigen Thesen weltweit Aufmerksamkeit erregte, beflügelte die Wissenschaftler. Unzählige Bücher, Aufsätze, Sammelbände sind inzwischen erschienen. Noch ist ein Ende nicht absehbar, aber bereits jetzt stehen so ziemlich alle alten Gewissheiten in Frage: * &lt;strong&gt;Die Täter ein Haufen von Sadisten?&lt;/strong&gt; Experten schätzen den Anteil der pathologischen Fälle auf allenfalls zehn Prozent. Das ist nicht überdurchschnittlich viel. * &lt;strong&gt;Der Holocaust ein industriell durchgeführter Massenmord?&lt;/strong&gt; Ja, aber ungefähr die Hälfte der annähernd sechs Millionen ermordeten Juden fand abseits der Vernichtungslager von Auschwitz, Treblinka, Sobibór, Majdanek, Chelmno und Belzec den Tod - erschlagen, erschossen, verhungert oder Opfer von Krankheiten, die aus den Lebensumständen in den Ghettos resultierten. Allein die Zahl der im Freien, auf den osteuropäischen Killing Fields erschossenen Menschen betrug über eine Million. * &lt;strong&gt;Handelten die Täter aus Befehlsnotstand?&lt;/strong&gt; Bis heute ist kein Fall bekannt, bei dem ein Befehlsverweigerer Schaden an Leib oder gar Leben genommen hat. Erwiesen ist hingegen, dass deutsche Bürokraten Hitler "entgegenarbeiten" wollten und überall in Osteuropa auf die Ermordung der Juden drängten. * &lt;strong&gt;Mord aus Antisemitismus?&lt;/strong&gt; Ohne den Judenhass hätte es den Holocaust nicht gegeben. Doch zahlreiche Täter nutzten die Staatsdoktrin des "Dritten Reiches" als Vorwand, um sich im Wilden Osten zu bereichern. Von den über 100 Polizei-Bataillonen ist erst bei einem Teil die Geschichte aufgearbeitet, die meisten Wehrmacht-Divisionen sind unerforscht. Eines lässt sich allerdings jetzt schon absehen: Jedes Forschungsprojekt fördert neue Täter ans Licht. Feingeistige Planer, brutale Kommandeure, ängstliche Mitläufer, gedankenlose Gelegenheitsverbrecher. Das Böse war nicht einfach nur böse, es war auch nicht immerzu banal, es Auf mindestens 200 000 Deutsche und Österreicher schätzt Dieter Pohl vom Institut für Zeitgeschichte die Zahl derjenigen, die "Mordaktionen vorbereiteten, durchführten und unterstützten": KZ-Personal, SS-Leute, Polizisten, Wehrmachtssoldaten, Bürokraten, die den Juden im Osten die Existenzgrundlage entzogen. Männer wie der einfach gestrickte Volksdeutsche Alfons Götzfrid zählen dazu, der Anfang November 1943 abkommandiert wurde und an einem Tag im Raum Majdanek 500 Juden erschoss. Oder der aus "Schindlers Liste" bekannte KZ-Kommandant von Plaszów bei Krakau, Amon Göth, der von der Veranda seiner Villa wahllos auf Häftlinge zielte. Oder Major Wilhelm Trapp, Kommandeur des Reserve-Polizeibataillons 101, der in Tränen ausbrach, nachdem er seinen Männern den Befehl erteilt hatte, jüdische Frauen, Kinder und alte Leute in Józefóws bei Warschau zu ermorden. Miteinander gemein haben diese Männer so wenig wie mit den anderen Tätern, und das zählt zu den beunruhigenden Befunden der Forscher. Sie sind auf Nazis und auf Nicht-Nazis gestoßen, auf Männer wie auf Frauen, auf Polizisten, die im "Dritten Reich" sozialisiert wurden, ebenso wie auf Beamte, die im Kaiserreich aufwuchsen, auf Proletarier und auf Akademiker. Nicht einmal auf Deutsche (und Österreicher) beschränkt sich der Täterkreis. Nach Pohls Schätzungen ist die Zahl der Ausländer ungefähr ebenso groß. SS und Polizei zogen immer wieder ukrainische, lettische oder andere einheimische Polizisten und Hilfskräfte für das blutige Handwerk heran. Wie jene 120 sowjetischen Kriegsgefangenen, die in Treblinka gemeinsam mit einigen Dutzend SS-Männern ungefähr 850 000 Juden ermordeten. Eine Relativierung deutscher Schuld lässt sich mit solchen Erkenntnissen freilich schlecht begründen. Die Arbeitsteiligkeit unterstreicht nur, dass Deutschland den Judenmord als Staatsziel betrieb - und dabei überall Unterstützung fand. "Keine Alterskohorte, kein soziales und ethnisches Herkunftsmilieu, keine Konfession, keine Bildungsschicht erwies sich gegenüber der terroristischen Versuchung als resistent", resümiert Gerhard Paul, einer der führenden Täterforscher. Und so gibt es auch nicht den einen Grund dafür, dass zwischen Riga und Odessa ganz normale Männer ihre Opfer auf Lastwagen knüppelten und sie zu Hinrichtungsstätten karrten, dort Frauen und Kindern ins Genick schossen oder Zyklon B in die Gaskammern füllten. "Es sind die Umstände, die jemanden dazu bringen", sagt Kurt Schrimm, Staatsanwalt und Leiter der "Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" in Ludwigsburg, die seit 1958 die Strafverfolgung von NS-Tätern koordiniert. Selbst fanatische Antisemiten brauchten danach ein Umfeld, wie es das "Dritte Reich" schuf, bevor sie ihren Judenhass auslebten. Das würde erklären, warum Abertausende das Morden mit dem Untergang des "Dritten Reiches" von einem Tag auf den anderen beendeten - und nie wieder rückfällig wurden. Ein Großteil führte fortan ein Leben, als wäre nichts geschehen. Unbehelligt von Staatsanwälten packten sie an beim Wiederaufbau des Landes und gründeten Familien. Vielfach ist daraus der Schluss gezogen worden, dass ehemalige SS-Leute, Polizisten, Soldaten ihre Schuld verdrängten. Ganz anders deutet hingegen der Sozialpsychologe Harald Welzer diesen Sachverhalt. Er geht davon aus, dass die Täter eine Schuld gar nicht erst empfanden. Daher zeigten vor Gericht so wenige von ihnen Reue. Welzer verweist darauf, dass Menschen in einer konstruierten Welt leben. Sie deuten das Geschehen gemäß eines "normativen Referenzrahmens", der ihnen hilft, Entscheidungen zu treffen. Der Wissenschaftler glaubt, dass es den Nationalsozialisten gelungen ist, diesen Referenzrahmen bereits vor dem Holocaust deutlich zu verschieben. Adolf Hitler hätte demnach schon in den dreißiger Jahren eine Vielzahl der Deutschen davon überzeugt, dass es ein "Judenproblem" gebe, welches in irgendeiner Weise gelöst werden müsse. Dafür sprechen in der Tat zahlreiche Indizien. Noch am 1. April 1933, als die Nazis zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen, kam es vor Läden zu Diskussionen und sogar Schlägereien, weil viele Nichtjuden sich empörten. Nur fünfeinhalb Jahre später bot sich dem Betrachter ein ganz anderes Bild. In der sogenannten Reichskristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zündeten Schlägertrupps in vielen deutschen Städten Synagogen an und ermordeten insgesamt etwa 100 Juden. Es war das größte Pogrom der deutschen Geschichte seit dem Mittelalter, doch der Protest in der deutschen Öffentlichkeit richtete sich nur noch gegen die "Form des Kampfes gegen das Judentum", wie die Kölner Gestapo notierte. In der Zeit dazwischen hatte die Nazi-Propaganda unablässig Juden als "Untermenschen" und Gefahr für die "Volksgemeinschaft" stigmatisiert. Sie mussten Sportvereine verlassen und riskierten Zuchthausstrafen, wenn sie mit Nichtjuden schliefen; sie hatten den Staatsdienst zu verlassen, und es war ihnen verboten, die deutsche Flagge zu hissen. Die Wirklichkeit schien die Ideologie zu bestätigen: Weil Juden ausgegrenzt waren, wurden sie als nicht dazugehörig wahrgenommen. Das ist noch nicht gleichzusetzen mit der Bereitschaft zum Mord, aber die Ausgrenzung senkte deutlich die Hemmschwelle. Den Endpunkt der Entwicklung hat der Autor Primo Levi in einer Szene beschrieben, die er als Häftling in Auschwitz er- lebte. Er wurde zu einem SS-Arzt kommandiert. Der Mediziner, so Levi, habe ihn mit einem Blick angesehen, "der wie durch die Glaswand eines Aquariums zwischen zwei Lebewesen getauscht wurde, die verschiedene Elemente bewohnen". Das Ausmaß der Gesinnungsrevolution zeigt eine Umfrage der Amerikaner im Herbst 1945 in ihrer Besatzungszone. 20 Prozent der Befragten stimmten "mit Hitler in der Behandlung der Juden überein"; weitere 19 Prozent fanden seine Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung grundsätzlich richtig, wenn auch übertrieben. Nach Einschätzung des Historikers Friedländer war Hitler ein "Erlösungsantisemit". Er sah in den Juden die Verkörperung des Bösen, das vernichtet werden müsse, um die Welt zu retten. Die Ermordung der Juden sei daher "die beste Lösung", wie er einem Journalisten 1923 erzählte, aber es sei nicht möglich, denn "die Welt würde über uns herfallen, anstatt uns zu danken, was sie eigentlich tun sollte". Hitler wollte daher die deutschen Juden zur Auswanderung zwingen. Allerdings bildete sich schon in den dreißiger Jahren jener Kern an überzeugten "Weltanschauungskriegern" in SS und Polizei heraus, die später einen beträchtlichen Teil der Morde durchführte. Etwa unter den Zehntausenden SS-Männern, die in den Konzentrationslagern Dienst taten. Nicht alle von ihnen waren von vornherein bereit, Juden zu töten. Im KZ Dachau ließ Kommandant Theodor Eicke seine Männer systematisch schleifen und demütigen. Richard Baer, später Kommandant in Auschwitz, wurde in Dachau angelernt, auch Martin Weiß oder Josef Kramer, die das Vernichtungslager in Majdanek beziehungsweise das KZ Bergen-Belsen leiteten. Wurden in Dachau neue Schergen "ausgebildet", hatten die Häftlinge besonders zu leiden. Ein erfahrener SS-Mann nahm den Novizen mit zur sogenannten Blockkontrolle. Die Gefangenen mussten antreten, und dann ging es los: "Auf! Hinlegen! Auf! Hinlegen!" Nach einer Weile zeigte der Routinier auf einen Häftling und gab dem Jüngeren Order: "Tritt dem Kerl in den Bauch!" In neun von zehn Fällen, berichtet ein Überlebender, habe der Jüngere zurückgeschreckt und bekam dann so lange Druck, bis er tat, was man von ihm verlangte: "Was, du hast Schiss vor dem Saujuden? Du willst ein Soldat des Führers sein? Ein Feigling bist du!" Den NS-Organisationen schloss sich meist an, wer in überdurchschnittlichem Maße zur Gewalt neigte - und das waren nach dem Ersten Weltkrieg mit seinen Hekatomben an Toten und der Weimarer Republik mit ihren Tausenden Opfern politischer Gewalt vermutlich mehr Menschen als zu zivilisierten Zeiten. Wie sonst lässt sich erklären, dass 1932 mehr als ein Drittel der Deutschen für die NSDAP stimmten, also für eine Partei, deren Anhänger immer wieder Andersdenkende brutal umbrachten und dafür auch noch öffentlich von der Parteiführung unterstützt wurden? SS-Chef Heinrich Himmler konnte jedenfalls seine Männer aus einem rechtsradikalen Milieu rekrutieren, in dem eine rassistische Hasskultur dominierte. Rudolf Höß etwa, später Kommandant von Auschwitz, brachte bereits 1924 gemeinsam mit anderen Nazis einen Volksschullehrer um, den sie für einen Kommunisten hielten: Sie schlugen ihn mit Knüppeln bewusstlos, dann schnitt ihm einer mit dem Taschenmesser die Kehle durch, und ein anderer jagte ihm zwei Kugeln in den Kopf. Dabei hatte jede Gewalttat integrierende Wirkung. "Blut kittet aneinander", beschrieb Hitlers Propagandachef Joseph Goebbels einmal diesen Mechanismus, der später auch die Mordeinheiten zusammenschweißte. Dass es sich beim KZ-Personal meist um einfache Menschen handelte, die - nach allem, was man weiß - ihr Handeln nicht reflektierten, gab nach 1945 der Ansicht Auftrieb, das deutsche Bürgertum habe mit dem Holocaust nichts zu tun. Umso größer war 2002 die Überraschung in der Öffentlichkeit, als der Historiker Michael Wildt biografisch entschlüsselte, wer im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) die Befehle gegeben hatte. In dieser Behörde, die den Judenmord maßgeblich organisierte, verschmolz RSHA-Chef Reinhard Heydrich politische Polizei und den Sicherheitsdienst der SS zu einer Institution. Wie Wildt herausfand, hatten mehr als drei Viertel des Führungskorps Abitur, zwei Drittel studiert (überwiegend Jura), nahezu ein Drittel hatte zudem promoviert. Das Böse, auf einmal war es dort ausgebrütet worden, wo das Gute, Wahre und Schöne gelehrt wird. Die deutschen Universitäten waren schon 1933 Hort eines militanten Antisemitismus gewesen, und viele der späteren Täter auf der Führungsebene hatten im Studium einen Gegenentwurf zur liberalen Demokratie kennen- und schätzen gelernt. Einer von ihnen war der Einserjurist Martin Sandberger, Jahrgang 1911, Parteimitglied seit 1931 und schon mit 27 Jahren SS-Sturmbannführer beim SD - fleißig, hochintelligent, ein Schnelldenker, genau der Typus, den Wildt meint. Im Oktober 1939 ernannte ihn Himmler zum Chef der Einwanderer-Zentralstelle Nord-Ost, einer NS-Behörde, die für die "rassische Bewertung" deutscher Umsiedler zuständig war; ab März 1941 führte ihn der RSHA-Geschäftsverteilungsplan als verantwortlich für die "Lehrplangestaltung der Schulen" und ab Januar 1944 als Leiter der Abteilung VI A, "Allgemeine Aufgaben" des Auslandsnachrichtendienstes. Zwischendurch profilierte er sich als einer der Hauptakteure der Vernichtung. Das Einsatzkommando 1a, das er führte, machte Estland "judenfrei", und der promovierte Rechtswissenschaftler gab später zu, an der Tötung von "etwa 350" Kommunisten direkt beteiligt gewesen zu sein. Sandberger wurde 1948 von den Amerikanern zum Tode verurteilt, ohne dass es zur Vollstreckung kam. Zehn Jahre später schon war er "endgültig und bedingungslos" wieder frei - nachdem sich Bundespräsident Theodor Heuss und der SPD-Grande Carlo Schmid, sein früherer Universitätslehrer in Tübingen, für ihn stark gemacht hatten. Sandberger, entschuldigte ihn Schmid, sei "dem geistigen Nihilismus der Zeit verfallen" gewesen. Wissenschaftler Wildt spricht von einer "Generation des Unbedingten", geboren meist nach 1900 und zu jung, um am Ersten Weltkrieg teilgenommen zu haben. Gerade dieser Krieg war jedoch enorm präsent - in den Erzählungen der Älteren, in den Medien, in der Politik mit dem ewigen Lamento über die Niederlage und ihre Folgen. Aus dem Bedauern, nicht dabei gewesen zu sein, erwuchs eine radikale Entschlossenheit, mit dem Herkömmlichen zu brechen. Und da es sich um überzeugte Antisemiten handelte, war die Bereitschaft vermutlich schon 1939 in nuce vorhanden, die Grundsätze der eigenen Weltanschauung bis zur letzten Konsequenz umzusetzen. Es erhob sich jedenfalls kein Widerspruch in Polizei oder Sicherheitsdienst, als Heydrich kurz nach dem deutschen Angriff auf Polen 1939 die Ermordung "führender Bevölkerungsschichten" anordnete: "Der Adel, die Popen, die Juden" seien dran. Die blutige Aufgabe übernahmen Sondertruppen, die sogenannten Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes. An die Spitze berief Himmler Nationalsozialisten der ersten Stunde. Die wenigsten von ihnen hatten bis dahin gemordet. Doch den Krieg begriffen diese Männer als "Wahrheitsprobe auf die jahrelang geübte Kampfrhetorik", wie ein Autorenteam in einer gerade erschienenen Studie schreibt*. Mit dem Krieg wurde das Töten zum Alltag, und für Mordaktionen boten sich immer neue Scheinbegründungen. Ende 1939 hatten die Einsatzgruppen ungefähr 7000 Juden (und noch mehr polnische Katholiken) umgebracht. Schwierigkeiten mit den Mannschaften, welche die Massenerschießungen durchführen mussten, sind nicht überliefert. Allerdings meldeten sich knapp 50 Mann des bis zu 150 Mann umfassenden Einsatzkommandos 3/I krank. Sie klagten über Magenbeschwerden und Nervenleiden. "Ostkoller" nannte die SS-Führung später die psychischen Folgen des Massenmor- des. Durch Schnapsausschank und Filmvorführungen versuchten die Offiziere, ihre Untergebenen bei Laune zu halten. Nach der Besetzung Polens 1939 und Teilen Frankreichs im Jahr darauf lebten mehr als drei Millionen Juden in Hitlers Imperium. Auswanderung war jetzt keine Lösung mehr für das "Judenproblem". Daher plante Hitler eine "territoriale Endlösung". Zunächst wollte er die mitteleuropäischen Juden in ein "Reservat" in der Umgebung des ostpolnischen Lublin ansiedeln. Dann erwogen Hitler und Himmler, alle Juden aus dem deutschen Machtkreis nach Madagaskar umzusiedeln. Die beiden Chef-Architekten des Holocaust, Himmler und Heydrich, beabsichtigten im Sommer 1940 noch nicht, alle europäischen Juden zu ermorden. Das sei "ungermanisch", meinte Himmler. Der ihm untergebene Heydrich schloss sich an: "Eine biologische Vernichtung wäre des deutschen Volkes als einer Kulturnation unwürdig." Aber die Pläne zerschlugen sich, und im Februar 1941 sagte Hitler bei einer Besprechung über die weitere Behandlung der Juden, er denke "über manches jetzt anders, nicht gerade freundlicher". Da hatten die Planungen für den "Fall Barbarossa" - den Angriff auf die Sowjetunion - bereits begonnen. Der "Führer" war nicht psychisch krank, und auch die anderen Top-Nazis scheinen im medizinischen Sinne normal gewesen zu sein. Als die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg führende Nationalsozialisten in Nürnberg vor Gericht stellten, wurden die Angeklagten zahlreichen psychologischen Tests unterworfen, die zumindest nach damaligen Standards keine krankhaften Auffälligkeiten zeigten. Umso schlimmer. Demnach wussten sie, was sie taten. Die Elite des "Dritten Reiches" war fest davon überzeugt, dass Juden eine Art Basis für die Herrschaft der Bolschewiki in der Sowjetunion stellten. Als der "Führer" den Angriff auf das Kreml-Imperium vorbereitete, gab er Order: "Die jüdisch-bolschewistische Intelligenz ... muss beseitigt werden." Es ist umstritten, ob Hitler zunächst nur jüdische Männer oder auch schon Frauen und Kinder umbringen wollte; spätestens ab August 1941 mordeten die Einsatzgruppen mit der (erzwungenen und auch freiwilligen) Unterstützung einheimischer Polizisten alle sowjetischen Juden hinter der vorrückenden Ostfront. Sie wurden erschossen oder in Synagogen getrieben, die dann angezündet wurden. Bis März 1942 hatten die Einsatzgruppen, deren Angehörige überwiegend aus Gestapo, Sicherheitsdienst der SS und Waffen-SS kamen, sowie Polizeibataillone 600 000 jüdische Menschen umgebracht. Hitler hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem gigantischen Bevölkerungstransfer begonnen. Er ließ mehrere hunderttausend Volksdeutsche aus Osteuropa "heim ins Reich" holen. Sie übernahmen Wohnungen christlicher und jüdischer Polen im Warthegau; die Juden wurden in Ghettos abgeschoben. Nach dem bald erwarteten Endsieg wollte Hitler sie weiter Richtung Osten deportieren. Der Endsieg kam bekanntlich nicht zustande. Weil die Ghettos immer voller wurden, drängten die örtlichen Machthaber darauf, das Problem durch Mord zu lösen. Der Osten Europas entwickelte sich zum rechtsfreien Raum, und welche Dynamik eine solche Situation entfalten kann, war vor einigen Jahren im Film "Das Experiment" zu sehen. Er beruht auf einem realen Versuch im kalifornischen Stanford. Gefängnisinsassen wurden dort willkürlich in Wärter und Gefangene eingeteilt, und obwohl Schlagen oder Treten verboten war, eskalierte die Lage rasch. Auch "Wärter", die nicht dem sadistischen Typ entsprachen, quälten ihre "Untergebenen". Das war auch im Osten so. In der Sicherheitspolizei im Distrikt Krakau dienten überwiegend Seiteneinsteiger bei der Gestapo, deren Weltbild in den SS-Kasernen entstanden war, wie Experte Klaus-Michael Mallmann schreibt. Etwa Heinrich Hamann, ein 1908 geborener Kaufmann, seit 1931 Mitglied der SS und der NSDAP. Er hatte in den frühen dreißiger Jahren seine bürgerliche Existenz aufgegeben, um Polizist zu werden, und arbeitete sich zum Kriminalkommissar bei der Gestapo hoch. 1939 übernahm er das Kommando des Grenzpolizeikommissariats Neu-Sandez. Vor der Dienststelle ließ Hamann den Bürgersteig mit Grabsteinen des jüdischen Friedhofs pflastern. Am 28. April 1942 versammelte er seine Getreuen, um die Erschießung von 300 angeblich jüdischen Kommunisten zu feiern. Als Hamann angetrunken war, schlug er vor, noch "Remmidemmi" zu machen. Mit einigen Polizisten, aber auch Leuten der Zivilverwaltung zog er ins unbeleuchtete Ghetto. Am nächsten Morgen waren über 20 Juden tot. Der Fall wurde aktenkundig, weil Hamann bei dem mörderischen Ausflug versehentlich seinen Stellvertreter erschoss. Antisemitismus bildete in solchen und anderen Fällen nur den Vorwand für Verbrechen. "Mit der Pistole einkaufen" nannten es etwa Polizisten, wenn sie Juden ausraubten oder erpressten. Sie veranstalteten Hausdurchsuchungen und befahlen den jüdischen Frauen, sich auszuziehen, weil man sie filzen müsse. Nach der Vergewaltigung wurden die Opfer meist erschossen. In diesem Klima folgte der Holocaust oft einer brutalen ökonomischen Logik. Fehlte es an Nahrung oder Wohnungen, wurde die Vernichtung forciert. Alle Instanzen machten mit: Arbeitsverwaltung und Landwirtschaftsbehörden, Wirtschaftsbetriebe und Wehrmacht, natürlich SS und Polizei, die am Ende exekutierten, was gemeinsam vorangetrieben worden war. Fehlte es an Personal, griffen die Verwaltungsbeamten auch selbst zur Waffe. SS-Chef Himmler hatte immer schon eine gezielte Personalpolitik betrieben; auf den Schlüsselpositionen im SS- und Polizeiapparat saßen daher radikale Antisemiten, die entsprechende Befehle gaben. Sie waren vom Glauben an den "Führer" beseelt und fühlten sich auf abstruse Weise bedroht. So schrieb der Polizeisekretär Walter Mattner nach einer Massenexekution an seine Frau: "Bei den ersten Wagen hat mir etwas die Hand gezittert. Beim zehnten Wagen zielte ich schon ruhig und schoss sicher auf die vielen Frauen, Kinder und Säuglinge. Eingedenk dessen, dass ich auch zwei Säuglinge daheim habe, mit denen es diese Horden genauso, wenn nicht zehnmal ärger machen würden." Die Antisemiten verfügten allerdings nicht über ausreichend Personal für den allumfassenden Judenmord. In Polen wohnte ein beträchtlicher Teil der Opfer in weitverstreuten Dörfern und Städtchen. Um sie umzubringen, benötigte man die Hilfe der Wehrmacht, deren Offiziere oft ihrerseits den Mord an Juden forcierten, weil sie diese verdächtigten, Partisanen zu sein oder Partisanen zu unterstützen. Soldaten halfen beim Erfassen und Zusammentreiben der Opfer, sperrten die Hinrichtungsorte ab. Einige Einheiten mordeten selbst im großen Stil. Die 707. Infanteriedivision hat in Weißrussland mindestens 10 000 Juden umgebracht. Vor allem aber half die ursprünglich unpolitische Ordnungspolizei, und dass dies so reibungslos und flächendeckend funktionierte, gehört bis heute zu den Rätseln, über die Historiker und Psychologen brüten. Denn die Männer der Polizeibataillone bildeten eher einen Querschnitt der Gesellschaft als eine nationalsozialistisch geprägte Auswahl; sie waren eingezogen worden und in der Regel über 30 Jahre alt. Im Gegensatz zu Wehrmachteinheiten waren sie nicht durch den Krieg brutalisiert worden, sondern kamen direkt aus der Heimat und erhielten nun den Befehl zum Mord. Doch auch sie holten wehrlose Männer, Frauen und Kinder aus den Häusern und erschossen sofort Alte und Kranke. Das Schreien der Opfer und ihrer Angehörigen gellte durch die kleinen Ortschaften. Die Juden wurden meist in abseits gelegene Wäldchen gefahren. Die Polizisten führten ihre Opfer zu den Gruben und töteten sie durch Genickschuss. Manchmal schossen die Polizisten in den Kopf, so dass die Schädeldecke wegplatzte und den Tätern die Gehirnmasse der Opfer ins Gesicht und auf die Uniform spritzte. Die Angehörigen des Reserve-Polizeibataillons 101, dessen Geschichte der Historiker Christopher Browning rekonstruiert hat, betranken sich, nachdem sie am 13. Juli 1942 in der Nähe Warschaus 1500 Juden erschossen hatten. Es war ihr erstes Massaker, und der befehlshabende Major Trapp suchte die Männer mit dem Hinweis zu beruhigen, dass höhere Stellen die Verantwortung trügen. Am frühen Morgen hatte Trapp, ein 53jähriger Berufspolizist, seinen Untergebenen ihren Auftrag eröffnet und erklärt, wer sich von den Älteren dem nicht gewachsen fühle, möge vortreten. Ein Angehöriger der 3. Kompanie nahm das Angebot an, woraufhin sein unmittelbarer Vorgesetzter ihn beschimpfte, doch Trapp nahm den Mann in Schutz. Einige weitere nutzten daraufhin ebenfalls das Angebot. Die anderen machten sich auf den Weg. Trapp blieb im Ort und verheimlichte seine Verzweiflung nicht. Er weinte nach Zeugenaussagen "wie ein Kind", murmelte jedoch "Befehl ist Befehl". Auch viele seiner Untergebenen haderten mit dem Auftrag, als im Wald das Erschießen begann. Einige erklärten nach einer Weile, sie könnten nicht mehr, oder verwiesen darauf, dass sie selbst Kinder hätten. Mehrere Schützen stellten fest, dass sich unter den Opfern Juden aus Hamburg, Bremen oder Kassel befanden, und gingen zu ihren Zugführern. Manche wurden gleich abgelöst, andere bekamen zunächst zu hören, sie könnten sich auch neben die Juden auf den Boden legen, und wurden schließlich doch von den Morden entbunden. Die allermeisten taten jedoch wie befohlen. Um das Verhalten zu erklären, hat Browning auf das Experiment verwiesen, das der Psychologe Stanley Milgram 1962 an der Yale University durchführte. Probanden wurde der Eindruck vermittelt, sie seien Lehrer und müssten mit einem "Schüler", der im Nachbarraum saß (und eingeweiht war), einen Lerntest durchführen. Gab der "Schüler" falsche Antworten, sollte ihn der Proband mit immer stärkeren Stromschlägen bestrafen. Zögerte dieser, forderte ihn der Versuchsleiter mit Bestimmtheit zum Weitermachen auf. Und obwohl der Proband das (simulierte) Schreien des "Schülers" hören konnte, verabreichten fast zwei Drittel der Versuchspersonen Stromschläge von 450 Volt. Milgram wertete das Experiment als Beleg dafür, dass Menschen Anweisungen von Autoritäten selbst dann folgen, wenn sie damit gegen ihr Gewissen handeln. Milgram wies allerdings auch schon darauf hin, dass viele lieber behaupten, einem Befehl gefolgt zu sein, als auf Gruppendruck reagiert zu haben. Auch bei den Polizeibataillonen scheint Gruppendruck eine wesentliche Rolle gespielt zu haben. Eine Verweigerung schien gegenüber den Kameraden ein unsozialer Akt zu sein bei einer von fast allen als belastend empfundenen Aufgabe. Man riskierte zudem mitten im Feindesland, von seinem Umfeld geschnitten zu werden. Auch stellte der Fortgang des Geschehens das eigene Urteil ständig in Frage; schließlich machten andere mit. Und oft sammelten sich um die Hinrichtungsstätten johlende Gaffer - deutsche Uniformträger oder auch nichtjüdische Einheimische -, was bestätigend wirkte. Sadisten in der Truppe förderten die Mordbereitschaft noch. Denn deren Verhalten ermöglichte es widerwilligen Tätern, vor sich selbst das eigene Handeln zu rechtfertigen, schließlich empfanden sie keine pathologische Freude an ihrem Tun. Sich selbst redeten sie ein, notwendige Arbeit zu verrichten. Es ging ja gegen die "Untermenschen". Alles eine Frage der Perspektive. Wenn die Welt aus den Fugen ist, wird die Perversion zur Normalität, und Mitgefühl gibt es nur für hartgesottene Täter. Vor hohen SS-Führern erklärte Himmler 1943: "Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht - ,Das jüdische Volk wird ausgerottet' - sagt ein jeder Parteigenosse, ,ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.' Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden ... Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammenliegen ... Dies durchgehalten zu haben und dabei anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht." Himmler hatte sich zwei Jahre zuvor im weißrussischen Minsk ein eigenes Bild gemacht. Er wollte einmal Zeuge einer Liquidierung sein. Etwa 100 angebliche Partisanen wurden aus dem Gefängnis geholt, kaum lagen sie mit dem Gesicht nach unten, feuerten die Deutschen von oben. Himmler wurde nervös, offenbar war ihm übel. Vergeblich suchte ein hochrangiger SS-Führer die Schwäche des stärksten Mannes nach Hitler zu nutzen und bat, bei Erschießungsaktionen "wenigstens die Polizisten zu schonen". Die Männer, erklärte er, seien "fertig für ihr ganzes Leben" - entweder würden sie zu Neurotikern oder zu Rohlingen. Mittlerweile waren die Erschießungen an der Ostfront auch in der Heimat bekannt, das Regime musste schon deshalb auf eine besser abgeschottete Tötungsmethode sinnen. Sie sollte darüber hinaus die Helfer Hitlers "psychisch weniger belasten" (Historiker Pohl). Von Sprengstoff war anfangs die Rede. Dann hielten die Techniker des Todes den Einsatz von Gaswagen für praktikabel, wie sie für die Ermordung Kranker und Behinderter im Rahmen der "Euthanasie" eingesetzt wurden. Zwar hätten in den Einsatzgruppen seit Dezember 1941 "mit drei eingesetzten Wagen 97 000 verarbeitet" werden können, "ohne dass Mängel an den Fahrzeugen auftraten", heißt es in einem Bericht streng bürokratisch. Doch auch jene Mordlogistik schien dem erwarteten Aufkommen an Opfern nicht zu genügen. Und so entstanden - oft unter Anleitung der Euthanasie-Experten - die Vernichtungslager: Erst ging Belzec in Betrieb, dann Sobibór, schließlich Treblinka und Majdanek. Und Auschwitz, das zum Synonym werden sollte für die fabrikmäßige Vernichtung der europäischen Juden - eine Form des Genozids, der unvergleichbar war und ist mit anderen Völkermorden auf dieser Welt. Die Funktionäre der Vernichtungslager, SS-Angehörige vor allem aus der um das Jahr 1900 geborenen sogenannten Kriegsjugendgeneration, entstammten durchweg der bürgerlichen Mittelschicht. Sie akzeptierten die Rolle, die nun zu spielen war - "Härte" zu zeigen. Und in diesem Rollenspiel hatten zwei Charakterzüge nichts zu suchen: Mitleid und Menschlichkeit. Sie wurden zu Massenmördern, weil es ganz offenbar ihre Überzeugung war, so dem Vaterland ordentlich zu dienen - und weil es ihnen gelang, diesen scheinbaren Idealismus vor sich her zu tragen "als leuchtende Monstranz", urteilt die Historikerin und KZ-Spezialistin Karin Orth. Jene Männer, sagt Orth, seien "Männer der Tat" gewesen. Das NS-Programm war so gigantisch, dass es erst allmählich in Gang kam, und es lief überall prinzipiell gleich ab. Juden wurden zusammengezogen, zu den Bahnhöfen getrieben und dann in die Züge geprügelt - bis zu 150 Menschen standen eng gedrängt in einem Waggon, es gab kein Wasser, und die völlig überladenen Züge benötigten für wenige hundert Kilometer manchmal zwei Tage. Etliche starben, bevor sie den Ort des Todes erreichten. Experten sind heute überzeugt, dass die Arbeitsteiligkeit des Mordens die Hemmschwelle deutlich senkte. Denn jeder an der Deportation Beteiligte außerhalb der Vernichtungslager konnte sich einreden, er sei kein Mörder. Eichmann, der Cheforganisator aus dem Reichssicherheitshauptamt, war ein glühender Judenhasser. Ab 1938 hatte er in Wien die "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" geleitet. Jetzt organisierte er die Verschleppungen aus Mittel- und Westeuropa, und während etwa in Treblinka die Juden sofort ins Gas getrieben wurden, halfen in Auschwitz an den Bahnhofsrampen sogenannte Funktionshäftlinge bei der Selektion der Ankommenden in Arbeitsfähige und Todgeweihte, Tausende oft in Stundenfrist. Ab Frühjahr 1942 waren die Todesstätten zwei Bauernhäuser neben dem Lagerzaun, "Bunker 1" und "Bunker 2" mit abgedichteten Räumen. Durch kleine Fenster kippten SS-Schergen das Schädlingsbekämpfungsmittel "Zyklon B" aus Dosen ins Innere - und warteten 20 Minuten lang, bis alle Opfer erstickt waren. Dann mussten die jüdischen Häftlinge, die in "Sonderkommandos" zusammengefasst wurden, ihr schreckliches Werk tun. Ein Zeuge: "Wenn man die Türen öffnete, dann lagen sie - die einen über den anderen, die lagen wie Pyramiden. Die Stärksten versuchten so hoch wie möglich zu kommen. Die Schwächsten waren unten." Die Leichen wurden herausgeholt und in Gruben geworfen, die andere ausgehoben hatten. Kalk, Erde, das war die Bestattung. Bis zum Juni 1943 wurden vier große Krematorien mit eigenen Gaskammern fertiggestellt, täglich konnten nun über 4000 Menschen vergast und verbrannt werden - die zuständige Zentral-Bauleitung war so stolz auf ihr Werk, dass sie im Vorraum ihrer Büros eine Bilderserie "säuberlich nebeneinander liegender Verbrennungsöfen" präsentierte, erinnert sich ein früherer Rottenführer. Viele SS-Leute kamen freiwillig nach Auschwitz, allerdings wohl ohne zu wissen, was sie erwartete; andere wurden abkommandiert, auch Hunderte Soldaten der Wehrmacht gehörten zur Mannschaft - meist ältere, kränkliche Männer, "die den Strapazen der Front nicht mehr gewachsen waren", schreibt der frühere Häftling Hermann Langbein. Seelische Not spürten offenbar die wenigsten, jedenfalls findet sich in der einschlägigen Literatur keinerlei Szene solcher Art - was Wunder bei dem Selbstverständnis, stets hart zu sein. Und wer sich dennoch verweigerte, so berichtet Langbein, der wurde rasch und kritiklos durch einen Kameraden ersetzt. Die Kerneinheit allerdings stellten jene SS-Leute, die den Drill anderer Konzentrationslager mitgemacht hatten - und sich als eine Art Avantgarde des deutschen Volkes betrachteten mit dem Anspruch, der auserwählten Rasse anzugehören. Herren über Leben und Tod, die offenbar die Rechtfertigung eigenen Handelns nicht im Hier und Jetzt erblickten, sondern in einem noch zu verwirklichenden Rassenimperium. Erst als alles vorbei war, verstanden sich die Weltanschauungskämpfer plötzlich nur noch als kleine Rädchen im allmächtigen Apparat. Zum Personal in Auschwitz und Majdanek, nicht aber in den anderen Vernichtungslagern, zählten auch Frauen; sie waren Reichsangestellte, keine Mitglieder der SS. Und diese zumeist noch sehr jungen Frauen waren größtenteils freiwillig hier. Als Aufseherinnen nahmen sie an Selektionen teil, sorgten während der Appelle für Ruhe und Ordnung und halfen danach mit, schreibt die Historikerin Gudrun Schwarz, "die selektierten Frauen zu den Gaskammern zu treiben". Die Ehefrauen, die in den zum Lager gehörenden Siedlungen lebten, hatten eine ganz besondere Aufgabe. Sie sollten ein warmes Nest hüten - offenbar bedurfte die KZ-Arbeit der Kompensation innerhalb der eigenen vier Wände. Nervenberuhigende Ablenkung boten darüber hinaus Musikabende, Theatervorstellungen ("Gestörte Hochzeitsnacht") oder ein Kaffeehaus, und wer sich besonders verdient gemacht hatte, dem steckte sein Chef schon mal Schnaps und Zigaretten zu. Das für die KZ zuständige Wirtschafts-Verwaltungshauptamt der SS lehnte bemerkenswerterweise eines ab - mehr Geld für die Schergen. Das Gehalt habe nur "sekundäre Bedeutung", teilte Amtschef Oswald Pohl mit. Viel wichtiger sei die "innere Beziehung" jedes Einzelnen zu seiner Arbeit - hier hat der Begriff Mordmotiv eine ganz eigene Bedeutung. Als einer der Akteure des Judenmordes, der Einsatzgruppenchef Otto Ohlendorf, sich vor einem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal verantworten musste, sprach er vom Gastod als "Humanisierung" des Massenmordes, human für die Täter. Er meinte es gar nicht zynisch.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DER SPIEGEL 11/2008Alle Rechte vorbehaltenVervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH &amp;amp; Co. 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Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5852958607694264594?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5852958607694264594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5852958607694264594' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5852958607694264594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5852958607694264594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/03/morden-fr-das-vaterland.html' title='Morden für das Vaterland'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-913089304562592432</id><published>2008-03-24T00:41:00.003+01:00</published><updated>2008-03-31T01:29:46.703+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Jonathan Littell – Die Wohlgesinnten</title><content type='html'>&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;(Der Spiegel 11.02.2008)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Jonathan Littell – Die Wohlgesinnten&lt;br /&gt;„Die Wohlgesinnten“ sind die griechischen Erinnyen, jene Rachegöttinnen, die in einem Euphemismus als Eumeniden, eben Wohlgesinnte, bezeichnet wurden, um ihren Zorn zu beschwichtigen.&lt;br /&gt;Der Schleier des Vergessens und der Verdrängung muss weggezogen werden.&lt;br /&gt;Beide Seiten, das getane Unrecht und das erlittene, müssen in einem neuen Diskurs zusammengebracht werden. Bisher hat man sie nur einzeln rezipiert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Holocaust&lt;/strong&gt; wird heute oft vollkommen losgelöst vom Krieg betrachtet, er ist zu einem eigenen, quasi theologischen Thema geworden. Dadurch &lt;strong&gt;wird&lt;/strong&gt; er &lt;strong&gt;enthistorisiert&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die gesamthistorische Betrachtung dejudaisiert das Problem&lt;/strong&gt; auf eine bestimmte Weise, und das ist gut so, denn es &lt;strong&gt;ist ein universelles&lt;/strong&gt; Problem.&lt;br /&gt;Der Holocaust ist nicht allein ein Problem der Juden, weil sie die Opfer sind, und der Deutschen, weil sie die Täter sind, sondern das Problem aller Menschen, weil sie potentiell selbst zu Henkern werden könnten.&lt;br /&gt;Im Krieg sind nicht unbedingt die Leute am interessantesten, die einander umbringen, die aufeinander schießen. Hinter den Kulissen ist immer ein bürokratischer Geist am Werk, eine administrative Bewerkstelligung des Tötens. Auch das Militär funktioniert bürokratisch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kultur schützt nicht vor Barbarei&lt;/strong&gt;: Es gibt sogar eine Nähe von Kultur und Barbarei. Die Mischung aus Intellektuellem und Henker ist kein Hirngespinst. Man kann Beethoven oder Mozart lieben, Goethes „Faust“ lesen oder Flauberts „Lehrjahre des Gefühls“ und trotzdem ein Unmensch sein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Moderne Orestie&lt;/strong&gt;: Der literarische Diskurs unterscheidet sich vom historischen – in Letzterem kann man sagen: Diese Person ist falsch. Aber der literarische Versuch ist eine Art, sich der Wahrheit anders zu nähern. Literatur ist eine spezifische Wahrheitsfindung.&lt;br /&gt;Kunst will die extremsten Aspekte menschlicher Erfahrung vermitteln. Dazu gehört die Liebe, aber auch der Tod. Krieg, Massenmord sind solche Extremsituationen. Man sollte aber nicht verständnislos, erstarrt im Schrecken, unfähig, das Furchtbare zu akzeptieren, davor stehenbleiben. Historiker sammeln die Fakten des Grauens, und wenn sie gute Autoren sind, kann ihr Blick über das Geschehene hinausgehen. Das ist aber nicht zuvörderst ihre Absicht. &lt;strong&gt;Literatur &lt;/strong&gt;dagegen will &lt;strong&gt;ein Fenster hin zum Unverständlichen &lt;/strong&gt;öffnen. Noch einmal: Wahrheit in der Literatur ist etwas anderes als Wahrheit in der Geschichte.&lt;br /&gt;Man kann niemandem etwas erklären, was man nicht selber weiß. Ich habe für mich, ganz allein für mich, lediglich versucht, bestimmte Dinge zu verstehen, Dinge, die mir unverständlich sind. Und immer noch unverständlich bleiben, größtenteils. Vielleicht ist es mir nur gelungen, das Unverständliche ein bisschen besser einzukreisen.&lt;br /&gt;die Wirkung auf den Leser oder dessen Interpretation meines Buchs. Es ist aus meinem Schreibexperiment geboren, nun führt es sein Eigenleben. Ich besitze es nicht mehr, ich habe keine Autorität mehr darüber, für mich ist es eine Spur, die meine Erfahrung hinterlassen hat. Es gehört mir nicht mehr als jedem interessierten Leser, und deshalb ist das Herangehen jedes Lesers berechtigt, sogar notwendig - das Ihre so gut wie das eines jeden. Aber diese Deutung erfolgt eben ohne mich, ohne meine Zustimmung oder Ablehnung.&lt;br /&gt;Faulkner, Melville, Genet, Marquis de Sade, Bataille: Tabu und Überschreitung – der Orest-Mythos&lt;br /&gt;Im &lt;strong&gt;Reichssicherheitshauptamt&lt;/strong&gt;, der Terrorzentrale der Nazis, hatten zwei Drittel der SS-Leute studiert, die Hälfte davon promoviert. Auch Aue ist Jurist mit Doktortitel.&lt;br /&gt;Diese junge Elite arbeitete in völlig neuen, selbstgestalteten Institutionen, und ihr fehlte jede Empathie, jedes Mitleid, jedes menschliche Maß. So funktionierte meiner Meinung nach die Nazi-Bürokratie: im Wettstreit der Institutionen um die Erfüllung des angenommenen oder antizipierten Führerwillens.&lt;br /&gt;Diese Form von Schrankenlosigkeit Entsteht wahrscheinlich aus Angst, aus existentieller Verunsicherung, einem Gefühl der Bedrohung und der Verwundbarkeit.&lt;br /&gt;Kunst ist die beste Möglichkeit, Wirklichkeit auszudrücken.&lt;br /&gt;Es gibt nur die Hoffnung zwischen "schlimm" und "etwas weniger schlimm".&lt;br /&gt;Die Wohlgesinnten, griechisch die Eumeniden, also die euphemistische Beschwörung der Rachegöttinnen, hatten seine Spur wieder aufgenommen, lautet der letzte Satz Ihres Romans. Gibt es keine Erlösung? Hören die Erinnyen irgendwann auf, die Schuldbeladenen zu verfolgen?&lt;br /&gt;Littell: Der Vergangenheit entkommt man nicht. Eine Verurteilung mit einer Bestrafung mag die Opfer befriedigen, die Täter akzeptieren das nicht. Sie sehen ihre Schuld nicht ein und nehmen deshalb auch keine Sühne auf sich, schon gar nicht, wenn sie ihre Taten im Auftrag des Staats begangen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Furien, Euminiden, Wohlgesinnten&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erinnyen"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Erinnyen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Orestie&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orestes"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Orestes&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Reichssicherheitshauptamt&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reichssicherheitshauptamt"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Reichssicherheitshauptamt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Milgram-Experiment&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Stanford-Prison-Experiment&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Third Wave&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Third_Wave"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/The_Third_Wave&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.vaniercollege.qc.ca/Auxiliary/Psychology/Frank/Thirdwave.html"&gt;http://www.vaniercollege.qc.ca/Auxiliary/Psychology/Frank/Thirdwave.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gruppenzwang&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenzwang"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenzwang&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Henker sprechen lassen&lt;br /&gt;&lt;a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=55766077&amp;amp;aref=image036/2008/02/09/ROSP200800701500153.PDF&amp;amp;thumb=false"&gt;http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=55766077&amp;amp;aref=image036/2008/02/09/ROSP200800701500153.PDF&amp;amp;thumb=false&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-913089304562592432?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/913089304562592432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=913089304562592432' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/913089304562592432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/913089304562592432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/03/jonathan-littell-die-wohlgesinnten.html' title='Jonathan Littell – Die Wohlgesinnten'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3688494101613074932</id><published>2008-02-14T10:53:00.001+01:00</published><updated>2008-02-14T10:57:31.957+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='hard stuff'/><title type='text'>Berufungsinstanz - Adorno</title><content type='html'>Berufungsinstanz. - Nietzsche hat im Antichrist das stärkste Argument nicht bloß gegen die Theologie, sondern auch gegen die Metaphysik ausgesprochen: daß Hoffnung mit Wahrheit verwechselt werde; daß die Unmöglichkeit, ohne ein Absolutes zu denken, glücklich zu leben oder überhaupt nur zu leben, nicht für die Legitimität jenes Gedankens zeuge. Er widerlegt den christlichen »Beweis der Kraft«, daß der Glaube wahr sei, weil er selig mache. Denn »wäre Seligkeit - technischer geredet, Lust - jemals ein Beweis der Wahrheit? So wenig, daß es beinahe den Gegenbeweis, jedenfalls den höchsten Argwohn gegen 'Wahrheit' abgibt, wenn Lustempfindungen über die Frage 'was ist wahr?' mitreden. Der Beweis der 'Lust' ist ein Beweis für 'Lust' - nichts mehr; woher um alles in der Welt stünde es fest, daß gerade wahre Urteile mehr Vergnügen machten als falsche und, gemäß einer prästabilierten Harmonie, angenehme Gefühle mit Notwendigkeit hinter sich dreinzögen?« (Der Antichrist, Aph. 50) Aber Nietzsche selber hat den amor fati gelehrt, »du sollst dein Schicksal lieben«. Das, heißt es im Epilog der Götzendämmerung, sei seine Innerste Natur. Und es wäre wohl die Frage zu stellen, ob irgend mehr Grund ist, das zu lieben, was einem widerfährt, das Daseiende zu bejahen, weil es ist, als für wahr zu halten, was man sich erhofft. Führt nicht von der Existenz der stubborn facts zu deren Installierung als höchstem Wert der gleiche Fehlschluß, den er dem Übergang von der Hoffnung zur Wahrheit vorwirft? Wenn er die »Seligkeit aus einer fixen Idee« ins Irrenhaus verweist, so könnte man den Ursprung des amor fall im Gefängnis aufsuchen. Auf die Liebe zu Steinmauern und vergitterten Fenstern verfällt jener, der nichts anderes zum Lieben mehr sieht und hat. Beide Male waltet die gleiche Schmach der Anpassung, die, um nur überhaupt im Grauen der Welt aushalten zu können, dem Wunsch Wirklichkeit zuschreibt und dem Widersinn des Zwangs Sinn. Nicht weniger als im credo quia absurdum kriecht Entsagung im amor fati, der Verherrlichung des Allerabsurdesten, vor der Herrschaft zu Kreuz. Am Ende ist Hoffnung, wie sie der Wirklichkeit sich entringt, indem sie diese negiert, die einzige Gestalt, in der Wahrheit erscheint. Ohne Hoffnung wäre die Idee der Wahrheit kaum nur zu denken, und es ist die kardinale Unwahrheit, das als schlecht erkannte Dasein für die Wahrheit auszugeben, nur weil es einmal erkannt ward. Hier viel eher als im Gegenteil liegt das Verbrechen der Theologie, gegen das Nietzsche den Prozeß anstrengte, ohne je zur letzten Instanz zu gelangen. An einer der mächtigsten Stellen seiner Kritik hat er das Christentum der Mythologie geziehen: »Das Schuldopfer, und zwar in seiner widerlichsten, barbarischsten Form, das Opfer des Unschuldigen für die Sünden der Schuldigen! Welches schauderhafte Heidentum!« (Der Antichrist, Aph. 41) Nichts anderes aber ist die Liebe zum Schicksal als die absolute Sanktionierung der Unendlichkeit solchen Opfers. Der Mythos trennt Nietzsches Kritik an den Mythen von der Wahrheit.&lt;br /&gt;Adorno in Minima Moralia&lt;br /&gt;Onlineausgabe der Minima moralia hier:&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3688494101613074932?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3688494101613074932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3688494101613074932' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3688494101613074932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3688494101613074932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/02/berufungsinstanz-adorno.html' title='Berufungsinstanz - Adorno'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3858096575452097250</id><published>2008-01-29T11:45:00.001+01:00</published><updated>2009-01-08T12:55:40.514+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Die Namen der Totenrichter</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Hans Blumenberg, Die Vollzähligkeit der Sterne&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Namen der Totenrichter&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun weiß dieser Sokrates, der immer von sich behauptete, nichts anderes zu wissen als, daß er nichts wisse, sogar die Namen der Totenrichter im Tribunal über die Toten: Minos, Rhadamanthys, Aiakos und Triptolemos. Er nennt sie in seiner »Apologie« in dem Mythos, mit dem der Dialog »Gorgias« schließt, dem einzigen Mythos übrigens, dem Plato die ganze Wahrheit des Logos zusprechen läßt.&lt;br /&gt;Der Mythos vom Totengericht hat einen eigenen Mythos von seiner Wandlung. Nicht immer war erst über die Toten Gericht gehalten worden. Wie vieles andere hatte sich auch dieses mit der Ab1ösut~g~er Göttergenerationen, von der des Kronos und seinen Titanen zu der des Zeus, geändert. In jener titanischen Vorzeit waren die Menschen am Tage ihres Todes von menschlichen Richtern geprüft und je nach Befund entweder auf die Inseln der Seligen oder in die Unterwelt der Schatten geschickt worden. Als Zeus zur Herrschaft gekommen war, gab es, wie bei Machtwechseln sonst auch, Klagen über ungerechte Urteile, mangelnde Durchsicht der Richter.&lt;br /&gt;Der neue Gott schuf ein neues Verfahren und ließ erst die Verstorbenen durch gleichfalls schon dem Leben und seinen Befangenheiten entzogene Richter aburteilen. Nun gibt es die schiere Durchsichtigkeit. Alle Hüllen sind gefallen, Nacktheit steht gegen Nacktheit, keine Rhetorik vermag Einfluß auf das Gericht zu nehmen. Es ist die mythische Darstellung des Sieges der sokratischen Kritik an der sophistischen Rhetorik, die ihre Macht nur unter den Bedingungen der Undurchsichtigkeit des Leibes auszuüben vermochte.&lt;br /&gt;Die christliche Dogmatik hat den Mythos von der Gerichtsreform des Zeus nur teilweise rückgängig gemacht. Auch für die theologische Eschatologie ist entscheidend, daß der Glaubende den Namen seines Richters weiß. Es gehört zu den Subtilitäten dieses dogmatischen Kapitels, daß nicht der Vater Weltschöpfer das große Gericht abhält, sondern der Sohn: der Menschensohn aus Nazareth, der zum Tag des Gerichts sein Wiederkommen auf den Wolken des Himmels verheißen hatte. Ursprünglich waren die, die vor ihm zu erscheinen hatten, die noch lebenden Empfänger dieser Verheißung gewesen. Erst später, mit dem Terminverzug des Weltendes, wurden es die in ihren Leibern durch die Gerichtsposaune Auferweckten.&lt;br /&gt;Der Rigorismus der Gerichtsidee erscheint gemildert durch die Leiblichkeit auf beiden Seiten als das Gemeinsame zwischen dem menschgewordenen Richtergott und den von ihm zu Richtenden. Der Urteilsspruch stand ohnehin im Buch des Lebens fest. Wie die Freisprüche, die der Apostel im Brief an die Römer durch den Glauben an Tod und Auferstehung des Heilbringers verbürgt sein läßt. Dieser Gedanke von der ‘Rechtfertigung&lt; size="1"&gt;Hans Blumenberg, Die Vollzähligkeit der Sterne&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3858096575452097250?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3858096575452097250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3858096575452097250' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3858096575452097250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3858096575452097250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/die-namen-der-totenrichter.html' title='Die Namen der Totenrichter'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2804097089162654967</id><published>2008-01-15T00:16:00.001+01:00</published><updated>2008-01-15T00:16:56.705+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Heilkraft des Hungerns</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ständiges Fasten hält gesund und verlängert das Leben um bis zu 50% - das scheinen Experimente mit Spinnen, Fischen, Mäusen und Affen zu zeigen. Nun testen Forscher eine Pille, die den Effekt ganz ohne Hungerkur simuliert. Lassen sich so die Krankheiten des Alters besiegen?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Kalorische Restriktion&lt;br /&gt;Wer zu 30 bis 50% weniger frisst, der lebt 30 bis 50% länger. Und wichtiger noch: Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Krebs, Schlaganfall und Demenz treten unter fastenden Tieren viel seltener oder später auf – das Altwerden geschieht häufig bei bester Gesundheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kalorische Restriktion schaltet offenbar einen uralten Überlebensmechanismus an; betroffene Organismen lassen es ruhiger angehen. Die Körpertemperatur von Rhesusaffen etwa sinkt um 0,5 C; die verbleibenden Kräfte werden verwendet, Schäden in den Zellen zu reparieren.&lt;br /&gt;Bei Menschen, nach sechs Monaten, günstigere Insulinwerte und weniger Schäden im Erbgut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versuche (Verfettung) mit Resveratrol an Mäusen: Völlerei ohne Reue: auch die Blutzuckerwerte, Leberblieben normal, und Lebenserwartung nicht beeinträchtigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Untersuchungen an, wegen einer genetischen Veränderung, besonders langlebigen Hefezellen: das ominöse Gen stellt ein Enzym her, welches das Erbgut schützt und auf diese Weise die Hefezellen länger leben lässt. In Zeiten von Nahrungsmangel schaltet der Organismus das Schutz-Enzym an – und lebt dadurch länger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange hatten die Forscher die kalorische Restriktion für einen rein passiven Prozess gehalten: Während einer Hungerszeit fahren Organismen ihren Umsatz herunter und produzieren weniger schädliche Abfallprodukte. Nun scheint die kalorische Restriktion eine aktive Antwort auf die Umwelt, eine Stressreaktion: Ein bestimmtes Enzym wird angeschaltet, wenn es keine Nahrung gibt.&lt;br /&gt;Das Enzym, auf den Namen „Sirtuin“ getauft, zur Grundausstattung des Lebens zu gehören. Bei Säugetieren wurden 7 verschiedene Sorten des Enzyms entdeckt. Sie werden nach einigen Stunden ohne Mahlzeit angeschaltet und aktivieren ihrerseits bestimmte Proteine: Eine Kaskade von Aktionen erhöht daraufhin Widerstandskraft und Vitalität der Zelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wem die Überlegungen der Pharmakologen abschreckend erscheinen, der mag in Rotwein Trost finden. Ein Liter Rotwein enthält jedoch maximal 15 Milligramm der vermeintlichen Zaubersubstanz Resveratrol. Wer auf die in den Mäusen erfolgreiche Dosis kommen wollte, müsste jeden Tag mindestens 150 Flaschen leeren.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Spiegel 50/2006&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2804097089162654967?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2804097089162654967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2804097089162654967' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2804097089162654967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2804097089162654967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/heilkraft-des-hungerns.html' title='Heilkraft des Hungerns'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-1625374060941381694</id><published>2008-01-15T00:14:00.000+01:00</published><updated>2008-01-15T00:15:32.189+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Das geteilte Land</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Deutschland driftet auseinander: Wirtschaftlicher Aufschwung und Massenarmut schließen sich nicht aus. Daran wird auch die nächste Lohnrunde nichts ändern.&lt;br /&gt;Die Politik sieht untätig zu und ist dabei, sich vom Ziel der Chancengleichheit t zu verabschieden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Zahlen des Statistischen Bundesamtes:&lt;br /&gt;10,6 Millionen Menschen sind von Armut bedroht, 13 % der Bevölkerung, darunter viele Kinder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es gibt keine Ober- und Unterschicht hier, sondern es ist eine Gesellschaft. Und wir sind gut beraten, wenn wir die nicht auseinanderfallen lassen“, behauptet Müntefering.&lt;br /&gt;Wenn Merkel oder Müntefering über D reden, klingt es oft so, als sprächen sie über eine friedliche Märchenwelt irgendwo in der Südsee. Es sind Zeugnisse einer unehrlichen Politik, in der die Realität geleugnet wird, weil der Mut fehlt, die Realität zu ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Investivlöhne: aus Beschäftigten sollen Miteigentümer werden, kleine Kapitalisten, die am Erfolg des Unternehmens teilhaben.&lt;br /&gt;Die Idee hat zwei Schönheitsfehler:&lt;br /&gt;1.       Bei einer Unternehmenskrise wäre nicht nur ihr Job, sondern auch ihr Erspartes in Gefahr.&lt;br /&gt;2.       Der Spielraum für Lohnerhöhungen kann nur einmal ausgeschöpft werden, er würde durch Investivlöhne nicht erweitert, nur anders aufgeteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ändern die Debatten und Tarifauseinandersetzungen nichts. Wer arbeitslos ist, geht leer aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht der Mangel an Geld, der die Armut von heute ausmacht, sondern der Mangel an Teilhabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die moderne Variante de des dt. Aufschwungs ist ein elitärer Aufschwung. Er findet ohne das untere Drittel statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Globalisierung wirkt als Katalysator für da Auseinanderdriften von Arm und Reich.&lt;br /&gt;Beispiel: das feine Bankgewerbe:&lt;br /&gt;Die Kapitalmarktexperten sitzen fast alle in London oder New York. Viele Berufseinsteiger unter ihnen kommen in guten Jahren auf eine halbe Million Euro Gehalt.&lt;br /&gt;Der gehobene Banker in D verdient dagegen nur rund 120.000 €, 40 % mehr als vor 10 Jahren&lt;br /&gt;Ein normaler Angestellter in der Filiale kommt etwa auf 50.000, sofern seinen Job noch in D gibt.&lt;br /&gt;Denn der internationale Konkurrenzkampf hat im Bankgewerbe wie in anderen Branchen Tausende Arbeitsplätze ins Ausland gespült. So sitzen mittlerweise allein über 2000 Angestellte der Deutschen Bank in Indien, wo die Löhne teils nur 1/10 der hiesigen betrachten. Die Spesenabrechnungen werden in der Slowakei und Ungarn bearbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Millionen Haushalte gelten als überschuldet. Sie sind nicht in der Lage, ihre Raten zu zahlen, ohne unter das Existenzminimum zu rutschen.&lt;br /&gt;Die Zahl der Menschen, die von Hartz IV betroffen sind, ist auf sieben Millionen gestiegen – fast 10% der Bevölkerung.&lt;br /&gt;Inflationsbereinigt sank das Haushaltseinkommen seit 1991 um 2 %.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grenze zum Prekariat liegt bei einem Monatseinkommen von 856 € für Alleinstehende bzw. 1789 € für eine Familie mit zwei Kindern. Jeder Achte liegt unter dieser Grenze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Manager pro Tag soviel verdienen, wie ihre Angestellten im ganzen Jahr nach Hause bringen, war in den 60ern und 70ern Jahren unvorstellbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bildungschancen werden vererbt.&lt;br /&gt;Kinder von Eltern mit hohem sozialen Status habe eine 2,7fach größere Chance, ein Gymnasium zu besuchen, als Kinder von Facharbeitern. Die Wahrscheinlichkeit, ein Studium aufzunehmen, ist bei Gutverdienerkindern sogar um das 7,4fache höher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung liegt nur zwei Flugstunden entfernt: in Finnland.&lt;br /&gt;Sie kürzten die Sozialleistungen und stärkten im Gegenzug die öffentlichen Investitionen.&lt;br /&gt;Sie investierten in jene Infrastruktur, die jeder Mensch für seinen persönlichen Aufstieg benötigt: Betreuungs- und Bildungseinrichtungen.&lt;br /&gt;Um 30% kürzten die Finnen das Sozialbudget. Zudem stoppten sie sämtliche Frühverrentungsprogramme.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DS 50/2006&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-1625374060941381694?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/1625374060941381694/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=1625374060941381694' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1625374060941381694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/1625374060941381694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/das-geteilte-land.html' title='Das geteilte Land'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3864429804991758536</id><published>2008-01-15T00:13:00.001+01:00</published><updated>2008-01-15T00:14:21.360+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Die wahre Unterschicht</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Der Aufschwung ist da – doch die Masse der Arbeitnehmer hat davon wenig. Daran wird auch die kommende Tarifrunde kaum etwas ändern. Die Globalisierung drückt weiter auf die Löhne, und die abhängigen Beschäftigten müssen den ausufernden Sozialstaat weitgehend allein finanzieren.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Fast sieben Millionen Deutsche gelten als Niedriglöhner, ihr Einkommen beträgt weniger als 2/3 des Lohnmittelwerts.&lt;br /&gt;Die abhängig Beschäftigten werden in die Zange genommen: Zum einen drückt die Konkurrenz billiger Arbeitermassen aus Osteuropa oder Asien die Löhne ganzer Branchen und Berufsgruppen mitunter auf Hartz-IV-Niveau herunter. Zum anderen fordert der vielfach fehlkonstruierte Sozialstaat ausgerechnet den Arbeitnehmern die größten Opfer ab.&lt;br /&gt;Eine partiell rechtsfreie Wildwest-Ökonomie.&lt;br /&gt;Im vergangenen Jahr haben sich die Gehälter der Konzernvorstände in den 30 größten Aktiengesellschaften um bis zu 20% erhöht. Im vergangenen Jahrzenht haben sich die Chefgehälter sogar verdreifacht.&lt;br /&gt;Unter der narkotisierenden Wirkung günstiger Konjunkturdaten hat die Große Koalition die Arbeiten auf der Reformbaustelle D weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;Warum Neues wagen, wenn der Status              quo bei Wirtschaft und Verbrauchern doch viel beliebter ist?&lt;br /&gt;Heute fordern die Vorstände Managergehälter wie in Amerika, aber die Arbeitnehmer sollen sich an Löhnen wie in China orientieren.&lt;br /&gt;Sollen die Löhne das Arbeitsergebnis korrekt wiederspiegeln, müssen sie etwa im selben Umfang wachsen wie Preise und Produktivität der Wirtschaft. Steigen die Löhne zu rasch, könnten Arbeitsplätze gefährdet werden. Legen Sie mit geringerer Rate zu, fahren die Firmen Extragewinne ein. Oder sie verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit.&lt;br /&gt;Nach dieser Formel wäre im vergangenen Jahrzehnt ein Verdienstplus von jährlich 2,5 % wirtschaftlich vertretbar gewesen. Tatsächlich aber sanken die realen Nettoverdienste pro Arbeitnehmer im Schnitt um 0,5 % pro Jahr. Die Differenz strichen Arbeitgeber und der Staat ein.&lt;br /&gt;Legten in den vergangenen 15 Jahren die Bruttolöhne um 0,1 % pro Jahr zu. Die Nettolöhne dagegen gingen um 0,4% zurück. Die Differenz dient vor allem dazu, das wachsende Heer der Ruheständler und Transferempfänger zu versorgen.&lt;br /&gt;Auch auf der anderen Seite der Sozialstaatsbilanz, bei den Einnahmen, werden die abhängig Beschäftigten wie Bürger zweiter Klasse behandelt.&lt;br /&gt;So müssen Arbeitnehmer in der Spitze bis zu 47% ihres Einkommens versteuern. Immobilienbesitzern hat der Staat erhebliche Steuervorteile eingeräumt, Aktienverkäufe gänzlich steuerfrei, wenn Wertpapiere erst 12 Monate nach dem Kauf weiterveräußert werden, auch das Erben steuerbegünstigt.&lt;br /&gt;Unterschiedliche Beteiligung an den Kosten und Leistungen des Gemeinwesens schlägt auf die privaten Haushaltsbudgets durch. So führen Arbeitnehmer jedes Jahr rund 6700 € an die staatliche Umverteilungsmaschine ab. Bei den im Schnitt deutlich wohlhabenderen Selbständigen nur rund 4700 €.&lt;br /&gt;Abhängig Beschäftigte arbeiten zu 26% für den Staat, Selbständigen nur zu 15%.&lt;br /&gt;1986 lagen die Einkünfte von Unternehmerfamilien, Freiberuflern oder Beratern knapp 40% über dem Durchschnitt, heute sind es knapp 50%.&lt;br /&gt;Wer arbeitet ist der Dumme – es sei denn er arbeitet auf eigene Rechnung. Seit 1991 ist der Anteil der Selbständigen an der Erwerbsbevölkerung von 8 auf 11 % gestiegen. Weil der Kreis der Einzahler in die Sozialkassen gesunken ist, müssen diejenigen umso mehr bluten, die noch drin sind.&lt;br /&gt;Die Bundesrepublik ist nach Belgien das Industrieland mit der höchsten Sozialbeitragslast auf den Faktor Arbeit.&lt;br /&gt;Eichels angebliches Jahrhundertprojekt 2001 zur fiskalischen Entlastung der Bürger hat auf Druck der Industrie nicht die Sozialbeiträge sondern die Steuern gesenkt.&lt;br /&gt;Als Wolfgang Clement die Misere der Langzeitarbeislose mit der „Mutter aller Reformen“ bekämpfen wollte, baute er vor allem die Minijob-Förderung aus. Es war die mit Abstand arbeitsmarktschädlichste Fehlkalkulation in der an Fehlkalkulationen reichen Hartz-Gesetzgebung.&lt;br /&gt;Was zu tun wäre, um die dt. Krankheit zu bekämpfen ist seit langem bekannt:&lt;br /&gt;Ein allg. Mindestlohn, der bei 40 St. Die Woche das Existenzminimum abdeckt. Viel höher darf er allerdings auch nicht sein. Sonst rechnen sich viele Jobs nicht mehr.&lt;br /&gt;Die Sozialabgaben müssen sinken, damit die Unternehmen wieder mehr Jobs im Inland schaffen. Geringqualifizierte Stellen müssen mit staatlichen  Lohnzuschüssen attraktiv gemacht werden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DS 14/2007&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3864429804991758536?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3864429804991758536/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3864429804991758536' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3864429804991758536'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3864429804991758536'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/die-wahre-unterschicht.html' title='Die wahre Unterschicht'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-9007531728536929197</id><published>2008-01-15T00:10:00.001+01:00</published><updated>2009-01-08T12:57:14.394+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Die Legende vom grossen Unterschied zwischen Mann und Frau</title><content type='html'>&lt;span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-large;"&gt;DER SPIEGEL:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 24px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Das gleiche Geschlecht: Dirigiert die Steinzeitbiologie heute noch den Mann auf den Mars und die Frau auf die Venus? Neuroforscher suchen nach dem großen Unterschied – und können ihn nicht finden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die geringe Größe des Frauenhirn.&lt;br /&gt;Die Psyche einer Aldi-Plastiktüte im Vergleich zu einer Männerseele unheimlich kompliziert.&lt;br /&gt;20.000 Wörter täglich quassele die Frau, der Mann begnüge sich mit nur 7000. Dafür dächten Frauen nur einmal pro Woche an Sex, Männer aber alle 58 Sekunden.&lt;br /&gt;Homo testosteroniensis und homo östrogeniensis&lt;br /&gt;Männer werfen die Darts ins Schwarze, weil sie das in Jahrtausenden ihres Jobs als fleischbeschaffende Mammutjäger trainiert haben, bis es festsaß in ihren Genen. Daher auch die&gt;Wortkargheit – schwatzenden Speerträgern entwicht die Beute. Der paläolithische Weiberclub dagegen sammelte Wurzeln und fragile Beeren – die Damen erwarben das Fingerspitzengefühl, das sie heute noch zum Häkeln und Zwiebelwürfeln befähigt.&lt;br /&gt;Simone die Beauvoir: „Was ist eine Frau?“&lt;br /&gt;Dort, wo sich Andersartigkeit messen lässt, spielt sie entweder keine rolle für den Lebenslalltag oder ist unbedeutend klein.&lt;br /&gt;„Wir kommen mit einer zartrosa und hellblauen Tönung auf die Welt, erst unsere Erfahrungen, die Kultur, in der wir leben, vertiefen sie dann zu satten Farben.“&lt;br /&gt;Wackelt das gesamte Theoriegebäude, das die These vom großen Unterscheid auf die Steinzeitfamilie stützen soll. Denn die Haushaltsführung in paläolithischen Höllen ist vor allem - Spekulation.&lt;br /&gt;Wie mächtig der Alltag Form und Funktion des Gehirns beeinflusst. Verblüffend leicht vermag sich das menschliche Denkorgan umzumodeln. So lässt sich an der Größe einer bestimmten Hirnregion von Taxifahrern ablesen, wie viel Lebenszeit sie damit verbracht haben, durch die Stadt zu kutschieren.&lt;br /&gt;Reagieren Eltern, egal ob Vater oder Mutter, zugewandter auf fremde Kinder, wenn sie gerade selbst welche großpäppeln. Will heißen: Das Gehirn bekommt den Mutterkick durchs Muttersein, den Vaterkick durchs Vatersein.&lt;br /&gt;Probandinnen sollten Mathematikaufgaben lösen. Ein Teil von ihnen bekam zuvor einen Text vorgelegt, in dem behauptet wurde, Frauen litten unter einer angeborenen Mathe-Schwäche. Prompt rechneten sie deutlich schlechter als die Geschlechtsgenossinen, die nichts dergleichen gelesen hatten.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DS 05.02.2007&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-9007531728536929197?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/9007531728536929197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=9007531728536929197' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/9007531728536929197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/9007531728536929197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/die-legende-vom-grossen-unterschied.html' title='Die Legende vom grossen Unterschied zwischen Mann und Frau'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6195675949376404514</id><published>2008-01-15T00:04:00.000+01:00</published><updated>2008-01-15T00:05:19.246+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Die große Geldvernichtung</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Die Hartz-IV-Gesetze der rot-grünen Jahre zeigen ihre grotesken Auswirkungen – als Beschäftigungsprogramm an Sozialgerichten. Echte und scheinbare Arme sorgen dort für die wohl größte Prozessflut der bundesdeutschen Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;100.000 die vom „Kunden“ zum Prozessgegner wurden.&lt;br /&gt;Das Personal in den Jobcentern ist oft im Schnellverfahren ausgebildet worden.&lt;br /&gt;Tausende, die früher bei der Post, Bahn, Telekom oder auch beim Zoll arbeiteten, wurden abbeordert. „Amtshilfe“ nannte man das.&lt;br /&gt;Ein Sozialverfahren kann ohne Anwalt stattfinden und ist dann für den ALG-II-Empfänger kostenlos.&lt;br /&gt;Entdiskriminierung einer Sozialleistung&lt;br /&gt;Eine Art Mindestausstattung des Wohlfahrtsstaats&lt;br /&gt;In einem schmalen Budget schlagen schon geringe Summen zu Buche.&lt;br /&gt;„Eheähnliche Gemeinschaft“: wenn zwei Erwachsene so leben, dass man daraus schließen darf, sie wollten füreinander einstehen, dann bekommen sie insgesamt weniger Hartz IV.&lt;br /&gt;Die „Bedarfsgemeinschaft“ ist ein Konstrukt, für das Juristen den Grad der Zuneigung zwischen zwei Menschen in eine Anspruchshöhe übersetzen müssen.&lt;br /&gt;Sogar die Verwaltungsangestellten den Arbeitslosen zu einem Eilverfahren raten, wenn sie selbst nicht mehr durchblicken. „Die Sachbearbeitung beginnt dann praktisch vor Gericht“, heißt es in einem internen Schreiben der Berliner Justizverwaltung.&lt;br /&gt;Gerichtssäle werden an vielen Orten zu einer Art Volkshochschule in Sachen Hartz IV.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Spiegel&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6195675949376404514?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6195675949376404514/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6195675949376404514' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6195675949376404514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6195675949376404514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/die-groe-geldvernichtung.html' title='Die große Geldvernichtung'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6372051187341776675</id><published>2008-01-15T00:02:00.001+01:00</published><updated>2009-01-08T12:58:26.829+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Der Vergoldete Käfig</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 24px; "&gt;Der Spiegel 26.02.2007&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Wie der Staat die Frauen vom Beruf fernhält – und trotzdem nicht mehr Kinder geboren werden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Elterngeld&lt;br /&gt;Jedes dritte Kind lebt nicht in einer klassischen Familie&lt;br /&gt;Familie ist, wo man ohne zu fragen zum Kühlschrank gehen kann, wenn man Durst hat&lt;br /&gt;Die Pille hat die Frauen „zu den wahren Torhütern der Natur gemacht“&lt;br /&gt;Die klassische bürgerliche Familie ist eine Erfindung des Industriezeitalters. Erst mit der Industrialisierung trennten sich Arbeitsplatz und Wohnort: Die Männer gingen in die Fabrik oder ins Büro, die Frauen blieben zu Hause. Schon damals: Arbeiterfamilien konnten es sich meist gar nicht leisten, dass die Frau zu Hause blieb, und viele Bürgerfrauen empfanden ihre Rolle als zu eng.&lt;br /&gt;Wo mehr Frauen arbeiten, wo mehr Scheidungen gezählt werden und der Grad der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen als hoch bewertet wird – ebendort ist die Fruchtbarkeit vergleichsweise groß: 1,8 Kinder pro Frau in Schweden, Finnland, Dänemark. Frankreich hat 2006 den Wert 2,1 erreicht.&lt;br /&gt;Wo Frauen keine Angst haben müssen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren und in Abhängigkeit von ihrem Man zu geraten, wo sie nicht fürchten müssen, aus einer verunglückten Partnerschaft keinen Ausweg zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Familie wird wieder zum heilen Hafen idealisiert, die traditionelle Familie erschein t als Wunschbild in unübersichtlicher Zeit. Die moderne Welt ist kalt und globalisiert und hat ihren Bewohnern Regeln und Sicherheiten genommen, also wächst die Sehnsucht nach Ordnung und Einfachheit, einer Zuflucht, einem Gegenmodell.&lt;br /&gt;„Meine Frau muss nicht arbeiten“, das war die Haltung der Männer in bürgerlichen Kreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Postfamilialen Familien: die modernen Menschen müssen selbst wissen, ob sie zusammenziehen oder nicht, ob Hochzeit oder nicht, Scheidung oder nicht, ob Kinder, wann und wie viele, mit wem und warum. Ob beide arbeiten, wie viel sie arbeiten und wohin mit der Oma, wenn sie dement ist.&lt;br /&gt;Früher war die Fürsorge der Männer im Wesentlichen ökonomisch geprägt, sie brachten genügend Geld nach Hause und zeigten Frau und Kindern auf diese Weise, was sie ihnen wert waren. Nun sind die Männer in der Rolle. Ihre Fürsorge für Frau und Kindern neu definieren zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frage der Ökonomie, nicht der Ideologie: Die Studentenunruhen und die Emanzipationsbewegung haben einen Wertewandel bewirkt, der den gesellschaftlichen Prozess beschleunigt hat. Aber die Versorgerehe hätte sich ohnehin nicht erhalten lassen, weil die ökonomische Basis für dieses Modell verschwunden ist.&lt;br /&gt;Die Familien konnten sich nicht länger in Sicherheit wiegen, dass der Mann seine Arbeit ein Leben lang behält, dass sein Lohn auf Dauer reicht, um alle zu ernähren.&lt;br /&gt;Jeder Frau in einem Paarhaushalt mit Kindern unter zwölf Jahren geht nicht arbeiten. Aber nur sechs Prozent sagt: ich habe es so gewollt.&lt;br /&gt;Familie kann größte Nähe bedeuten und größte Not. Kann Gewalt bedeuten oder Vernachlässigung.&lt;br /&gt;Art. 6 GG: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“. Aber auch „über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;·         Rushhour des Lebens:  Der heutige Lebenszyklus: in der Jugend wird gelernt, dann wird gearbeitet, und im Alter erholt man sich. So stauch in der Mitte des Lebens alles: die Karriere, das Familienleben und womöglich auch die Fürsorge für die eigenen Eltern – Rushhour des Lebens sind diese überfordernden Jahre zwischen dreißig und Mitte vierzig.&lt;br /&gt;„Lebenslaufregelung“, ein Modell aus Holland: Mitten im Leben erlaubt man sich Auszeiten, kümmert sich um die Erziehung seiner Kinder, die Pflege der Eltern oder unternimmt eine Reise um die Welt.&lt;br /&gt;In D, Diskrepanz zwischen Kinderwunsch (1,8) und Wirklichkeit (1,3).&lt;br /&gt;Es ist nicht die von U. Beck beschriebene „verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre“, die viele Väter davon abhält, „neue Väter“ zu sein, es ist verbale Aufgeschlossenheit bei gefühlter prekärer Arbeitsmarktlage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FRANKREICH&lt;br /&gt;Vier Fünftel der französischen Frauen zwischen 25 und 49 auf dem Arbeitsmarkt vertreten.&lt;br /&gt;Kinderkrippen und eine kostenlose Vorschule für Kinder ab drei Jahren, später Ganztagsschulen, von der Einschulung bis zum Abitur.&lt;br /&gt;Das Steuersystem basiert auf einem Schlüssel, die die Steuerlast nach Anzahl der Familienmitglieder berechnet. Das dritte Kind stellt dabei viele Familien weitgehend steuerfrei.&lt;br /&gt;Die seit Jahrzehnten gewachsene, tiefe und in allen Gesellschaftsschichten verankerte Überzeugung, dass ein Kind nicht ständig bei der Mutter sein muss.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-large;"&gt;Der Spiegel 26.02.2007&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6372051187341776675?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6372051187341776675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6372051187341776675' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6372051187341776675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6372051187341776675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/der-vergoldete-kfig.html' title='Der Vergoldete Käfig'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5391763539476351202</id><published>2008-01-15T00:00:00.000+01:00</published><updated>2008-01-15T00:02:01.561+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='wie wir wurden was wir sind'/><title type='text'>Aufbruch der Barbaren</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Eine Spektakuläre Beutekunst-Ausstellung in Moskau zeigt erstmals den Goldschmuck der Merowinger – jener fränkischen Könige, die an der Schwelle von der Antike zum Mittelalter den Kontinent beherrschten. Die einzigartigen Altertümer stammen aus den „dunklen Jahrhunderten“, als die Germanen das Römische Recht zerschlugen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Merowingerzeit ist die fundärmste Epoche in der Geschichte Europas.&lt;br /&gt;Zwischen 482 bis 714 d.c. beherrschten diese Germanenkönige (die Ihre Herkunft von einem an der Rheinmündung hausenden Meeresungeheuer ableiteten) weite Teile des Kontinents.&lt;br /&gt;Hierzulande werden die einzigartigen Prunkstücke nie zu sehen sein. Die deutsche Polizei wäre gehalten, die völkerrechtswidrig entwendeten Funde sofort zu beschlagnahmen. Nach der Haager Landkriegsverordnung von 1907, die es verbietet, im Krieg kulturelle Beute zu machen.&lt;br /&gt;Die Zeit zwischen 450 und 750 nach Christus steckt voller ungelöster Fragen.&lt;br /&gt;Warum trat das römische Imperium ab? 540 000 Legionäre hielt das Reich in der Spätantike unter Waffen.&lt;br /&gt;Nach genau 1229 Jahren war es mit Roms Ewigkeit vorbei.&lt;br /&gt;Der Zeitpunkt des Untergangs wird auf den 4. September 476 d.c. gelegt.&lt;br /&gt;Ende des 5. Jahrhunderts war das Imperium bankrott.&lt;br /&gt;„Persistent hammering“, nennt die US-Forschung jene ständigen Attacken, Nadelstiche und Überfälle, mit denen die Germanen weiter am Limes rüttelten. 548 km weit verlief der Grenzwall quer durch das spätere Deutschland. Es war ein hoher Palisadenzaun gespickt mit 900 Wachtürmen, die über ein Signalsystem aus Rauchzeichen und Blasinstrumenten verbunden waren.&lt;br /&gt;410 drangen die Westgoten erstmals bis nach Rom vor.&lt;br /&gt;Die Völkerflut, dieses paneuropäische Stoßen und Brechen, als das Altertum versank und Millionen Gierige und Verzweifelte auf den Beinen waren.&lt;br /&gt;Weil unsere Vorfahren nur Runen ritzten, verzerrte sich alles zur Legende.&lt;br /&gt;Der Wanderzug der Vandalen: von der Oder kommend, hatte dieser Stamm mit 80 Tausendschaften die Meerenge von Gibraltar überwunden, von wo aus er 439 nach Christus Karthago erstürmte. Wie konnte solch ein gigantisches kombiniertes See- und Landunternehmen gelingen?&lt;br /&gt;Die „dark ages“&lt;br /&gt;Die Franken spielten beim Untergang Roms eine zentrale Rolle. Trotz der engen Nachbarschaft sperrten sie sich gegen die Assimilierung. Dann schlugen sie zu.&lt;br /&gt;Die germanischen Stämme besaßen ein – wenn auch lockeres – Wir-Gefühl und beriefen sich laut Tacitus sogar auf einen gemeinsamen biologischen Urahnen, den Urvater „Mannus“. Ihre Mundarten ähnelten sich, ebenso die Häuser und die Rechtsbräuche. „Feiglinge und Unzüchtige“ (Tacitus) versenkten sie im Sumpf. Moorleichen fand man von Holland bis hoch nach Schweden.&lt;br /&gt;Innerhalb weniger Jahrhunderte gelang es den rückständigen und noch dem Schamanentum verhafteten Bewohner Nordeuropas, sich von agrarisch geprägten Erbsenpullern zu militärisch gestählten Weltherrschern aufzuschwingen..&lt;br /&gt;Karl Marx: Gegen die brutale Klassengesellschaft des römischen Imperiums mit seinem Sklavensystem habe sich das freie germanische Bauerntum gestellt. Die Cäsaren seien unter die Räder des Fortschritts geraten.&lt;br /&gt;Richtig ist: Die fränkischen Erben der Antike lebten von der Substanz wie weiland Erich Honecker und die DDR.&lt;br /&gt;Ihren Schmuck ließen sie aus Ostrom herbeischaffen oder von gallorömischen Handwerkern herstellen.&lt;br /&gt;Faul quartierten sich die Eroberer in den mächtigen Ruinen Roms ein. Als die endgültig zerfielen, zogen sie – überspitzt formuliert – wieder ins Zelt um.&lt;br /&gt;Im römischen Köln lebten etwa 25 000 Menschen, nach dem Kollaps hätten dort nur noch „einige hundert Franken in Holzbauten und Grubenhäusern“ gewohnt.&lt;br /&gt;Wirtschaftlich: Gewaltige Domänen und Latifundien zogen sich einst durch die Nordprovinzen. Großgrundbesitzer bauten dort mit Sklavenarbeit Wein und Getreide an. Als die Franken das Gebiet eroberten, streuten sie Gerste in kleinparzellierte Äcker. Die antiken LPG verfielen.&lt;br /&gt;Fiskalisch: Um 670 d.c. stellte Europa die Prägung von Goldmünzen ein (Rückkehr zur Tauschwirtschaft).&lt;br /&gt;Bildung: um 500  d.c. schlossen in Gallien die letzten Schulen für Grammatik (vergleichbar der modernen Grundschulen) und Rhetorik (Gymnasium).&lt;br /&gt;Um die enormen Umbrüche der Zeit richtig zu erfassen, darf nicht vergessen werden, dass der spätantike Weltstaat Rom bereits weitgehend christianisiert war. Immer mehr Staatsdiener, vor allem aus den gebildeten Schichten, wechselten in die Obhut der Kirche. Bis an die Grenze zum germanischen Urwald erhoben sich die Kreuze.&lt;br /&gt;Bei den Barbaren stieß der Jesus-Glaube, die Religion der Nächstenliebe, anfangs auf Unverständnis. Ihr Pantheon bestand aus dunklen Schicksalsmächten.&lt;br /&gt;Ein ungeheurer Strudel der Gewalt entstand damals. Jeder Stamm sei „durch und durch militarisiert“ worden, er wurde selbst zu einer Armee.&lt;br /&gt;Die Franken waren es, die den Römern den Todesstoß versetzten. Anders als die Reiche der Westgoten, Burgunden oder Vandalen, die kaum erschaffen, wieder zu Staub zerfielen, hatte ihr neues Machtgebilde Bestand. Es war die Keimzelle zweier Nationen: Frankreich und Deutschland.&lt;br /&gt;Geographische Wurzeln der Franken: die seltsame Ethnie (die der Stadt Frankfurt ebenso den Namen gab wie den Franzosen oder der bayerischen Landschaft Franken) lebte ursprünglich am östlichen Ufer des Niederrheins.&lt;br /&gt;Bereits Cäsar hatte um 50 a.c. den Strom überschritten und germanischen Boden betreten. „Neun Monate Winter und kein Sommer“, murrte er, als er das miserable Klima erlebte, und zog wieder ab.&lt;br /&gt;Zu der Zeit lebten in dem Gebiet mehrere Kleinstämme. Das Anrücken der kulturellen Supermacht Roms stieß im nordischen Dickicht bis zum Rheinufer offenbar eine fulminante Ethnogenese. Es bildeten sich Großstämme. Die in Weilern und Dörfern verstreut lebenden Sippen stellten ihre wehrfähigen Männer ab, die Lust auf Abenteuer hatten. Diese verbanden sich zu regionalen Großorden und unterstellten sich einem Führer. So entstand eine Art Guerilla, eine Urwald-Armee. Die Schlagkraft der Feinde war damit deutlich erhöht. Die Sachsen benannten sich nach einem einschneidigen Haumesser; dem „Sachs“. Die Alemannen waren einfach alle kriegstüchtigen Männer. Im Begriff Franke steckt das germanische Wort preg, was frech, kühn, frei bedeutet.&lt;br /&gt;Die so gebildeten größeren Aktionseinheiten hatten ein klares Ziel. Sie wollten Beute machen. Jenseits des Limes lag ein Paradies.&lt;br /&gt;Im Jahre 258 d.c. wagten die Franken den Angriff. Geschwächt durch innenpolitischen Zwist und einen Teilabzug der Legionen, lag Roms nördliche Flanke frei. Den Barbaren gelang der Durchbruch. Noch aber griff die pax romana. Ganze Germanendörfer wurden nach Gallien deportiert. Zugleich spielte Rom die diplomatische Geige. Den nordischen Häuptlinge wurden Jobs beim Militär angeboten. Ihre Truppenführer erhielten Zugang zu hohen Kommandostellen.&lt;br /&gt;Im 4. Jh. Dienten Franken in der gallischen Elite-Armee. Kurz vor dem Kollaps Roms waren sie in Generalstränge aufgestiegen und sogar Oberbefehlshaber des Reichsheers. Rom erschlaffte, es war müde geworden. Das Kämpfen überließ man gern anderen.&lt;br /&gt;Der Plan, Pufferzonen zu bilden und Grenzreservate, gefüllt mit „Föderaten“, ging nicht auf. Die in Sold genommenen fränkischen Soldaten hielten engen Kontakt zu ihren Brüdern von jenseits des Rheins.&lt;br /&gt;355 d.c. gelang es den Franken erstmals, die befestigte Stadtmauer von Köln zu erklimmen.&lt;br /&gt;Die Angriffe gehen auf eine „missglückte Einbürgerung der Germanen“ zurück.&lt;br /&gt;Die desolate Lage im 4. und 5. Jh. Hat aber auch demographische Gründe. Während Rom bereits Geburtenkontrolle aus Schweinedarm betrieb, vermehrten sich die Fremden von jenseits des Rheins stetig.“ Gebärmutter der Völker“ wurde der Norden genannt. Der Limes wirkte wie ein künstlicher Riegel, vor dem ein Bevölkerungsstau entstand.&lt;br /&gt;Um 360 d.c. preschte erstmals ein ganzer Teilstamm über  den  Limes. Die vor Xanten siedelnden Salfranken drangen zur Schelde vor. Das römische Heer stoppte den Menschenpulk zwar. Doch wohin mit ihm? Man wies den Leuten Land in einem morastigen Gebiet in Südholland zu, Toxandrien genannt. In der Nähe wurde später Chlodwig geboren.&lt;br /&gt;In einer kalten Silvesternacht 406 d.c., der Rhein war zugefroren, spazierten ganze über das Eis. Zu Zehntausenden drangen ostgermanische Vandalen und Sueben mit Ochsenkarren nach Westen vor. „Ganz Gallien rauchte als einziger Scheiterhaufen“, notierte ein Chronist.&lt;br /&gt;Zwar versuchte die schwer angeschlagene Weltmacht, auch diese Stammes armeen noch zu bändigen. Man teilte ihnen Land und verpflichtete sie zum Militärdienst. Doch die ins Reich hineingebrandeten Großgruppen gehorchten nicht mehr richtig. Um 450 d.c. hatten sich in dem weiten Imperium germanische Machtzentren abgekapselt.&lt;br /&gt;Als der Kaiser die Soldzahlungen fürs Militär einstellte, gingen auch die letzten Getreuen von der Fahne.&lt;br /&gt;Eben noch Generäle in römischen Diensten, riefen sich die fränkischen Militärs nun zu Königen aus.&lt;br /&gt;Das war die Stunde null in Europa. Das Mittelalter begann.&lt;br /&gt;Der Kontinent war zum wüsten Machtvakuum verkommen, ein umgefallener Riese.&lt;br /&gt;Chlodwig bediente sich am energischsten aus dieser Konkursmasse. Der Vater hatte noch als bezahlter Barbar von Roms Gnaden gedient, der Spross schwang sich nun selber zum Boss auf.&lt;br /&gt;Mit Ochsenkarren drangen die Franken bis tief nach Gallien vor.&lt;br /&gt;Zwischen 508 und 511 d.c. ließ Chlodwig die „Lex salica“ aufschreiben. Das fränkische Rechtsbuch diente vorrangig einem Zweck: Es wollte in Mordfällen verhindern, dass Blutfehden ausbrachen. Jeder Täter musste deshalb ein „Wergeld“ an die Hinterbliebenen zahlen.&lt;br /&gt;Staffelung der Geldstrafen&lt;br /&gt;Frönten die Merowingerkönige der Vielweiberei. Die so gezeugten Söhne waren allesamt erbberechtigt. Die Franken glaubten an die „Geblütsheiligkeit“ des eigenen Geschlechts. Also mordete die Sippe, um die Macht nicht zu zersplittern.&lt;br /&gt;Erst die Karoliger, Karl der Große, stoppte den Verfall des Abendlandes.&lt;br /&gt;Die Ressentiments der Deutschen lassen sich als narzisstische Kränkung erklären. Die germanischen Stämme, die bis nach Paris vorgestürmt waren, vergaßen am Ende ihre Verwandten vom Rhein.&lt;br /&gt;Zum Schluss griff der Assimilierungsdruck der Bevölkerungsmehrheit in Gallien nämlich doch. In den Kontaktzonen gingen die Einwanderer im Laufe der Zeit eine kulturelle Synthese ein. Sie legten die rauen Bräuche ab.&lt;br /&gt;Das gilt auch für die Mundart. Die Neueinsiedler sprachen anfangs Altfränkisch, die alten Einwohner Vulgärlatein. Innerhalb von 500 Jahren entstand so eine neue Sprache, das Altfranzösische. Mit diesem Schritt spaltete sich das Frankenvolk in Ost und West – und in zwei Zungen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Spiegel&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5391763539476351202?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5391763539476351202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5391763539476351202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5391763539476351202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5391763539476351202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/aufbruch-der-barbaren.html' title='Aufbruch der Barbaren'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4454395832856777998</id><published>2008-01-14T23:48:00.000+01:00</published><updated>2008-01-14T23:58:21.553+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Zorn und Zeit</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Zorn und Zeit&lt;br /&gt;Weltgeschichte des Hasses&lt;br /&gt;Sloterdijk zur politischen Macht des Furors &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die USA haben einen Krieg erklärt, der keinen bestimmten Gegner hat und deshalb kein mögliches Ende (außer dem nichterklärten Versanden).&lt;br /&gt;Zufriedenheit der Gesättigten ./. den Zorn der Zurkurzgekommenen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Den Zorn singe, Göttin des Peleussohns Achilles,&lt;br /&gt;den unheilbringenden Zorn, der tausend Leid den Achäern&lt;br /&gt;Schuf und viele stattliche Seelen zum Hades hinabstieß“&lt;br /&gt;Homer, Illias&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Homer war der Chronist einer „von einem glücklichen Bellizismus erfüllten Welt“ Eine Tat war gleichbedeutend mit einer Heldentat. Die Kämpfe der Heroen auf Leben und Tod sind Zeugnisse „für das Wertvollste, was die Sterblichen, damals wie später, erfahren können: dass eine Lichtung aus Nicht-Ohnmacht und Nicht-Gleichgültigkeit in das Dickicht der naturwüchsigen Gegebenheiten geschlagen worden ist“. Wo das Schicksal beherrscht ist von launischen Göttern und feindlicher Natur, ist Tapferkeit mehr als Tugend; sie ist Bedingung der Existenz und gibt dem Leben Sinn, indem sie es erhält.&lt;br /&gt;Wir fühlen uns von dieser Welt, zu Recht, milchstraßenweit entfernt. Diese Ferne ist zum Teil eingebildet, zugunsten einer falschen Beruhigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für Heidegger die Seinsvergessenheit war, ist für Sloterdijk die Zornvergessenheit. Die archaische Macht der Empörung wirkt weiter in der Kultur, auch wenn diese ein milderes Menschenbild vorzieht: weg vom Furor der Erinnyen, der Rachlust der Medea, der Mordlust der Penthesilea, und hin zu einer Idealpersönlichkeit, die ihre Affekte beherrscht und regiert, statt zu deren Spielball zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eros und Thmos teilen sich die menschliche Seele – das Prinzip der Liebe und das Prinzip der Leidenschaft. Zu der zählen: das Streben nach Geltung und Selbstbehauptung, Regungen wie Stolz und Ehrgefühl, Durst nach Gerechtigkeit und Rachedurst dort, wo sie fehlt.&lt;br /&gt;Platon, der große Moderator, hat Staatsbürger aus den Wilden gemacht, ihren Furor zur Beherztheit domestiziert – was man so braucht, wenn man möglichst zivilisierte Männer zugleich kampffähig halten will. In seiner Nachfolge werden die Stoiker den Zorn für „unnatürlich“ erklären. Platon beginnt aber bereits die Abkehr von der archaischen Welt und den Beginn eines langen Wegs hin zu jenem „Ökosystem der Resignation“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der große Prozess der Aufklärung hat uns Westlichen erfolgreich das Mark aus den Knochen gezogen – wir sind gehorsame Tiere, dem Konsum und der Feigheit ergeben und mit dem entsprechenden Menschenbild kostümiert. Keine archaischen Streiter mehr.&lt;br /&gt;Allerdings taucht das Verdrängte historisch wieder auf. Nicht in persönlicher Anarchie, sondern im „Zorngeschäft“. Geschäfte mit dem Zorn machen jene Institutionen – revolutionäre Bewegungen, Protestparteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften -, die dem Einzelnen seine Empörung abfordern, um sie zu verwalten und zu mehren; bis es genug ist für den endgültigen Schlag, das blutige Weltgericht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Versprechen endgültiger Gerechtigkeit, das die Kirche auf das Jenseits verschob, den persönlichen Nimmerleinstag, verlegen die ersten Berufsrevolutionäre im 19. Jh. In eine neue Dimension. Jetzt ist es die irdische Zeit, in der die Entrechteten zu ihrem Recht kommen werden, und sie trägt einen pathetischen neuen Namen: Geschichte.&lt;br /&gt;Lenin, Stalin und Mao sind die machtvollsten Vertreter eines neuen Klerus, der „Weltgeistlichen des Hasses“, für deren Wirken die „makellose Rücksichtslosigkeit“ der ersten Jakobiner nur ein bescheidenes Vorspiel war. Sie lenken die aufrührerischen Energien der Einzelnen, initiieren Aufruhr, wo er strategisch nötig ist, und predigen ansonsten Disziplin.&lt;br /&gt;…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die schauerliche Rede Himmlers vor seiner Mörderelite im Posener Schloss&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Islamismus&lt;br /&gt;Die Bildung eines Zornkolletkivs ist – wie am gesteuerten „Aufruhr“ um die Mohamed-Karikaturen zu sehen – in einem Tempo möglich, das vor zehn Jahren nicht undenkbar schien.&lt;br /&gt;Gefühl einer historischen Zurücksetzung, das Bedürfnis nach Rache und eine Geringschätzung des Lebens, die das eigene einschließt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die neuen Medien ein Gruppengefühl inszenierbar, das von der lokalen Position des Einzelnen und der traditionellen Autorität der Korangelehrten ganz absieht: der Islamist in London ist seinem Bruder im Zorn in Bagdad näher als seinem chinesischen, englischen, indischen Nachbarn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer dieses Buch gelesen hat, ist über die Vergangenheit klüger geworden. Und gedanklich besser gerüstet für das, was hoffentlich nicht geschieht (prophylaktisch statt prophezeiend).^&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;DS 38/2006&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4454395832856777998?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4454395832856777998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4454395832856777998' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4454395832856777998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4454395832856777998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/zorn-und-zeit.html' title='Zorn und Zeit'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4010587204517507458</id><published>2008-01-14T23:43:00.001+01:00</published><updated>2008-01-14T23:47:15.812+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='intra et extra ius'/><title type='text'>Michel Foucault: Die Wahrheit und die juristischen Formen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Der Mangel des akademischen Marxismus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Versucht herauszufinden, wie die ökonomischen Lebensbedingungen ihren Ausdruck und Reflex im Bewusstsein der Menschen finden können.&lt;br /&gt;Unterstellt, das menschliche Subjekt, das Erkenntnissubjekt und auch die Formen der Erkenntnis seien ein für alle Mal vorgegeben, so dass die ökonomischen, sozialen und politischen Lebensbedingungen sich in diesem vorgegebenen Subjekt nur noch niederschlagen oder sich darin einprägen könnten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Soziale Praktiken erzeugen neue Objekte und neue Subjekte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; F möchte nun zeigen, dass soziale Praktiken Wissensbereiche erzeugen, die nicht nur neue Objekte, neue Konzepte, neue Techniken hervorbringen, sondern auch gänzlich neue Formen von Subjekten und Erkenntnissubjekten. Auch das Erkenntnissubjekt hat eine Geschichte; auch die Beziehung zwischen Subjekt und Objekt, also die Wahrheit, hat eine Geschichte.&lt;br /&gt;F möchte:&lt;br /&gt;I.                    zeigen, „wie im 19. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Jh&lt;/span&gt;. ein bestimmtes Wissen über den Menschen aus den Praktiken der sozialen Kontrolle hervorgegangen ist. Dieses Wissen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;liess&lt;/span&gt; eine vollkommene neue Art von Erkenntnissubjekt entstehen. Die Geschichte der Wissensgebiete in ihrem Verhältnis zu den sozialen Praktiken, aber ohne den Primat &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;eines&lt;/span&gt; ein für alle Mal vorgegeben &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Erkenntnisubjekts&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;II.                  Diskursanalyse: die Diskursphänomene (alles, was man mit Sprache machen kann) nicht mehr nur unter sprachlichem Aspekt zu betrachten, sondern als Spiele, als &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;games&lt;/span&gt;, als strategische Spiele aus Handlungen und Reaktionen, Fragen und Antworten, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Beherrschungsversuchen&lt;/span&gt; und Ausweichmanövern, das heißt als Kampf.&lt;br /&gt;Der Diskurs ist jenes &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;regelmäßi&lt;/span&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;ge&lt;/span&gt; Ensemble, das auf einer Ebene aus sprachlichen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Phänomeme&lt;/span&gt; und auf einer anderen aus Polemik und Strategien besteht.&lt;br /&gt;III.                Neufassung der Theorie des Subjekts.&lt;br /&gt;Vor zwei oder drei &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Jh&lt;/span&gt;. postulierte die westliche Phil. explizit oder implizit das Subjekt als die Grundlage oder den zentralen Kern jeglicher Erkenntnis, von dem her die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Freiheit&lt;/span&gt; sich zeigte und sich entfaltete.&lt;br /&gt;Es wäre interessant zu klären, wie sich im Laufe der Geschichte ein Subjekt konstituiert, das nicht ein für alle Mal gegeben ist, das nicht diesen Kern bildet, von dem aus die Wahrheit Einzug in die Geschichte hält, sondern ein Subjekt, das sich innerhalb der Geschichte konstituiert, über einen Diskurs im Sinne eines Ensembles von Strategien, die Teil der sozialen Praktiken sind.&lt;br /&gt;Zwei Geschichten der Wahrheit:&lt;br /&gt;1.       Eine interne G der W&lt;br /&gt;Die G der W auf der Basis der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Wissenschaftsgeschichte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;2.       Eine externe G der W&lt;br /&gt;Es gibt in der Gesellschaft Orte, an denen Wahrheit entsteht und gewisse Spielregeln festgelegt werden – Spielregeln, die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;best&lt;/span&gt;. Formen von Subjektivität, bestimmte Objektbereiche und bestimmte Arten von Wissen entstehen lassen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit einer anderen, externen Geschichte der Wahrheit.&lt;br /&gt;Die juristischen Praktiken, also die Art und Weise, wie man über Schuld und Verantwortung unter den Menschen urteilte. Praktiken, die zwar geregelt, in der Geschichte aber auch ständig abgeändert wurden, scheinen eine der Formen zu sein, in denen unsere Gesellschaft Typen von Subjektivität definiert hat, Formen von Wissen und damit auch Beziehungen zwischen dem Menschen und der Wahrheit.&lt;br /&gt;Die juristischen Formen und ihre Entwicklung im Strafrecht als Ursprung einer Reihe von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Wahrheitsformen&lt;/span&gt;. Die so genannte „&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Enquete&lt;/span&gt;“ (Untersuchung) – wie sie die Philosophen des 15. bis 18. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Jh&lt;/span&gt; durchführten, aber auch Geographen, Botaniker, Zoologen, Ökonomen – ist eine für unsere Gesellschaften recht typische Form von Wahrheit.&lt;br /&gt;Wo hatte die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Enquete&lt;/span&gt; ihren Ursprung?&lt;br /&gt;Mitten im Mittelalter erscheint die E als Form der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Wahrheitssuche&lt;/span&gt; im Gerichtsverfahren.&lt;br /&gt;Um genau zu erfahren, wer was wann unter welchen Umständen getan hat, &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;entwickelte&lt;/span&gt; das Abendland die komplexen Techniken der E, die anschließend auch in den Wissenschaften und in der phil. Reflexion eingesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;Im 19. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Jh&lt;/span&gt;. entwickelte man auf der Basis juristischer, gerichtlicher und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;strafrechtlicher&lt;/span&gt; Probleme recht eigentümliche &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Untersuchungsformen&lt;/span&gt;: das Examen. Aus diesen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Untersuchungsformen&lt;/span&gt; gingen Soziologie, Psychologie, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Psychopathologie&lt;/span&gt;, Kriminologie und Psychoanalyse hervor.&lt;br /&gt;Diese neuen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Untersuchungsformen&lt;/span&gt; sind in unmittelbarem Zusammenhang mit spezifischen Formen politischer und sozialer Kontrolle entstanden, die mit der Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft am Ende des 19. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;Jh&lt;/span&gt;. aufkamen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nietzsche&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die methodologischen Überlegungen führen zu ihm.&lt;br /&gt;Bei ihm findet man einen Diskurs, der eine historische Analyse der Entstehung des Subjekts und einer bestimmten Art von Wissen, ohne dabei die vorgängige Existenz eines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Erkenntnissubjektes&lt;/span&gt; vorauszusetzen.&lt;br /&gt;„In einem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der ‚Weltgeschichte‘.“&lt;br /&gt;Von Erfindung spricht Nietzsche, wenn er nicht Ursprung sagen will.&lt;br /&gt;Erfindung der Religion&lt;br /&gt;Erfindung der Poesie&lt;br /&gt;Erfindung der Ideale&lt;br /&gt;Die Erfindung ist einerseits ein Bruch, andererseits etwas, das einen kleinen, engstirnigen, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;uneingestandenen&lt;/span&gt; Anfang besitzt. Der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Erhabenheit&lt;/span&gt; des Ursprungs ist daher nach guter historischer Methode die unsägliche Kleinheit dieser Fabrikationen, dieser Erfindungen entgegenzusetzen.&lt;br /&gt;Die Erkenntnis ist erfunden worden  = sie ist kein Bestandteil der menschlichen Natur, nicht der älteste Trieb des Menschen; sie ist nicht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29"&gt;keimhaft&lt;/span&gt; in seinem Verhalten, seinen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_30"&gt;Strebungen&lt;/span&gt; und Trieben.&lt;br /&gt;Die Erkenntnis ist das Ergebnis der Konfrontation und der Verbindung des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_31"&gt;Kampfes&lt;/span&gt; und des Kompromisses zwischen den Trieben. Weil die Triebe aufeinanderstoßen, miteinander kämpfen und schließlich zu einem Kompromiss gelangen entsteht etwas. Und dieses Etwas ist die Erkenntnis. Sie gleicht dem Funken zwischen zwei Schwertern, der ja auch selbst nicht aus Eisen ist.&lt;br /&gt;Es gibt keine vorgängige Übereinstimmung oder Affinität zwischen der Erkenntnis und den zu erkennenden Dingen. Das ist der große Bruch mit der Tradition der abendländischen Philosophie. „Der Gesamtcharakter der Welt ist Chaos, nicht im Sinne einer fehlenden Notwendigkeit, sondern der fehlenden Ordnung, Gliederung, Form, Schönheit, Weisheit.“, die Welt versucht keineswegs, den Menschen nachzuahmen; sie kennt keinerlei Gesetz. Die Erkenntnis hat mit dieser Welt zu kämpfen. Für die Natur ist es keineswegs natürlich, erkannt zu werden. Erkenntnis kann den zu erkennenden Dingen nur Gewalt antun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4010587204517507458?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4010587204517507458/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4010587204517507458' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4010587204517507458'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4010587204517507458'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/michel-foucault-die-wahrheit-und-die.html' title='Michel Foucault: Die Wahrheit und die juristischen Formen'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8794702684674855271</id><published>2008-01-14T23:37:00.001+01:00</published><updated>2008-01-14T23:40:04.171+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Colours'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Mit Anstand auf die Welt</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Weiß der Mensch von Natur aus Gut und Böse zu unterscheiden?&lt;br /&gt;Juristen, Psychologen, Philosophen und Biologen sind einer Art Grammatik der Moral auf der Spur.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Umfrage:&lt;br /&gt;Führerlos rast ein Zug auf die fünf Gleisarbeiter zu. Eine Möglichkeit, ihren sicheren Tod zu verhindern, wäre, den Zug in letzter Minute aufs andere Gleis zu leiten. Doch auch dort arbeitet ein Mensch, wenngleich nur ein einzelner. Ist es richtig, die Weiche umzustellen?&lt;br /&gt;Was, wenn ein dicker Mann auf einer Brücke direkt über dem Bahndamm stünde? Sein schwerer Körper würde den heranrasenden Zug anhalten, die 5 Gleisarbeiter wären gerettet.&lt;br /&gt;Die Weiche etwa würden die meisten betätigen. &gt;Aber nur 15 % würden den Mann auf Gleis stoßen – und das, obwohl die Bilanz von Toten und Überlebenden dieselbe wäre.&lt;br /&gt;Überall auf der Welt teilen Menschen offenbar gleiche Intuitionen von Werten wie Fairness, Verantwortung oder Dankbarkeit. Jemanden mit Absicht zu verletzen etwa gilt in allen Kulturen als viel schlimmer, als wenn dies ohne Absicht geschieht.&lt;br /&gt;Nicht allein Religionen und Rechtssysteme, nicht allein Eltern und Lehrer bringen einem Menschen demnach Sitte und Anstand bei – er kommt schon mit einem Gespür dafür aus dem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Geburtskanal&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Die Idee vom Moralsinn fußt auf Erkenntnissen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Noam&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Chomskys&lt;/span&gt;. Der große Gelehrte behauptete, alle Sprachen dieser Welt folgten einem kleinen, aber grundlegenden Repertoire &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;grammatischer&lt;/span&gt; Regeln. Dieses habe sich im Lauf der Evolution fest im menschlichen Gehirn verdrahtet. Und nur aufgrund dieser angeborenen Vorkenntnisse könne ein Kind überhaupt komplexe Sprachen lernen. Die Umwelt entscheide nur, ob dies dann Koreanisch oder etwa Norwegisch ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine angeborene „Universalgrammatik der Moral“.&lt;br /&gt;Die in der aristotelischen Philosophie gängige Beschreibung des Menschen als &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;animal&lt;/span&gt; rationale, als &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;vernunftbestimmtes&lt;/span&gt; Tier, sei zu ergänzen: „er ist ebenso ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;animal&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;morale&lt;/span&gt;, ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;moralbegabtes&lt;/span&gt; Wesen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Gruppen des Gleisarbeiter-Dilemmas hielten es mehrheitlich für schlimmer, den dicken Mann vor den Zug zu stoßen, als die Weiche umzustellen. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass es sich im einen Fall um einen „beabsichtigten“, im anderen nur um einen „vorausgesehen&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;en&lt;/span&gt;“ Schaden handle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Antonio&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Damasio&lt;/span&gt; deutet an, dass Patienten mit Schäden einer bestimmten Gehirnregion (Stirnlappen), nicht zu zögern scheinen, den dicken Mann vor den Zug zu stoßen, um die fünf Gleisarbeiter zu retten. Sie sehen nur den guten Zweck, nicht aber das schreckliche Mittel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem angeborenen Moralsystem zufolge sind Aktionen schlimmer als Unterlassungen. Also erscheint es akzeptabler, einen unheilbar kranken Menschen an seinen Leiden sterben zu lassen, als ihn mit einer Überdosis Schmerzmittel zu töten.&lt;br /&gt;Der Spiegel 51/2006&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8794702684674855271?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8794702684674855271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8794702684674855271' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8794702684674855271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8794702684674855271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/mit-anstand-auf-die-welt.html' title='Mit Anstand auf die Welt'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7419756872464246758</id><published>2008-01-10T02:01:00.004+01:00</published><updated>2008-01-10T19:27:57.514+01:00</updated><title type='text'>Abgrund des Ichs und seine Veralltäglichung</title><content type='html'>Der Schrecken vor dem Abgrund des Ichs wird weggenommen durch das Bewußtsein, dass es sich dabei um gar nicht so viel anders als um Arthritis oder Sinus troubles handle. Dadurch verlieren die Konflikte das Drohende. Sie werden akzeptiert, keineswegs aber geheilt, sondern bloß in die Oberfläche des genormten Lebens als unumgängliches Bestandstück hineinmontiert.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Adorno, Minima Moralia, S. 111 &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7419756872464246758?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7419756872464246758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7419756872464246758' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7419756872464246758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7419756872464246758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/abgrund-des-ichs-und-seine.html' title='Abgrund des Ichs und seine Veralltäglichung'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6193785611969485164</id><published>2008-01-10T02:01:00.003+01:00</published><updated>2008-01-10T19:23:54.888+01:00</updated><title type='text'>maxima moralia</title><content type='html'>Was objektiv die Wahrheit sei, bleibt schwer genug auszumachen, aber im Umgang mit Menschen soll man sich davon nicht terrorisieren lassen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Adorno, Minima Moralia, S. 119&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6193785611969485164?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6193785611969485164/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6193785611969485164' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6193785611969485164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6193785611969485164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/maxima-moralia_10.html' title='maxima moralia'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-4480512627425066535</id><published>2008-01-10T01:58:00.000+01:00</published><updated>2008-01-10T02:00:59.575+01:00</updated><title type='text'>Abschaffung des Unterschieds zwischen These und Argument</title><content type='html'>Nichts ist dem Intellektuellen, der zu leisten sich vornimmt, was früher Philosophie hieß, unangemesserner, als in der Diskussion, und fast möchte man sagen in der Beweisführung, Recht behalten zu wollen. Das Rechtbehaltenwollen selber (...) ist Ausdruck jenes Geistes von Selbsterhaltung, den aufzulösen das Anliegen von Philosophie gerade ausmacht. (...)Wen Philosophen aufs Gespräch sich einlassen (...), so sollten sie immer so reden, dass sie allemal unrecht behalten, aber auf einer Weise, die den Gegner der Unwahrheit überführt. Es käme darauf an Erkenntnisse zu haben, die nicht etwa absolut richtig, hieb- und stichfest sind - solche laufen unweigerlich auf die Tautologie hinaus - , sondern solche, denen genenüber die Frage nach der Richtighkeit sich selber richtet.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Adorno, Minima Moralia, S. 122&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-4480512627425066535?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/4480512627425066535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=4480512627425066535' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4480512627425066535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/4480512627425066535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/abschaffung-des-unterschieds-zwischen.html' title='Abschaffung des Unterschieds zwischen These und Argument'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-8987625277020986518</id><published>2008-01-10T01:56:00.001+01:00</published><updated>2009-01-08T12:59:16.968+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='smilings'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>bad, good and worst</title><content type='html'>Where everything is bad&lt;br /&gt;it must good&lt;br /&gt;to know the worst&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;F. H. Bradley&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-8987625277020986518?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/8987625277020986518/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=8987625277020986518' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8987625277020986518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/8987625277020986518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/bad-good-and-worst.html' title='bad, good and worst'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5453617755583347726</id><published>2008-01-07T01:56:00.003+01:00</published><updated>2010-02-26T11:13:04.343+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='das Ich und die Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><title type='text'>Sprachenverlust</title><content type='html'>Chargaff&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;mit dem Tod der Mutter - mit dem Entschwinden der Mutter wäre richtiger (zur Erinnerung: Chargaff liess als er aus Nazi-Wien auswanderte die nachzufliehende Mutter dort zurück, die Mutter kam ihm niemals nach, das tausendjährige Reich hat hier wirklich 1000 Jahre gewährt) - ist ihm auch die (Mutter-)Sprache entschwunden.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Adorno:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;"Jeder Intellektuelle in der Emigration (...) ist beschädigt. (...) Enteignet ist seine Sprache und abgegraben die geschichtliche Dimension, aus der seine Erkenntnis die Kräfte zog."&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Mit dem Sprachenverlust geht die Sprachlosigkeit einher aber mit dem Erlernen der neuen Sprache geht nicht die Sprachlosigkeit von dannen &lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;"&gt;(was auf keinstem Falle eine Aufforderung zum Schweigen bedeuten soll!)&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-5453617755583347726?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/5453617755583347726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=5453617755583347726' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5453617755583347726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/5453617755583347726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/sprachenverlust.html' title='Sprachenverlust'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2795099383003896112</id><published>2008-01-07T01:54:00.001+01:00</published><updated>2010-02-26T11:13:36.411+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='das Ich und die Welt'/><title type='text'>Sprachlosigkeit</title><content type='html'>&lt;p&gt;Meine Worte sind schneller als meine Gedanken. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass jene diese ausdrücken. Vielmehr laufen meine Gedanken meine Worte hinterher. Übrigens führt dies dazu, dass ich des öfteren sprachlos bin. Meine Gedanken sind nicht in der Lage meine Worte zu folgen und wenn die Entfernung zwischen beiden allzu groß wird verlieren sie den gemeinsamen Bezug. Die Worte bleiben dann still, weil ihnen das Futter ausgegangen ist, und die Gedanken staunen über die Stille.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2795099383003896112?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2795099383003896112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2795099383003896112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2795099383003896112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2795099383003896112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2008/01/sprachlosigkeit.html' title='Sprachlosigkeit'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-3406628211607611666</id><published>2007-12-10T11:49:00.000+01:00</published><updated>2007-12-14T11:27:03.301+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Zehn Fragen für die Zukunft</title><content type='html'>Die neuen alten Grundfragen der Geisteswissenschaften&lt;br /&gt;Jochen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Hörisch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Gibt es universale Werte?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;oder sind die Menschenrechte (die Idee der &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;universal&lt;/span&gt; gültigen Menschenrechte) ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;kulturrelatives&lt;/span&gt; Produkt?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Stiftet&lt;/span&gt; Religion Frieden? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;oder: wenn &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;und&lt;/span&gt; weil es um letzte Wahrheit geht, neigen Köpfe in dem Maße zur &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Militanz&lt;/span&gt;, zur Mission, in dem sie fromm sind?&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;3. Soll man das Gute um jeden &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Preis&lt;/span&gt; wollen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mephisto stellt sich Faust als jemand vor, der stets das Böse will und stets das Gute schafft. Die Umkehrung: das Gute wollen und damit das Böse freisetzen (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Robespierre&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Trotky&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Warum sprechen wir miteinander?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ist Kommunikation &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;konsensorient&lt;/span&gt; (weil wir uns verstehen) oder &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;dissensorientiert&lt;/span&gt; (weil und insofern wir Differenzen haben)?&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Diskursieren&lt;/span&gt;; - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;dis&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;currieren&lt;/span&gt;; auseinanderstreben&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Wer bin ich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein mengentheoretisches Dilemma (B. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Russels&lt;/span&gt; Barbier von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Sevilla&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6. Warum &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;gibt&lt;/span&gt; es &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Tabus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kulturelle &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Atraktivität&lt;/span&gt; des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Inzests&lt;/span&gt; durch die Sprengung von logischen Gesetzen?&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Tertium&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;non&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;datur&lt;/span&gt;: Wenn &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Ödipus&lt;/span&gt; mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Iokaste&lt;/span&gt; eine Tochter zeugten, diese Tochter und Schwester des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Ödipus&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7. Gibt es einen freien Willen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am besten bei den Quantenmechanikern nachfragen (Schrödinger)&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;8. Wind Interpretationen beweisbar?&lt;br /&gt;9. Bildet Sprache Wirklichkeit ab?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keine Feen und keine Drachen, auch kein gegenwärtiger König von Frankreich, aber auch kein reales "kaum" oder "nicht". Aber auch mehr Sein als Sprache.&lt;br /&gt;Das Verhältnis von Sprache und Sein ist systematisch instabil.&lt;br /&gt;Ist es sinnvoll, nach dem Sinn des Sinns und der Bedeutung von Bedeutung zu fragen?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10. Warum und worüber lächelt &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;die&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Mona&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Lisa?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;DS&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; 47/2007&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-3406628211607611666?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/3406628211607611666/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=3406628211607611666' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3406628211607611666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/3406628211607611666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/12/zehn-fragen-fr-die-zukunft.html' title='Zehn Fragen für die Zukunft'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7716939492434338184</id><published>2007-12-07T13:35:00.000+01:00</published><updated>2007-12-07T14:05:24.869+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Raus aus dem Tunnel</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;DS&lt;/span&gt; 46/2007&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Historiker Sebastian &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Conrad&lt;/span&gt; will die nationalstaatliche Perspektive überwinden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Globalisierung, die wir heute erleben, ist nämlich, anders als in der propagandistischen Darstellung, keine neue Erfahrung. Schon das späte 19. Jahrhundert war eine Hochphase der weltweiten Interaktion und der Austauschprozesse, bevor nach den zwei Weltkriegen eine Epoche der Abschottung einsetzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nationalgeschichtlicher Tunnelblick: eine auf Europa und die USA fixierte (nach Voltaire m&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;usste&lt;/span&gt; man gar sagen "frisierte") Perspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundbedingungen für die Globalisierung waren am Ende des 19 Jahrhunderts bereits vereint: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Transport&lt;/span&gt;, Kommunikation und Mobilität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das 19. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Jh&lt;/span&gt; verstand sich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;selbst&lt;/span&gt; als "Jahrhundert der Arbeit"; der sich entwickelnde Wohlfahrtsstaat war auf die lohnabhängige Arbeit gegründet, ohne die der Ausbau der &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Sozialgesetzgebung&lt;/span&gt; nicht möglich gewesen wäre. Arbeit wurde eine moralische Kategorie, wer als "arbeitsscheu" galt, schloss sich aus der Gemeinschaft aus, eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Exklusion&lt;/span&gt;, die auch noch in &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Hartz&lt;/span&gt; VI nachklingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortschritt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Modernität wurde früher nur linear verstanden, jeweils ein Schritt nach dem anderen auf der Zeitachse; rückständige Gesellschaften lagen einfach nur eine Zeitkapsel zurück. Diese Weltanschauung stützte sich auf ein westliches Wertesystem, das sich selbst als universalistisch betrachtete. Heute &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;koexistieren&lt;/span&gt; vielfältige &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Modernitäten&lt;/span&gt;, die keinen kulturellen Hegemonieanspruch mehr zulassen. Noch der Kommunismus war eine Utopie der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Gleichförmigkeit&lt;/span&gt;. Heute hat der Respekt vor kultureller Differenz eine historische Priorität (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;bullshit&lt;/span&gt;!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt der Zeit entdeckt die moderne Geschichtsforschung die Räumlichkeit wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7716939492434338184?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7716939492434338184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7716939492434338184' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7716939492434338184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7716939492434338184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/12/raus-aus-dem-tunnel.html' title='Raus aus dem Tunnel'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-6303683887175612276</id><published>2007-10-24T12:13:00.001+02:00</published><updated>2009-01-08T13:38:13.024+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='basics'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Die Anatomie des Irrtums</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Immer wenn der Mensch eigene Fehler erkennt, zuckt eine rätselhafte &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Elektrowelle&lt;/span&gt; durch sein Hirn. Forscher sehen einen Mechanismus am Werk, der erklärt, warum Menschen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;zaudern&lt;/span&gt;, wie Neurosen entstehen und was Süchte sind. Liegt hier auch das Geheimnis der Intuition verborgen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigene Irrtümer sind eine der kostbarsten Quellen derErkenntnis.&lt;br /&gt;"Fehler sind das Tor zu neuen Entdeckungen" (James &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Joyce&lt;/span&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Gehirn besitzt die faszinierende Fähigkeit, Fehler aufzuspüren und, falls sie bereits passiert sind, aus den Erfahrungen zu lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Error&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;related&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Negativity&lt;/span&gt;" (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;ERN&lt;/span&gt;): eine charakteristische &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Spannungswelle&lt;/span&gt; unter der Schädeldecke, die sich immer dann messen lässt, wenn das Hirn registriert, dass es einen Irrtum begangen hat. Das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;ERN&lt;/span&gt;-Signal flackert bereits auf, ehe der Mensch sich seines Fehlers überhaupt bewusst ist.&lt;br /&gt;In einem bestimmten Ensemble von Nervenzellen fällt die Spannung um gute zehn &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Millivolt&lt;/span&gt; - und zwar bereits 100 Millisekunden nachdem der Mensch einen Irrtum begangen hat.&lt;br /&gt;Plötzlich wird klar, warum der Mensch oftmals aus einem Bauchgefühl heraus einen bestimmten Fehler vermeidet.&lt;br /&gt;Die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Eriksen&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Flanker&lt;/span&gt;-Aufgabe: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;SSHSS&lt;/span&gt; - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;SSSSS&lt;/span&gt; - &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;HHSHH&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Unmittelbar nach der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;ERN&lt;/span&gt;-Welle stellt das Mittelhirn schlagartig die Produktion des Glückshormons &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Dopamin&lt;/span&gt; ein.&lt;br /&gt;Die Menschen ändern ihre &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Entscheidungsstrategie&lt;/span&gt;, sie beginnen aus ihren Fehlern zu lernen.&lt;br /&gt;Diese schwierige Kalkulationen bewältigt das Gehirn online, also permanent, während es sich gleichzeitig &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;mit&lt;/span&gt; vielen anderen Dingen beschäftigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katastrophen: Kombination aus schlechter Vorbereitung und Stress.&lt;br /&gt;Häufig es nur ein schmaler Grat zwischen der Katastrophe und dem Entdecken eines Fehlers (der Jumbocrash auf Teneriffa 1977).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Versuch mit dem Nicht-Hinschauen auf das aufleuchtende helle Licht (die Neugier des menschlichen Gehirns ist viel zu groß). Die Probanden machten immer wieder Fehler, korrigierten diese auch und verbesserten sich im &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Verlauf&lt;/span&gt; des Experiments. Auch die typische &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;ERN&lt;/span&gt;-Welle durchzuckte, wie erwartet, ihre Großhirnrinde.&lt;br /&gt;Ein großer Teil der Fehlerverarbeitung läuft im &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Unbewussten&lt;/span&gt; ab (ein neuronales Korrelat der Intuition).&lt;br /&gt;Könnte es sein, dass &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;zauderhafte&lt;/span&gt; Menschen einfach große Angst vor Fehlern haben während forschauftretende Macher ein vergleichsweise abgestumpftes &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Fehlerwarnsystem&lt;/span&gt; in ihrer grauen Hirnmasse haben?&lt;br /&gt;Bei Menschen, die sich zwanghaft waschen oder einen anderen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Kontrollzwang&lt;/span&gt; haben: "Bei ihnen ist das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;Überwachungssystem&lt;/span&gt; so mächtig, dass sie sich mit kaum etwas anderem beschäftigen können, als sich dauernd zu überwachen."&lt;br /&gt;Am anderen Ende der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Entschlossenheitsskala&lt;/span&gt; (Kokainabhängige oder Alkoholiker): "Nicht nur, dass sie sich häufig falsch entschieden, sie bemerkten ihre Fehler auch nicht, und vor allem: Sie änderten ihre Strategie nicht."&lt;br /&gt;Hat der Alkohol erst einmal das Hirn vernebelt, fehlt die Fehlerwelle im Gehirn.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;DS&lt;/span&gt; 38/2007 S. 180ff&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-6303683887175612276?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/6303683887175612276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=6303683887175612276' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6303683887175612276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/6303683887175612276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/10/die-anatomie-des-irrtums.html' title='Die Anatomie des Irrtums'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-407018992843944395</id><published>2007-10-01T10:32:00.001+02:00</published><updated>2009-01-08T13:02:45.577+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interiors'/><title type='text'>Das Ich ist eine Einbahnstraße</title><content type='html'>&lt;span style="color:#000099;"&gt;&lt;span style="color:#ffff66;"&gt;Der Hirnforscher Gerhard &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Roth&lt;/span&gt; über das Entstehen von Persönlichkeit, die Schwierigkeit, sich und andere zu ändern, die neuronale Automatisierung menschlichen Verhaltens und das kollektive Scheitern der deutschen Pädagogik vor Hitler&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;DER SPIEGEL &lt;/span&gt;35/2007&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sich Disziplin von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;außen&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;ankonditionieren&lt;/span&gt; lassen, aber kaum von selbst einhalten&lt;br /&gt;Das Unbewusste ist eine Urform unseres Selbst; die psychische Grundausrüstung, mit der wir auf die Welt kommen. Man kann es auch Temperament nennen, eine Art &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Persönlichkeits&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Ursuppe&lt;/span&gt;. Die Weichen stellt das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;limbische&lt;/span&gt; System, eine Art Schaltzentrale der Gefühle, das ab der sechsten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Schwangerschaftswoche&lt;/span&gt; entsteht, dadurch wird die emotionale &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Klaviatur&lt;/span&gt; festgelegt, die dem Menschen später zur Verfügung steht. Den Eltern bleibt nur der Feinschliff.&lt;br /&gt;Die Phase der bewussten sozialen Prägung dauert bis zum 20. Lebensjahr, bis dahin ist der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;orbitofrontale&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Cortex&lt;/span&gt;, in dem die Ergebnisse unserer Erziehung abgespeichert sind, ausgereift.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sehen uns selbst immer nur so, wie es da Unbewusste, das Kleinkind in uns zulässt. Und das hat gelernt, wie es sich sehen muss, damit es sich gut fühlt.&lt;br /&gt;Erziehung ist immer der Versuch, dieses entweder verbitterte oder großartige, narzisstische Kleinkind an Welt anzupassen.&lt;br /&gt;Der Therapeut hat den Vorzug, nicht Tel des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;festgefügten&lt;/span&gt; Innenlebens Patienten zu sein. Er muss sich damit begnügen, neurotisches Elend in gewöhnliches Unglück zu verwandeln (Freud).&lt;br /&gt;Das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;hypertrope&lt;/span&gt;, unersättliches Kleinkind, das auch durch zwei Nobelpreise oder 10 Milliarden Einkommen nicht befriedigt wird. Ausgesprochene Erfolgsmenschen und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;sensation&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;seekers&lt;/span&gt;: deren Gehirn verlangt nach immer stärkeren Reizen für das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Dopamin&lt;/span&gt;-System: mehr Sex, mehr Erfolg, mehr Drogen, immer auf der Überholspur, sonst bleiben die guten Gefühle aus. Irgendwann sind diese Menschen tot - oder sie vollziehen scheinbar plötzlich den kompletten Umschwung. In Wirklichkeit hat er sich unbewusst schon lange angebahnt. Das kennen wir aus der Physik als Phasenübergang: Bei scheinbar stabilen Systemen werden die Ausschläge immer größer, und plötzlich springen sie um in einen neuen Zustand.&lt;br /&gt;Ein unentwickeltes Ego schwankt von äußerer Sinnstiftung zur inneren, in der Hoffnung auf Befriedigung. Die unreife Persönlichkeit hat noch nicht akzeptiert, dass wir alle mit einem minimalen Sinn des Lebens auskommen müssen. Was sie vorher im Rausch nicht fand, sucht sie in irgendwelchen Ideologien, an denen sie festhält. Denken Sie an die rechtsradikalen und wohl auch linksradikalen Jugendlichen: Die haben einfache Wahrheiten und schwache Egos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Kreativität und Intelligenz kann man kaum erziehen, die sind hochgradig angeboren.&lt;br /&gt;Die meisten Hochbegabten sind nett und vielseitig. Menschen mit einer ausgeprägten Inselbegabung in Mathematik und Musik dagegen leiden statistisch häufiger unter &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Empathiedefiziten&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Die positiven Gefühle, die man erlebt, sickern aus Regionen, die unser bewusstes Handeln steuern, in die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Basalganglien&lt;/span&gt; ein. Auf diese Weise verselbständigt sich alles, was wir häufig tun. So entstehen unsere sekundären Charakterzüge, sie werden mit zunehmendem Alter gefestigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Menschen erst einmal ihre Persönlichkeit ausgebildet haben, suchen sie sich fortan eher eine Umwelt, die zu ihnen passt, als dass sie sich ihrer Umwelt anpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Vorgesetzten bleibt nur das Mittel der Belohnung. Das Erste, was er rauskriegen muss, ist die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Belohnungsstruktur&lt;/span&gt; seiner Mitarbeiter. Denn vom ersten Tag des Lebens an fragt unser Hirn: Lohnt sich das für mich?&lt;br /&gt;Der Chef muss ein guter Psychologe sein: Der eine will Lob, der andere befördert werden, der Dritte Privilegien, der Vierte soziale Anerkennung, mit dem muss man jede Woche mindestens einmal redet.&lt;br /&gt;Strafe geht nach hinten los. Meist wird sie als u&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;ngerecht&lt;/span&gt; empfunden; das erzeugt Rachegefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "schwarze Pädagogik" mit ihrem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Kasernendrill&lt;/span&gt; in Deutschland: man kann nicht sagen, das das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Gros&lt;/span&gt; der Kriegsgeneration aus unserer heutigen Perspektive wirklich völlig normale Menschen waren.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1" style="background-color: rgb(255, 255, 0); "&gt;DER SPIEGEL &lt;/span&gt;35/2007&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-407018992843944395?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/407018992843944395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=407018992843944395' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/407018992843944395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/407018992843944395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/10/das-ich-ist-eine-einbahnstrae.html' title='Das Ich ist eine Einbahnstraße'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-373875504698807445</id><published>2007-09-21T11:06:00.000+02:00</published><updated>2007-09-21T11:14:12.756+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gen'/><title type='text'>Geliebter Affe</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Neue Erbgut-Vergleiche zeigen: Die Vorfahren von Menschen und Schimpansen hatten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;artübergreifend&lt;/span&gt; Sex und &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;zeugten&lt;/span&gt; Bastarde - aus denen dann der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Homo&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;sapiens&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;hervorging&lt;/span&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;DS&lt;/span&gt; 21/2006&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Linien der Schimpansen und der Menschen waren bereits getrennt, dann jedoch haben sie wieder Gene miteinander ausgetauscht.&lt;br /&gt;Denkbar ist, dass Vormenschenfrauen zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;äffischen&lt;/span&gt; Liebhabern fanden. Söhne aus diesen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Mischbeziehungen&lt;/span&gt; waren wohl unfruchtbar. Die hybriden Tochter indes wuchsen bei ihren Müttern in der Vormenschen-Sippe auf. Später zeugten sie mit den Männern des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Clans&lt;/span&gt; ganz besondere Kinder - es waren die Vorfahren der heutigen Menschen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-373875504698807445?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/373875504698807445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=373875504698807445' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/373875504698807445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/373875504698807445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/09/geliebter-affe.html' title='Geliebter Affe'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-956103115499978671</id><published>2007-09-16T11:40:00.000+02:00</published><updated>2007-09-20T11:34:26.662+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Schimpansen, Bonobos und wir</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Hippie oder Killeraffe?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Frans&lt;/span&gt; de &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Waal&lt;/span&gt; über blutrünstige Schimpansen und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;sexsüchtige&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Bonobos&lt;/span&gt;, den Ursprung der Familie und das Wesen des Menschen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wilde Schimpansengruppen ziehen wie Gangs gegen Feinde zu Felde.&lt;br /&gt;Der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Bonobo&lt;/span&gt; ist uns so nahe verwandt wie der Schimpanse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wilde &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Bonobos&lt;/span&gt; leben in einer reichhaltigeren Umgebung. Im Gegensatz zu den Schimpansen haben sie mehr als genug z essen, so dass die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Bonobofrauen&lt;/span&gt; alle gemeinsam umherziehen können. Dabei bilden sie Koalitionen, helfen einander, verteidigen sich, so dass sie nicht von den Männern beherrscht werden (ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Matriarchat&lt;/span&gt;), wobei nicht einzelne &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Bonobofrauen&lt;/span&gt; dominant sind, sondern sie alle -als Gruppe. Und innerhalb deren haben meistens die älteren das Sagen.&lt;br /&gt;Für weibliche &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Bonobos&lt;/span&gt; lohnt es sich kaum, ständig um ihren Platz innerhalb der Hierarchie zu kämpfen, weil es ihren &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Reproduktionserfolg&lt;/span&gt; nur wenig erhöht. Ranghohe &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Bonobofrauen&lt;/span&gt; haben zwar besseren Zugang zu Nahrung für ihre Jungen. Dieser Vorteil ist jedoch minimal, verglichen mit den Vorteilen, die ranghohe männliche Schimpansen genießen. Für die übersetzt sich Dominanz direkt in mehr Nachwuchs - daher die oft brutale Konkurrenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Studie aus Finnland:&lt;br /&gt;Kinder, die sich gezankt hatten, wurden gefragt, wie lange sie wohl noch wütend aufeinander sein würden. Die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Jungs&lt;/span&gt; sagten stolz: "Oh, mindestens ein oder zwei Tage." Die Mädchen sagten: "Für immer".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Bonobomännchen&lt;/span&gt; haben viel weniger Stress und leben länger als männliche Schimpansen.&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Bonobos&lt;/span&gt; haben siebenmal häufiger Sex als Schimpansen. Aber es sind kurze Begegnungen, sie dauern im Schnitt 14 Sekunden. Sex ist bei ihnen wie Händeschütteln. Und sie tun es in allen Stellungen. Diese Kamasutra-Primaten stimulieren sich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;oral&lt;/span&gt;, mit Händen, sie treiben es sogar kopfüber hängend. Vor allem aber; homosexuell, heterosexuell, in allen Kombinationen. Nur Mutter-SohnSex wird vermieden. Sie haben im Unterschied zu Schimpansen auch dann Sex, wenn die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Bonobofrauaen&lt;/span&gt; überhaupt nicht empfänglich sind.&lt;br /&gt;So viel viel Sex verhindert den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Infantizid&lt;/span&gt;. Da die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Bonobomänner&lt;/span&gt; mit allen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Bonobofrauen&lt;/span&gt; Sex haben, wissen sie nicht ob ein Kind vielleicht ihres ist (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Vaterschaftsverschleierung&lt;/span&gt;). &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Schimpansinnen&lt;/span&gt; haben eine andere Strategie. Sie verlassen die Gruppe kurz vor der Geburt ihrer Kinder und bleiben den gefährlichen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Männerbünden&lt;/span&gt; jahrelang fern.. Bei Menschen verhindert die Familie die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Kindstötung&lt;/span&gt;. Die Kernfamilie aus Mutter, Vater und Kindern ist neben der Sprache der größte Unterschied zwischen uns und und den anderen Menschaffen. Der Schritt vom Wald in die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Savanne&lt;/span&gt; machte uns zur leichten Beute. Plötzlich fehlte der Fluchtweg auf die Bäume. Besonders Frauen mit ihren Babys mussten beschützt werden, und zwar aktiv von Männern. Nur deren Hilfe machte es dann auch möglich, das die Frauen die Kinder in kürzeren Abständen zur Welt brachten, vielleicht alle zwei oder drei Jahre. Sie bekommen damit doppelt so häufig Nachwuchs wie die Menschaffen. Diese schnelle Reproduktion ist einer der Gründe, warum wie heute die Welt besiedeln und nicht sie.&lt;br /&gt;In so einem System wird es für jeden Mann extrem wichtig, dass seine Frau nicht fremdgeht und er am Ende den Nachwuchs eines anderen großzieht. Männer kontrollieren daher geradezu zwanghaft ihre Frauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DS 34/2006&lt;br /&gt;....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-956103115499978671?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/956103115499978671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=956103115499978671' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/956103115499978671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/956103115499978671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/09/hippie-oder-killeraffe.html' title='Schimpansen, Bonobos und wir'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-7693289938599604661</id><published>2007-09-16T11:16:00.000+02:00</published><updated>2007-09-17T11:31:58.261+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Dromologie und Panik als Lebensform</title><content type='html'>Paul &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Virilio&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;&lt;strong&gt;Dromologie&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;: Wissenschaft der Geschwindigkeit&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Dromos&lt;/span&gt;: Rennbahn&lt;br /&gt;"&lt;strong&gt;Ville panique&lt;/strong&gt;"&lt;br /&gt;Hochhäuser als &lt;strong&gt;vertikale Sackgassen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Besinnung braucht Zeit, während die Geschwindigkeit den Raum vernichtet und die Zeit verdichtet - ein sicherer Weg in die Katastrophe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die äußerst heftige Kritik an der trostlosen Architektur der französischen Vorstädte führt jetzt zu einer systematischen Zerstörung der gewaltigen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Wohnriegel&lt;/span&gt; und Türme im Großraum Paris - ein symbolischer Selbstmord des kollektiven Lebens in der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Kosmopolis&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Die rituellen Feiern, die solche &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Sprengungen&lt;/span&gt; als Massenspektakel begleiten, deutet &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Virilio&lt;/span&gt; als freiwillige Hinrichtung von modernem Lebensraum. Doch vor der &lt;strong&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;pyrotechnischen&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Implosion&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; fand die &lt;strong&gt;politisch &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Implosion&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; statt, welche die ursprünglich idyllischen Vororte, wo einmal der Impressionismus entstand, in &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;zivilitations&lt;/span&gt;- und rechtlose &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Ghettos&lt;/span&gt; verwandelte - durch die Konzentration mittelloser, kinderreicher Einwanderer aus Nord- und Schwarzafrika, die in der "Bannmeile", die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;&lt;strong&gt;banlieue&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; vor den Toren der großen Stadt, eingesperrt wurden. Aus der "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;&lt;strong&gt;Kosmopolis&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;" wurde die "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;&lt;strong&gt;Klaustropolis&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;", die Stadt im Belagerungszustand, die sich vor den Ausgeschlossenen fürchtet und den Feind im Innern mit Notstandsgesetzen und Ausgangssperren draußen zu halten versucht.&lt;br /&gt;Seither beginnt das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Auswärtige&lt;/span&gt; mitten unter uns, die Staatsgrenzen verlaufen innerhalb der Stadtgrenzen, die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;&lt;strong&gt;Geopolitik&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; wird im Zeichen der Globalisierung hinfällig und schläft um in &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;&lt;strong&gt;Metropolitik&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dern brennenden Votstädten offenbart sich die "&lt;strong&gt;Demokratie der Emotion&lt;/strong&gt;". In ihr ist die Reflexion abgeschaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Unfall ist das Ereignis, der Fortschritt die Katastrophe, die Panik die Reaktion der Massen im Zeitalter des Masenindividualismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DS 47/2005&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-7693289938599604661?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/7693289938599604661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=7693289938599604661' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7693289938599604661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/7693289938599604661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/09/dromologie-und-panik-als-lebensform.html' title='Dromologie und Panik als Lebensform'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2692858616582471696</id><published>2007-08-23T10:54:00.000+02:00</published><updated>2007-08-23T11:01:24.699+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balances'/><title type='text'>Milchquoten und Sofamelker</title><content type='html'>Die globale Milchnachfrage steigt um jährlich 2,5 bis 3 Prozent, die Produktion kommt aber nur ein Prozent voran. Plötzlich liegt der Weltmarktpreis über dem EU-Erzeugerpreis.&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;Sofamelker: Landwirte, die ihre Melkquote verkaufen oder verpachten (auf Börsen, die dreimal jährlich stattfinden).&lt;br /&gt;Die Milchquoten wurden 1984 in Zeiten riesiger Milchseen und hoher Butterberge eingeführt.&lt;br /&gt;DS 32/2007&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2692858616582471696?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2692858616582471696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2692858616582471696' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2692858616582471696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2692858616582471696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/08/die-milch.html' title='Milchquoten und Sofamelker'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-2468933432321264408</id><published>2007-08-23T10:39:00.001+02:00</published><updated>2007-08-23T10:51:10.776+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Digital'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Du bist das Netz</title><content type='html'>Noch Ende der achtziger Jahre konnte die Britannica für ihre Gesamtausgabe etwa 2000 Dollar verlangen. Jetzt wird das aufwendig erarbeitete Geistesmonument für rund 30 Dollar auf CD-Rom verscherbelt. Vergleichbare Qualität gibt es dafür bei Wikipedia völlig kostenlos - wenn an einer Untersuchung der Wissenschaftszeitschrift folgt.&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;"User generated content" und "social networks"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wirkliche Revolution in den Massenmedien, müsse nicht die Manipulateure zum Verschwinden bringen, sondern jeden zum Manipulateur machen, schrieb Hans Magnus Enzensberger vor 36 Jahren.&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;Eine "Best-of-Gesellschaft": eine Gesellschaft, die nur noch auf Höhepunkte fixiert ist.&lt;br /&gt;DS&lt;br /&gt;29/20006&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-2468933432321264408?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/2468933432321264408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=2468933432321264408' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2468933432321264408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/2468933432321264408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/08/du-bist-das-netz.html' title='Du bist das Netz'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-758271061289162195</id><published>2007-08-06T11:26:00.000+02:00</published><updated>2007-08-13T13:29:59.075+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Jonathan Swift</title><content type='html'>&lt;a href="http://darkwing.uoregon.edu/~rbear/modest.html"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;A modest proposal for preventing the children of poor people in Ireland from being a burden to their parents or country, and for making them beneficial to the public&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-758271061289162195?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/758271061289162195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=758271061289162195' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/758271061289162195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/758271061289162195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/08/jonathan-swift.html' title='Jonathan Swift'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-942141709644673146</id><published>2007-07-04T19:41:00.000+02:00</published><updated>2007-07-04T20:09:09.845+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Colours'/><title type='text'>Paris Gare de l´ Est 2007</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_TY0aPI/AAAAAAAAAi4/AZqySqN00n8/s1600-h/06280041.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_TY0aPI/AAAAAAAAAi4/AZqySqN00n8/s320/06280041.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Emmalein verreist&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_jY0aQI/AAAAAAAAAjA/sVOVgeEbrcc/s1600-h/06280028L%C3%A4ngs.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_jY0aQI/AAAAAAAAAjA/sVOVgeEbrcc/s320/06280028L%C3%A4ngs.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_jY0aRI/AAAAAAAAAjI/kyfUwGjq6yI/s1600-h/06280008b.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_jY0aRI/AAAAAAAAAjI/kyfUwGjq6yI/s320/06280008b.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_zY0aSI/AAAAAAAAAjQ/Boy7pp-ddcc/s1600-h/06280043Kopie.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_zY0aSI/AAAAAAAAAjQ/Boy7pp-ddcc/s320/06280043Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-942141709644673146?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/942141709644673146/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=942141709644673146' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/942141709644673146'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/942141709644673146'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/07/paris-gare-de-l-est-2007.html' title='Paris Gare de l´ Est 2007'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_mmrsUU4m61A/Rovb_TY0aPI/AAAAAAAAAi4/AZqySqN00n8/s72-c/06280041.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-10684129785352766</id><published>2007-07-02T10:56:00.000+02:00</published><updated>2007-08-13T13:30:57.405+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='living together'/><title type='text'>Gipfel der Ungerechtigkeit</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Spiegel 23/2007&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Stahlfabrikanten aus Indien, Ölbarone aus Russland, Internet-Unternehmer aus China: Nie zuvor ist der Wohlstand so schnell gewachsen - doch nie war er so ungleich verteilt. Die globale Konfliktlinie zwischen Arm und Reich provoziert Spannungen. Wie lässt sich der Gegensatz überwinden? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Dubai &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein indischer Immobilienmakler&lt;/strong&gt; kassiert monatlich 10.000 € gebaut€; die Häuser die er vermittelt, werden ebenfalls &lt;strong&gt;von einem 20 jähriger Inder gebaut&lt;/strong&gt;, er erhält monatlich einen Scheck von umgerechnet 196 €.&lt;br /&gt;Die reichsten Menschen in der Geschichte - von Krösus bis Henry Ford - waren nicht so reich, wie die reichsten Menschen heute. Die ärmsten Menschen aber sind heute genauso arm, wie sie es immer waren (Bob Cutcliffe, Vermögensforscher der Uni Bilbao).&lt;br /&gt;2,7 Mrd. Menschen, etwa 40% der Erdbevölkerung leben von weniger als zwei Dollar täglich. &lt;strong&gt;Die insgesamt 946 Milliardären,&lt;/strong&gt; die das US-Magazin Forbes in diesem Jahr gezählt hat (153 mehr als im Vorjahr) besitzen ein Vermögen von 3,5 Billionen Dollar, ein Plus von 35%; einen solchen Anstieg gab es noch nie. Diese nicht mal tausend Personen verfügen über &lt;strong&gt;mehr Werte, als die gesamte deutsche Volkswirtschaft in einem Jahr&lt;/strong&gt; an Waren und Dienstleistungen produziert.&lt;br /&gt;Da kühlen Barkeeper Cocktails mit Gletschereis aus Island, gleichzeitig haben 1,2 Mrd. Menschen keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.&lt;br /&gt;11:13&lt;br /&gt;Niemals zuvor in der Geschichte war der Traum, die globale Armut zu beseitigen, so leicht erreichbar - und zugleich so schwer fassbar&lt;br /&gt;Eine weltweite Klassengesellschaft formiert sich, ihre Mitglieder leben zuweilen in direkter Nachbarschaft. In Rio trennt sie nur eine Schnellstraße (Rocinha vs. San Conrado).&lt;br /&gt;John Rawls: Ungleichheit lasse sich so lange tolerieren wie jedem der Aufstieg offenstehe und selbst die größten Verliere ihre Chance ergreifen könnten.&lt;br /&gt;Jeder sechste Amerikaner kann sich nicht mal eine Krankenversicherung leisten.&lt;br /&gt;Ausgerechnet jetzt, da die Weltwirtschaft brummt, gerät der Kapitalismus in eine Legitimationskrise, die protektionistischen Rufe werden lauter.&lt;br /&gt;Bist in die siebziger Jahre des 20. Jh näherten sich Arm und reich weiter an, seitdem vergrößert sich der Abstand wieder.&lt;br /&gt;1870 lag das Pro-Kopf-Inlandsprodukt der damals zehn reichsten Länder nur sechsmal höher als der Durchschnittswert der zehn ärmsten Länder. Inzwischen beträgt der Faktor 42.&lt;br /&gt;Der Gini-Koeffizient (vor 95 Jahren entwickelt): In den USA im letzten Jahrzehnt von 0,35 auf 0,42 gestiegen. In Brasilien und Südafrika beträgt er 0,60&lt;br /&gt;11:22&lt;br /&gt;Stellt man die ärmere Hälfte der Menschheit der reicheren gegenüber, zeigt sich, dass die unteren 50% aufgeholt haben.Vergleicht man aber weiter voneinander entfernte Einkommensgruppen miteinander, z.B. das oberste mit dem untersten Prozent, so ist die Kluft erheblich gewachsen; Die 65 Mio. Reichsten dieser Welt verdienen 564-mal mehr als die 65 Mio Ärmsten; 1980 waren es erst 216-mal mehr. D.h.: Die Kluft zwischen den Industriestaaten und den Schwellenländern ist, Afrika einmal ausgenommen, kleiner geworden. Vor allem China und Indien, die immerhin über ein Drittel der Weltbevölkerung repräsentieren, holen mächtig auf. Aber innerhalb der Länder nimmt die Ungleichheit teilweise dramatisch zu.&lt;br /&gt;Russland:&lt;br /&gt;Von 1989 bis 1995 sanken die Einkommen im Schnitt um mehr als 60%. Mittlerweile verfügen die 500 reichsten Russen über ein Vermögen, das 40% des BIP entspricht.&lt;br /&gt;"Fluch der Ressourcen": die Bodenschätze haben die Oligarchen reicht gemacht - das Volk aber darbt, es bleibt arm und krank. Die Vermögen sind so ungleich verteilt, weil die Staaten so schwach sind. Die Bodenschätze sichern den Regimen ihr Auskomme, die Erträge fallen ihnen in den Schoß.&lt;br /&gt;Der Wirtschaftsforscher Hernando de Soto versuchte in Lima eine kleine Schneiderei zu öffnen. Bis er die Lizenz endlich besaß, vergingen 289 Tage, zudem musste er zehn Beamte bestechen. Nicht Kapital fehle der Dritten Welt, sondern Rechtsstaatlichkeit. Die Globalisierung ist für das Elend kaum verantwortlich zu machen. In erster Linie ruinieren sich diese Länder selbst.&lt;br /&gt;Nicht immer jedoch:&lt;br /&gt;Der Norden schottet seine Landwirtschaft weitgehend von Importen aus der Dritten Welt ab, zugleich überschwemmt er die Märkte in Afrika, Asien und Lateinamerika mit billigem Betreid und Fleisch, Gemüse und Obst. Joseph Stigliz: Für jede Kuh bekämen Europas Landwirte zwei Dollar am Tag, gleichzeitig müsste fast die Hälfte der Menschheit täglich von weniger als zwei Dollar leben. "So zynisch es klingt: Es ist besser eine Kuh in Europa zu sein als ein armer Mensch in einem Entwicklungsland".&lt;br /&gt;....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Unsortiertes. Das sortierte ist das abgestorbene....&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6095707486470107929-10684129785352766?l=carlosaguilargp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/feeds/10684129785352766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6095707486470107929&amp;postID=10684129785352766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/10684129785352766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6095707486470107929/posts/default/10684129785352766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://carlosaguilargp.blogspot.com/2007/07/gipfel-der-ungerechtigkeit.html' title='Gipfel der Ungerechtigkeit'/><author><name>Carlos Aguilar</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01556034495700106732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://lh5.google.de/image/Carlos.Aguilar.GP/Rl4MUoRcMLI/AAAAAAAAAEI/fzTkwgWlFcM/Weihnachten2002.jpg?imgmax=512'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6095707486470107929.post-5769774724647509210</id><published>2007-06-18T10:45:00.000+02:00</published><updated>2007-06-18T15:23:20.427+02:00</updated><title type='text'>Blau wie die Neun</title><content type='html'>&lt;em&gt;Der Spiegel 22/2007&lt;/em&gt;&lt;b
